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Kartierung kompetenzbasierter Lernziele im Curriculum Allgemeinmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover

DOI: 10.3238/zfa.2018.0405-0411

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Kambiz Afshar, Jutta Bleidorn, Konstantin Büttner, Nils Schneider, Sandra Steffens

Schlüsselwörter: Allgemeinmedizin Curriculum Kartierung Kompetenzorientierung Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin medizinische Ausbildung


Abbildung 1 Gliederungsübersicht des NKLM (aus [6], Kap. 2, Abb. 3, S. 14; s. a. www.mftonline.de) (* Originalübersetzung im NKLM des englischen Begriffs „scholar“)
Abbildung 2 Verteilung der Lernziele. a Verteilung der Lernziele auf die Kompetenzebenen imNKLM. b Verteilung der Lernziele auf die Kapitel 5, 6, 8 bis 11 im NKLM (* Originalübersetzungim NKLM des englischen Begriffs „scholar“)
Abbildung 2 Verteilung der Lernziele. a Verteilung der Lernziele auf die Kompetenzebenen imNKLM. b Verteilung der Lernziele auf die Kapitel 5, 6, 8 bis 11 im NKLM (* Originalübersetzungim NKLM des englischen Begriffs „scholar“)

Hintergrund: Seit 2015 gibt es den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) als Empfehlung an alle medizinischen Fakultäten in Deutschland, um die Qualität der medizinischen Ausbildung zu verbessern und die Kompetenzausrichtung in der Lehre zu optimieren. Ziel dieser Arbeit war es, die curricularen Lerninhalte/-ziele im Modul Allgemeinmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit dem NKLM abzugleichen (Kartierung, Mapping) und sie in den Gesamtkontext des Fächerkanons an der MHH zu setzen.

Methoden: Das Mapping der Lerninhalte/-ziele im Modul Allgemeinmedizin entlang des NKLM erfolgte im November 2016 durch den stellvertretenden Lehrverantwortlichen in Zusammenarbeit mit dem Studiendekanat. Für das Mapping wurde die in Tübingen entwickelte und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte, webbasierte „MERlin-Datenbank“ verwendet.

Ergebnisse: Insgesamt sind im Modul Allgemeinmedizin an der MHH 103/281 Teilkompetenzen und 177/1958 Lernziele explizit abgedeckt, von denen 87 auch geprüft werden. Der größte Teil der Lernziele wird auf Kompetenzebene 2 „Handlungs- und Begründungswissen“ abgedeckt. Die vornehmlich vermittelte Kompetenzrolle ist eindeutig die Rolle des Medizinischen Experten. Die meisten Überschneidungen der Lernziele gibt es mit folgenden Fächern/Modulen: Diagnostische Methoden (n = 86), Blockpraktikum Frauenheilkunde (n = 77), Psychosomatische Medizin (n = 71), Palliativmedizin (n = 70) und Neurologie (n = 68).

Schlussfolgerungen: Das Mapping ermöglichte erstmalig eine fachbezogene Darstellung der Lerninhalte/-ziele im Modul Allgemeinmedizin entlang eines standardisierten Referenzwerks. Die dargelegte Methodik ermöglicht den Vergleich mit anderen Modulen/Fächern innerhalb der eigenen Fakultät. Die Ergebnisse stellen die Grundlage für eine Weiterentwicklung der allgemeinmedizinischen Lehre und für eine fakultätsinterne sowie fakultätsübergreifende Curriculumsdiskussion dar.

1 Institut für Allgemeinmedizin, Medizinische Hochschule Hannover, 2 Studiendekanat Medizin, Medizinische Hochschule Hannover Peer-reviewed article eingereicht: 16.05.2018, akzeptiert: 09.06.2018, DOI 10.3238/zfa.2018.0405–0411

Hintergrund

„Der Arbeitsbereich der Allgemeinmedizin beinhaltet die Grundversorgung aller Patienten mit körperlichen und seelischen Gesundheitsstörungen in der Notfall-, Akut- und Langzeitversorgung sowie wesentliche Bereiche der Prävention und Rehabilitation....


(Stand: 12.10.2018)

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