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Einfach zu komplex? Medizinische Vielfalt für den Alltag begreifbar machen19. Jahrestagung der Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM)

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28. bis 29. April 2017, Innsbruck (Österreich)

Kein vernünftiger Arzt wird die nicht zu ersetzende integrierende Funktion der Allgemeinmedizin infrage stellen. In einem zirkulären Prozess führt der Allgemeinmediziner bzw. Hausarzt die vorgetragene Beschwerde seines Patienten einer mehr oder weniger komplizierten Differentialdiagnostik zu, nicht selten mit weiterführender Hilfe durch einen anderen Facharzt. Am Ende besteht die (Heil-)Kunst aber darin, in zwar vereinfachender, aber keineswegs trivialisierender Art und Weise die Ergebnisse zusammenzuführen, zu verstehen und zu besprechen. Schließlich ist der Hausarzt oft der Arzt, in den die Patienten das meiste Vertrauen und zu dem sie die längste Beziehung haben.

Jedes Fachgebiet hat mit seiner eigenen Komplexität zu kämpfen. Die Vielfalt an Journals ist kaum zu überblicken, geschweige denn zu lesen. Allein die Leitlinie zur Behandlung der unipolaren Depression umfasst 253 Seiten mit 1.553 Quellenangaben. Man möchte, ja muss als Arzt einfach alles richtig machen, aus menschlicher, wie aus forensischer Sicht. Aber wie?

Diesen und anderen Fragen wird die Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM) in Innsbruck (Österreich) vom 28. bis 29. April 2017 auf ihrer 19. Jahrestagung nachgehen. Die durchweg aus der Praxis kommenden Referenten werden aufzeigen, dass Vereinfachung und Komplexität zwei Sichtweisen sind, die einander nicht ausschließen, sondern zwischen denen man hin- und herpendeln muss, stets mit der Umsicht, wo man sich gerade befindet. Denn am Ende ist es wie bei einer guten Fotografie, die zweierlei schaffen muss: Sie reduziert – technisch bedingt und notwendig – einen komplexen dreidimensionalen Raum auf zwei Dimensionen, lässt aber gleichzeitig diese dritte Dimension nicht einfach verschwinden, sondern im Betrachter neu entstehen. Man sieht in das Bild hinein, fühlt sich in der Szene, sieht Tiefe, obwohl man außen vor ist. Ein gutes Foto schließt den Betrachter mit ein, und ein guter Betrachter schließt sich in das Foto mit ein. Eine gelungene Passung.Nähere Informationen unter www.uexkuell-akademie.de


(Stand: 23.01.2017)

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