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3. Überregionales Treffen der Jungen Allgemeinmedizin Deutschland (JADE)

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Sandra Blumenthal, Melanie Tauber

Vom 1. bis 3. Mai 2015 veranstalteten wir als Junge Allgemeinmedizin unser nunmehr drittes überregionales Treffen – auf Einladung der Jungen Allgemeinmedizin Bayern (JA-Bay) im schönen Nürnberg. An der Veranstaltung nahmen 26 junge Allgemeinmediziner* aus ganz Deutschland teil. Neben Ärzten in Weiterbildung und jungen Fachärzten waren zum ersten Mal auch interessierte Studierende dabei. Im KfH-Gesundheitszentrum, unserem Tagungsort in Nürnberg, versammelten sich die JADEs auf die freundliche Einladung von Johanna Eras am Freitagnachmittag erstmals. Bei einem zwanglosen Get-together war Zeit für das erste Kennenlernen von (noch) unbekannten Gesichtern, aber auch Raum für Wiedersehensfreude unter den bekannten JADEs.

Nach einer offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren und einer kurzen Kennenlernrunde folgte der erste Fortbildungsblock. Professor Thomas Kühlein, Lehrstuhlinhaber für Allgemeinmedizin in Erlangen, begann mit einem Crashkurs zum Thema „Evidenzbasierte Medizin“ (EbM), im Sinne von bestmöglicher Versorgung des einzelnen Patienten unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, der Erfahrung des Arztes und der Wünsche des Patienten. Ganz praktisch anhand eines Beispiels konnten wir das Recherchieren von Studien, das kritische Lesen eines Papers und die Umsetzung unserer Erkenntnisse in der Allgemeinarztpraxis üben. Den Ausklang am ersten Abend bildete ein gemeinsames Essen aller Teilnehmer im Heilig-Geist-Spital.

Auf dem ersten überregionalen Treffen der JADE 2011 in Jena wurde das Selbstverständnis der JADE als unsere Arbeitsgrundlage formuliert. Vier Jahre später, nach vielen Entwicklungsschritten unseres Netzwerkes und einem kontinuierlichen Anstieg der Mitgliederzahlen, war eine Weiterentwicklung dieses Selbstverständnisses dringend nötig. Am Samstag widmeten wir uns diesem Projekt in zwei Sitzungen, in denen es neben der Mitgliederverwaltung u.a. um neue Strukturen innerhalb der JADE ging. Zusätzlich zu den bisherigen Sprechern für Weiterbildung, Regionales und Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit und Internationales soll es nach dem Wunsch der Teilnehmenden zukünftig eine Repräsentanz für Junge Fachärzte im Vorstand der JADE geben. Das neu formulierte Selbstverständnis wurde im Frühsommer von allen JADE-Mitgliedern im Forum weiter diskutiert und die Änderungen im Verlauf des Sommers durch die JADE Mitglieder beschlossen. Diese aktualisierte Version wird dann auf unserer Homepage einsehbar sein. Der Samstag war natürlich trotzdem kein reiner Tag der Arbeit. Am Nachmittag wurden wir durch die historischen Felsengänge Nürnbergs geführt und erfuhren neben Wissenswertem über die Braukunst der Nürnberger auch einige spannende historische Details über das schöne Nürnberg.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des kostenfreien Heilmittels „Kommunikation“. Nach all dem untereinander Kennenlernen und Diskutieren, Arbeiten an dem, was wir sind und was wir als Netzwerk darstellen wollen, stellten wir am Sonntag den Patienten ganz in den Mittelpunkt. In Gesprächen mit Simulationspatienten übten wir in Kleingruppen, wie wir die eigene Kommunikationskompetenz verbessern können. Besonders wichtig dabei: kollegiales Feedback und die Möglichkeit an sich selbst zu wachsen. Initiiert von Marco Roos und geleitet durch die Organisatoren wurde dieses Training durchweg ein großer Erfolg.

Hochwertige Fortbildungsangebote, Ort für Diskussion und Austausch, Networking und ganz nebenbei Entstehung deutschlandweiter Freundschaften. Eine konstruktive “Junge Allgemeinmedizin“ – all das und viel mehr ist die JADE.

Die JADE bedankt sich herzlich für die freundliche Unterstützung ihres überregionalen Treffens bei der DEGAM und der JA-Bay. Besonderer Dank gilt Johanna Eras, deren herzlicher Einladung nach Nürnberg wir alle gern folgten und Marco Roos, der in Kooperation mit dem Erlanger Lehrstuhl und mit Unterstützung von Prof. Thomas Kühlein allen Teilnehmenden ein wunderbares, hochwertiges Fortbildungsprogramm präsentierte.

Abbildungen:

Teilnehmer des Treffens in Nürnberg

* Zur besseren Lesbarkeit wird im Folgenden die männliche Form stellvertretend für die weibliche und männliche Form gewählt.


(Stand: 18.11.2015)

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