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DEGAM-Kongress: 670 Teilnehmer bedeuten neuen Rekord – Geschäftsführendes Präsidium durchweg im Amt bestätigt

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670 Teilnehmer, 232 ausgewählte Abstracts, die sich auf 120 Vorträge, 22 Workshops, neun Preconference-Workshops und 81 Poster verteilten – der 47. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München brach alle Rekorde und avancierte zum größten wissenschaftlichen Kongress für Allgemeinmedizin, der jemals in Deutschland ausgerichtet wurde. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin freut sich über dieses breite Interesse sowie die positive Resonanz und sieht sich in ihrer Arbeit bestätigt.

„Komplexität in der Allgemeinmedizin – Herausforderungen und Chancen“ lautete das aktuelle Kongressthema. Bezugnehmend auf die steigende Komplexität in der Medizin betonte DEGAM-Präsident Prof. Ferdinand M. Gerlach in der Eröffnungsveranstaltung, dass sowohl die Zunahme von Multimorbidität als auch die fortschreitende Subspezialisierung eine Medizin mit Augenmaß erforderlich mache: „Eine gute Hausarztmedizin kann in dieser Situation eine angemessene und zugleich kosteneffektive Versorgung sicherstellen.“ Das Bio-psycho-soziale Modell, die aktive Einbindung von Patienten, Multitasking, die Betreuung der ganzen Familie und die Kooperation mit anderen Gesundheitsberufen waren nur einige der Themen, die im Rahmen des Kongresses ebenfalls im Fokus standen.

Dr. Marcel Huber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, lobte die Arbeit der DEGAM, vor allem im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Prof. Gerlach äußerte an die Bundespolitik, unabhängig vom Ergebnis der Bundestagswahl, den Wunsch, folgenden Satz in die Koalitionsvereinbarung einer künftigen Bundesregierung aufzunehmen: „Zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung werden die Ausbildung von Medizinstudierenden und die Instrumente zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin gezielt weiterentwickelt.“ Während inhaltlich im Bereich Ausbildung das PJ-Pflichtquartal wieder gezielt auf die Agenda genommen werden soll, geht es bei der Weiterbildung vor allem um Ausbau und Etablierung der DEGAM-Verbundweiterbildungplus.

Die Mitgliederversammlung wählte turnusgemäß das Präsidium der DEGAM, wobei das Geschäftsführende Präsidium durchweg im Amt bestätigt wurde. Damit bleibt Prof. Ferdinand M. Gerlach (Frankfurt) für drei weitere Jahre Präsident, Vizepräsidenten sind nach wie vor Prof. Erika Baum (Marburg) und Prof. Martin Scherer (Hamburg). Änderungen gab es im Bereich der Sektionen. Ein großer Dank gilt Prof. Attila Altiner, Prof. Andreas Klement und Dr. Peter Engeser, die aus ihren Ämtern ausscheiden. Prof. Antonius Schneider (München) ist ab sofort neuer Sprecher der Sektion Forschung und wird vertreten durch PD Dr. Stefanie Joos (Heidelberg). Dr. Uwe Popert (Kassel) übernimmt den Vorsitz der Sektion Versorgungsaufgaben, neuer Stellvertreter ist Dr. Tobias Freund (Heidelberg). Außerdem wurde Dr. Hans-Otto Wagner (Hamburg) zum neuen Stellvertreter der Sektion Qualitätsförderung gewählt.

In der Abschlussveranstaltung betonte DEGAM-Präsident Prof. Ferdinand M. Gerlach, dass der Kongress nicht nur quantitativ, sondern vor allem auch qualitativ hinzugewonnen habe. Ein besonderer Dank geht vor diesem Hintergrund auch an die Österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM) und die Südtiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SüGAM) als Mitveranstalter des „Drei-Länder-Kongresse“. Gleiches gilt für die Kooperationspartner des Kongresses, die Katholische Stiftungsfachhochschule München und die AOK Bayern.

Die DEGAM freut sich schon jetzt auf ihren nächsten Jahreskongress in Hamburg!


(Stand: 29.05.2015)

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