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Wie man Leser über bestehende Interessenkonflikte täuscht

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Auch renommierte Zeitschriften wie z.B. das New England Journal of Medicine versuchen offenbar systematisch, ihre Leser über bestehende Interessenkonflikte einiger Autoren im Unklaren zu lassen, besser zu täuschen. Hier ein aktuelles Beispiel:

Ein gewisser Dr. Kenneth Bauer publizierte am 6. August 2015 ein Editorial zum Thema (frei übersetzt) „Antagonisierung der antikoagulatorischen Wirkung von Dabigatran durch Idarucizumab“.

Den Beginn des Artikels sehen Sie in Abbildung 1 und das Ende in Abbildung 2.

Wer nichts Böses vermutet, wird nicht weiter nachsehen. Wer dem Braten aber doch nicht traut, nimmt sich erst einmal die obligate Erklärung zu Interessenkonflikten vor, die heute alle seriösen Zeitschriften von Ihren Autoren ausfüllen lassen. Und was steht dort bei Dr. Bauer (s. Abb. 3)?

Zufrieden lehnt man sich zurück und denkt: Sauberer Autor. Nun ist den Sprachvertrauten ja gut bekannt, dass der Begriff „sauber“ im Deutschen zwei recht unterschiedliche Bedeutungen haben kann ...

Man geht also an das Ende des besagten Formulars und entdeckt – oh Schreck – den Abschnitt in Abbildung 4.

Outside the submitted work“ heißt, dass der gute Mann für diesen spezifischen Text die offene Hand für einen Augenblick geschlossen haben könnte. Für alle anderen, thematisch natürlich eng verwandten Aktivitäten aber ... siehe oben.

Abbildungen:

Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4


(Stand: 23.01.2017)

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