Loading...

ZFA-Logo

Orthorexie (Zwang, richtig zu essen): eine neue Ess-Störung

PDF

Michael M. Kochen

Die Menschheit isst seit Tausenden von Jahren. Ohne Experten. Und nun plötzlich erheben wir die Frage, was man isst, zur Wissenschaft. Und sind auf Experten angewiesen, die unser Essen in Träger von guten und schlechten Stoffen einteilen. Momentan ist Gluten der Bösewicht, lange Zeit waren es Fett oder Zucker. Fast jeden Tag wird eine neue böse Ingredienz ausgemacht. Wir bekommen Angst vor unserem Essen. Und das lädt Konzerne ein, uns mit Marketingtricks an der Nase herumzuführen“.

Diese Sätze stammen von Michael Pollan, einem amerikanischen Journalisten, der als Professor an der Graduate School of Journalism der University of California, Berkeley lehrt.

Als ihn die Spiegel-Journalistin Kerstin Kullmann (www.spiegel.de/spiegel/print/d-143711887.html) fragt, ob der Wunsch vieler Menschen, sich gesund zu ernähren, unsinnig sei, antwortet Pollan: Es gäbe ja viele Gründe, zu essen (wie z.B. die Freude daran, das Miteinander, die kulturelle Identität), dass aber aus dem Zwang, richtig zu essen, mittlerweile schon eine neue Ess-Störung entstanden sei: Orthorexie. Laut Wikipedia eine Essstörung, bei der die Betroffenen ein auffallend ausgeprägtes Verlangen danach haben, sich möglichst „gesund“ zu ernähren. Die Existenz eines solchen Krankheitsbildes würde jedoch „vielfach bestritten und sei in der wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt ...“.

Mahlzeit!


(Stand: 26.01.2018)

Als Abonnent können Sie die vollständigen Artikel gezielt über das Inhaltsverzeichnis der jeweiligen Ausgabe aufrufen. Jeder Artikel lässt sich dann komplett auf der Webseite anzeigen oder als PDF herunterladen.