Loading...

ZFA-Logo

Wer profitiert vom Mentoring?

DOI: 10.3238/zfa.2019.0020-0025

PDF

Marischa Broermann, Anne Messemaker, Heike Schnoor, Ferdinand M. Gerlach, Monika Sennekamp

Schlüsselwörter: Evaluation Hausärzte Mentoring Themenzentrierte Interaktion (TZI) Weiterbildung qualitative Forschung

Hintergrund: Aufgrund des zunehmenden Mangels an Hausärztinnen und Hausärzten, insbesondere in ländlichen Gebieten, werden Lösungsansätze gesucht, die Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin strukturierter und attraktiver zu gestalten. In Hessen wird seit 2012 ein Weiterbildungskolleg Allgemeinmedizin, bestehend aus einem Seminar- und Mentoringprogramm, angeboten. Die Entwicklung und Durchführung des Mentoringprogramms wurde systematisch begleitet und evaluiert. Die vorliegende Arbeit untersucht, welche teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) besonders von dem angebotenen Mentoring profitieren.

Methoden: Mit den ersten Teilnehmenden am Mentoringprogramm wurden vor Start und ein Jahr nach Ende des Mentoringprogramms leitfadengestützte Interviews geführt, die sowohl anhand qualitativ strukturierender als auch mittels typenbildender Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Ergebnisse: Die befragten ÄiW (n = 21) der ersten beiden Mentoringgruppen waren zu etwa 70 % weiblich. Entsprechend des Konzepts der Themenzentrierten Interaktion (TZI) kristallisierten sich vier Typen heraus: Ein WIR-orientierter Typus (sechs Fälle), ein ICH-orientierter Typus (drei Fälle), ein ICH/WIR-orientierter Typus (sieben Fälle) und ein ES-orientierter Typus (fünf Fälle). Ein weiteres Merkmal zur Interpretation der Ergebnisse war die Einordnung gemäß Mentoring-Profit: Die WIR-Orientierten ÄiW profitieren am stärksten vom angebotenen Mentoring, danach die ICH/WIR- und etwas weniger die ICH-Orientierten. Am wenigsten profitieren die ÄiW der ES-orientierten Gruppe.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass der überwiegende Teil vom Mentoring profitiert und sich unterstützt fühlt. Die Unterstützung durch das angebotene Mentoring gelingt am besten, wenn sich die ÄiW der Gruppe zugehörig fühlen. Damit Mentoring gelingt, sollte dies in ein strukturiertes Angebot eingebettet sein und durch ausgebildete Gruppenleiter/innen begleitet werden.

Evaluation eines hessenweiten Mentoringprogramms für angehende Hausärzte/Hausärztinnen

Evaluation of a Hesse-Wide Mentoring Program for Future Family Physicians

Institut für Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main Peer-reviewed article eingereicht: 10.07.2018, akzeptiert: 31.08.2018 DOI 10.3238/zfa.2019.0020–0025

Hintergrund

Aufgrund des zu erwartenden Mangels an Hausärzten/innen, insbesondere in ländlichen Gebieten, werden Lösungen gesucht, die...


(Stand: 15.01.2019)

Als Abonnent können Sie die vollständigen Artikel gezielt über das Inhaltsverzeichnis der jeweiligen Ausgabe aufrufen. Jeder Artikel lässt sich dann komplett auf der Webseite anzeigen oder als PDF herunterladen.