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4. Überregionales Treffen der Jungen Allgemeinmedizin Deutschland (JADE)

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Am Department für Versorgungsforschung an der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg fand vom 9. bis 11. Juni 2017 das vierte überregionale Treffen der JADE statt. An der Veranstaltung im hohen Norden nahmen 19 junge Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner aus ganz Deutschland teil.

Prof. Michael Freitag und sein Team stellten uns den Tagungsort zur Verfügung und zeigten uns – nach einem lebhaften Kennenlernen die Abteilung für Allgemeinmedizin. Danach erfolgte ein Überblick über die Aktivitäten der JADE Ressorts Weiterbildung, Internationales, Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerk und Regionales sowie Junge Fachärzte.

Der weitere Nachmittag war geprägt von der Diskussion der Frage, welche Rolle die JADE zukünftig einnehmen möchte und einnehmen kann. Zur Einstimmung entführte uns Prof. Freitag in die Vergangenheit, in dem er die Anfangszeit der im Jahr 2008 gegründeten JADE beschrieb und die Entwicklung, Positionen und Errungenschaften der letzten neun Jahren skizzierte.

Davon ausgehend wurde dann der Bogen zur momentanen Situation junger Allgemeinärzte gespannt. In jüngster Zeit wurden einige Verbesserungen in der Weiterbildung – wie zum Beispiel die baldige Einführung der Kompetenzzentren – erzielt.

Provokant wurde die These aufgeworfen, ob die JADE, auch im Hinblick auf die Kompetenzzentren, künftig überhaupt noch gebraucht wird und wenn ja, wie ihre Rolle in Zukunft aussehen könnte. Die Diskussion dieser Fragen zog sich wie ein roter Faden durch das restliche Wochenende. Eindeutige Antworten wurden auf all die Aspekte zwar nicht gefunden, aber klar geworden ist wieder einmal, dass die JADE in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und diesen Anspruch auch zukünftig für sich beibehalten möchte.

Den Freitagabend ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen in einer Kneipe ausklingen.

Der nächste Tag begann mit einer Vorstellung des Forums „Ärzte in Weiterbildung“ sowie der Seminarreihe „Werkzeugkasten Niederlassung“ des Hausärzteverbandes durch Leonor Heinz und Jana Husemann. Der weitere Vormittag war der Auseinandersetzung mit Zukunftsvisionen für die Allgemeinmedizin gewidmet. Wichtige Punkte waren das Image der Allgemeinmedizin, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Erreichen von Hausärztinnen und Hausärzten, die bisher keine Berührung mit der JADE, DEGAM oder dem HÄV haben.

Wie immer bei den überregionalen Treffen sollte auch Fortbildung nicht zu kurz kommen. PD Dr. Guido Schmiemann aus Bremen hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, uns die „Bremer Gesundheitsuntersuchung“ nahezubringen. Aus seinem spannenden Vortrag entstand eine muntere Diskussion zu Prävention, Screening und den verschiedenen theoretischen und gelebten Möglichkeiten, eine Gesundheitsuntersuchung durchzuführen. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der geplanten Kompetenzzentren Weiterbildung Allgemeinmedizin und der Rolle, die die JADE im Zuge dieser Entwicklung einnehmen könnte (Positionspapier ist geplant). Nach getaner Arbeit am Samstag kam auch das im Oldenburger Land beliebte Boßeln nicht zu kurz – diesmal als unterhaltsame Variante einer Erkundung der Fahrradstadt Oldenburg. Der Abend klang bei schönem Wetter und Leckerem vom Grill aus.

Am Sonntag beschäftigten wir uns mit der Planung unserer neuen JADE-Webseite. Da die aktuelle Seite veraltet und zunehmend funktionsunfähig ist, werden wir unseren Internetauftritt neu gestalten. Darüber hinaus wurde die im September anstehende Wahl des Vorstands geplant und diskutiert, wo unser nächstes überregionales Treffen stattfinden kann.

Es zeigte sich wieder einmal, dass die JADE für hochwertige pharmafreie Fortbildung, lebhafte erkenntnisreiche Diskussionen und Zusammenführen von Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern aus ganz Deutschland steht. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst!

Unser herzliches Dankeschön gilt der DEGAM und der Abteilung für Allgemeinmedizin unter der Leitung von Prof. Freitag für die Unterstützung. Außerdem bedanken wir uns bei PD Dr. Schmiemann für den interessanten und kontrovers diskutierten Einblick in die „Bremer Gesundheitsuntersuchung“. Ein ganz besonderer Dank geht darüber hinaus an die JADE-Regionalgruppe Oldenburg: Für die Organisation, die Planung des gesamten Freizeitprogramms, die Ausstattung mit Fahrrädern (in der Fahrradstadt Oldenburg wichtig!) und ein offenes Ohr für jegliche Fragen.

Abbildungen:

Abbildung Die Gruppe beim JADE-Treffen


(Stand: 16.10.2017)

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