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Konsequenzen bei seitenungleichen Blutdruckwerten?

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Was genau ist zu befürchten, wenn bei einem Patienten am rechten und linken Arm unterschiedliche Blutdruckwerte gemessen werden?

Britische Wissenschaftler forsteten alle gängigen Datenbanken durch und suchten nach Studien, die sich genau mit diesem Thema beschäftigten. 20 Arbeiten fanden Eingang in eine Metaanalyse.

Demnach kann ein Unterschied beim systolischen Druck bis zu 10 mmHg als normal betrachtet werden. Darüber stieg bereits das Risiko einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (relatives Risiko 2.4 [95 % Konfidenzintervall 1.5–3.9]).

Ab 15 mmHg Differenz bestand zusätzlich ein deutlich erhöhtes Risiko

  • für eine bestehende zerebrovaskuläre Erkrankung (RR 1.6 [95% CI 1.1–2.4])
  • für eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität (RR 1.7 [95% CI 1.1–2.5])
  • für eine erhöhte Gesamtsterblichkeit (RR 1.6 [95% CI 1.1–2.3])

Allen neuen Patienten sollte initial der Blutdruck an beiden Armen gemessen (Empfehlung ist nicht neu) und bei Vorliegen der genannten Unterschiede zu einer weiteren vaskulären Diagnostik geraten werden.

Clark CE, Taylor RS, Shore AC, Ukoumunne OC, Campbell JL. Association of a difference in systolic blood pressure between arms with vascular disease and mortality: a systematic review and meta-analysis. Lancet 2012; 379: 905–14

Foto: fotolia/ISO K°


(Stand: 17.10.2012)

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