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DEGAM-Kongress in Hamburg: Interesse an wissenschaftlicher Allgemeinmedizin steigt kontinuierlich

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Wenn man denkt, dass es nicht mehr besser geht, überrascht die DEGAM immer wieder. Denn war schon der Jahreskongress in München mit 670 Teilnehmern ein voller Erfolg, so stellt der 48. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin nun einen neuen Rekord auf: Insgesamt 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden vom 18. bis 20. September 2014 den Weg ans Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Besonders erfreulich ist zudem, dass mit 112 Studierenden (also gut 15 Prozent) eine ganz wichtige Zielgruppe vor Ort war: der medizinische und im besten Fall hausärztliche Nachwuchs.

„Allgemeinmedizin: Spezialisiert auf den ganzen Menschen“ lautete das Kongressmotto, das mit dem Generalismus einen wesentlichen Kern des Fachs adressiere, wie DEGAM-Präsident Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach in der Eröffnungsveranstaltung betonte. Denn bei diesem Konzept wird nicht von einzelnen Methoden oder Organen ausgegangen, sondern vom konkreten Menschen und seiner Erkrankung. Hausärztinnen und Hausärzten als Spezialisten für den ganzen Menschen, die den Überblick behalten, würden angesichts vieler Patienten mit Mehrfacherkrankungen sogar mehr denn je gebraucht. Im Programm spiegelte sich die ganze Bandbreite wider: Einige Vorträge und Workshops beschäftigten sich mit Konzepten zur Nachwuchsgewinnung sowie der Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum. Große Bedeutung galt darüber hinaus den klinischen Kompetenzen des Fachs, beispielsweise epidemiologischen Aspekten sowie der Versorgungsforschung.

Im Rahmen des Gesellschaftsabends im Historischen Speicherboden begrüßte Prof. Stefan Wilm, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin in Düsseldorf, die insgesamt 20 neuen Mitglieder des achten Professionalisierungskurses, der zur Förderung des allgemeinmedizinischen akademischen Nachwuchses gegründet wurde. Die Gruppe übernahm den Staffelstab vom siebten Kurs, der in diesem Rahmen offiziell verabschiedet wurde.

Kongresspräsident Prof. Martin Scherer zeigte sich bei der Abschlussveranstaltung sehr zufrieden mit dem Kongressverlauf, lobte die positive Stimmung und das hohe wissenschaftliche Niveau. Ein musikalischer Ausklang am Klavier durfte, wie bei der Eröffnungsveranstaltung, natürlich nicht fehlen. Für die Organisatoren wie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gilt aber auch diesmal: Nach dem Kongress ist vor dem Kongress. Mit viel Rückenwind aus Hamburg freuen wir uns auf den 49. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, der als „Drei-Länder-Kongress“ (Deutschland, Österreich, Südtirol) in Bozen stattfindet.


(Stand: 13.05.2015)

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