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Kooperationen sichtbar machen durch Anwendung der Pictor Technique

DOI: 10.3238/zfa.2018.00401-0404 * Aus Gründen der besseren Lesbarkei

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Karola Mergenthal, Corina Güthlin

Schlüsselwörter: Interdisziplinäre Zusammenarbeit Kooperationen Qualitative Interviews Versorgungsforschung Visualisierung


Abbildung 1 Pictor-Schaubild und Zitate Arzt A7
Abbildung 2 Pictor-Schaubild und Zitate Arzt A11

Zusammenfassung: Die Gesundheitsversorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen ist komplex und erfordert die Kooperation vieler Versorger. Im vorliegenden Beitrag möchten wir die Pictor Technique – dargestellt am Beispiel der Kooperation aus Sicht der Hausärzte bei der Versorgung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) – vorstellen. Die Technik wurde in Verbindung mit Einzelinterviews durchgeführt und war in drei Phasen aufgeteilt. Zunächst notierten die teilnehmenden Hausärzte alle an der Versorgung eines konkreten Patienten mit RA Beteiligten auf je einem Haftnotizpfeil. Anschließend arrangierten sie diese Pfeile auf einem Blatt, um die Beziehung zwischen den Versorgern darzustellen. Im letzten Schritt erklärten sie ihre Schaubilder. Bei der Datenerhebung bietet die Pictor Technique den Interviewten ausreichend Raum, um über ihre Gedanken zu reflektieren und der Interviewer kann gezielt Fragen stellen. Bei der Auswertung werden durch die Schaubilder zusätzliche Daten generiert, z.B. durch die Anordnung der Pfeile, Nähe/Distanz, Cluster oder Muster. Während der Interview­aus­wertung können die Forscher auf die Schaubilder zurückgreifen und so die Erfahrungen der Teilnehmer besser verstehen. Diese qualitative Visualisierungs- und Analysemethode kann für alle Forschungsfragen eingesetzt werden, bei denen unterschiedliche Akteure oder ein multifaktorielles Zusammenspiel untersucht werden soll.

Institut für Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main Peer-reviewed article eingereicht: 20.06.2018, akzeptiert: 12.07.2018 DOI 10.3238/zfa.2018.00401–0404 * Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bei der Angabe von Personen jeweils eine neutrale Bezeichnung gewählt. War dies nicht möglich, wurde allgemein die männliche Form gewählt. Es sind immer gleichermaßen beide Geschlechter angesprochen.

Hintergrund

Die Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe rückt in der...


(Stand: 12.10.2018)

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