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Posterpreisverleihung beim DEGAM-Kongress

DOI: 10.1055/s-2005-872580

Posterpreisverleihung beim DEGAM-Kongress

Posterpreisverleihung beim DEGAM-Kongress Poster Awards at DEGAM Congress DEGAM-Nachrichten 514 E. Hummers-Pradier Auch in diesem Jahr wurden die bei der DEGAM bereits traditionellen Preise für die besten wissenschaftlichen Poster verliehen. Der hiermit verbundene Geldpreis wurde freundlicherweise vom Thieme-Verlag gestiftet. So konnten der 1. Posterpreis mit e 750,– der 2. mit e 500,– und der 3. mit e 250,– dotiert werden. Für die Auswahl der Preisträger kam ein zweistufiges Verfahren zur Anwendung: Teil der Posterpräsentation war eine geführte Posterbegehung, die in diesem Jahr zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt wurde: Jedes Poster wird von einer an seiner Erstellung unbeteiligten Person dem Publikum vorgestellt und danach von Publikum und Autor diskutiert. Aufgrund der Vielzahl der eingereichten Poster erfolgte dieses in 5 Parallelgruppen mit den Themen: Evidenzbasierte Therapie, Diagnostik, Epidemiologie, Lehre sowie Hausarztberuf/Patientensichtweisen. Die Teilnehmer an jeder Gruppe votierten am Ende der Posterpräsentation anonym per Stimmzettel für ihr persönliches Favoritenposter. Die beiden am häufigsten genannten Poster aus jeder Gruppe kamen in die Endauswahl für den Posterpreis. Dieser wurde vergeben durch ein vierköpfiges Gremium, zusammengesetzt aus zwei Vertretern des DEGAM-Präsidiums, einer Autorin des Siegerposters vom letzten Jahr sowie einem schwerpunktmäßig in der Versorgung tätigen Hausarzt. Maßgeblich für die Bewertung waren sowohl inhaltliche als auch gestalterische Kriterien: Die Originalität und die hausärztliche Relevanz der behandelten Fragestellung sollten ebenso Berücksichtigung finden wie die korrekte methodische Durchführung und die Bedeutung der Ergebnisse. Auf der gestalterischen Seite wurden eine klare Struktur sowie eine optisch schöne, gut lesbare und die Information leicht zugänglich machende Postergestaltung positiv bewertet. In diesem Jahr fiel auf, dass nach einigen Jahren der sehr stark grafisch dominierten, plakativen Darstellung nun offenbar eine gewisse Rückkehr zum Text erfolgt. Die geführte Posterbegehung mit Einzeldiskussion fängt zudem z. T. gestalterische Schwächen auf: Sie bindet die Aufmerksamkeit und motiviert zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Inhalten, als die eher flüchtige Betrachtung „im Vorbeigehen“. Posterpreisträger 2005 Der erste Preis ging an Janka Koschack aus der Abteilung Allgemeinmedizin in Göttingen, die mit den Koautoren Claus Lüers, Lutz Binder, Burkert Pieske, Dirk Wetzel und Michael M. Kochen aus den Abteilungen Kardiologie und Pneumologie, Klinische Chemie sowie Allgemeinmedizin der Universität Göttingen das Poster: „Diagnostischer Wert des NT-proBNP für die hausärztliche Versorgung von Patienten mit hohem Herzinsuffizienzrisiko“ erstellt hatte. Dieses Poster berichtete von einer klinischen, unmittelbar patientenrelevanten Studie – in der Allgemeinmedizin immer noch eine Rarität. Es überzeugte zudem durch eine klare Struktur, gute Lesbarkeit und ansprechende grafische Gestaltung. Der zweite Preis ging an Martin Sielk, Stefan Wilm, Nicole Becker und B. Janssen aus der Abteilung Allgemeinmedizin der