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GERD: Bei Erfolglosigkeit PPI-Dosis aufteilen statt verdoppeln

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Patienten, die wegen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) Protonenpumpeninhibitoren erhalten, wird bei Erfolglosigkeit üblicherweise eine Verdopplung der Dosis angeraten. Vielleicht kein so wirksamer Rat …

Japanische Gastroenterologen randomisierten 337 Patienten nach erfolgloser achtwöchiger PPI-Behandlung in drei Gruppen:

  • Gruppe 1 erhielt 1 x 20 mg Rabeprazol („Placebo“)
  • Gruppe 2 erhielt 2 x 20 mg Rabeprazol und
  • Gruppe 3 erhielt 2 x 10 mg Rabeprazol (also die ursprüngliche Dosis, auf zwei Tagesdosen aufgeteilt)

Heilungsraten nach weiteren acht Wochen Therapie:

  • Gruppe 1: 58,8 %
  • Gruppe 2: 77,0 %
  • Gruppe 3: 78,4 %

Quintessenz (auf der Basis der wissenschaftlichen Erkenntnis fehlender Unterschiede zwischen verschiedenen PPIs) ist natürlich nicht, Rabeprazol zu verordnen, sondern unverändert das Standardpräparat Omeprazol. Bei Erfolglosigkeit Aufteilung auf zweimal tägliche Gabe ohne Dosiserhöhung!

Kinoshita Y Hongo M, the Japan TWICE Study Group. Efficacy of twice-daily rabeprazole for reflux esophagitis patients refractory to standard once-daily administration of PPI: the Japan-based TWICE study. Am J Gastroenterol 2012; 107: 522–530

Foto: fotolia/Andrea Danti


(Stand: 17.10.2012)

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