Univer- Institutsangaben Abteilung Allgemeinmedizin, Medizinische Hochschule Hannover Korrespondenzadresse Prof. Dr. med. Eva Hummers-Pradier · Abteilung Allgemeinmedizin · Medizinische Hochschule Hannover · Carl-Neuberg-Str. 1 · 30625 Hannover · E-mail: Hummers-Pradier.Eva@mh-hannover.de Bibliografie Z Allg Med 2005; 81: 514–516 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York DOI 10.1055/s-2005-872580 ISSN 0014-336251 sität Düsseldorf für das Poster „Kann ein psychiatrisches Kurzpraktikum mit intensiver fachärztlicher Betreuung mehr hausärztlich relevante Kompetenz vermitteln als ein Lehrbuch?“ Hier wurde eine Fragestellung aus dem häufig eingeforderten, jedoch selten wirklich bearbeiteten Gebiet der Lehrforschung dargestellt, und der Ruf nach mehr Praxis im Studium kritisch hinterfragt. Das Poster gefällt zudem durch eine geschickte, ansprechende Darstellung. Den dritten Preis erhielten Maren Abu Hani, Jona Vandenesch, Andreas Sönnichsen, Frances Griffiths (Warwick, UK) und Norbert Donner-Banzhoff von der Abteilung Allgemeinmedizin, Prä- ventive und Rehabilitative Medizin der Universtät Marburg für das Poster: „Der Thoraxschmerz – eine explorative Studie hausärztlicher Regeln und Heuristiken“. Auf diesem Poster wurde eine originelle und hausärztlich sehr relevante Untersuchung zur schnellen, „intuitiven“ Bewertung eines häufigen, potenziell bedrohlichen Symptoms dargestellt. Die schwierige Aufgabe, Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung auf einem Poster aufzuarbeiten, wurde zudem in zufrieden stellender, ansprechender Weise gelöst. Den erfolgreichen Posterautoren sei herzlich zu ihrem Preis gratuliert. DEGAM-Nachrichten Kursbuch Diabetologie Kurs- und Prüfungsinhalte der Weiterbildung zum Diabetologen (DDG) Michael Nauck, Georg Brabant, Hans Hauner (Hrsg.) 2005. Verlag Kirchheim, Mainz. 1. Aufl., 322 S., 25,– EUR, ISBN 3-87409-403-0 Der „Wachstumsmarkt“ Diabetes mellitus zwingt zur nachhaltigen thematischen Auseinandersetzung mit dieser gesundheitspolitisch überaus brisanten Problematik. Das Kursbuch Diabetologie – ein kompaktes Kompendium – vermittelt hierzu die erforderlichen Grundlagen auf dem aktuellen Erkenntnisstand mit den von ausgewiesenen Fachleuten verfassten Beiträgen in der gesamten Breite seiner verschiedenen Facetten. Bereits die Gliederung: „Diabetes-Grundlagen, DiabetesFolgeerkrankungen, Diabetes-Prinzipien, Diabetestherapie-Schulung und Selbstmanagement, Diabetestherapie – Besondere Situationen, Diabetes-Begleiterkrankungen, Diabetes-Versorgung und Diabetes-Perspektiven“ ermöglicht den unkomplizierten Zugriff auf spezielle Fragestellungen. In den einzelnen Fachbeiträgen werden die wesentlichen Bestimmungsinhalte dem Nutzer prägnant, kompetent, verständlich und anschaulich durch die ansprechende Textgestaltung und instruktive Tabellen, Abbildungen und Übersichten ergänzt durch farblich herausgehobene excerptive Randhinweise und Merkboxen didaktisch einprägsam nahe gebracht. Ganz zweifellos ein gelungenes Kursbuch von hohem Gebrauchsnutzen nicht nur für jeden in und mit der versorgungsmedizinischen Praxis tätigen und beschäftigten Arzt. Dipl. med. Dr. med. Paul Kokott, Salzgitter Hummers-Pradier E. Posterpreisverleihung beim DEGAM-Kongress … Z Allg Med 2005; 81: 514 – 516 515


(Stand: 11.11.2005)

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