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DEGAM-Kongress

DOI: 10.1055/s-2005-872581

DEGAM-Kongress

S. Dunkelberg DEGAM-Kongress DEGAM Congress DEGAM-Nachrichten Vom 29. September bis 1. Oktober 2005 fand der diesjährige, 39. Kongress der DEGAM statt, erneut in Potsdam. Er stand unter dem Motto „Evidenz und Praxisrealität“. Die drei eingeladenen Vorträge, Keylectures, befassten sich auf unterschiedliche Art und Weise mit diesem Spannungsfeld: Prof. Harald Abholz analysierte Studien, die zum Schluss kommen, dass der Hausarzt seine Aufgaben nicht ausreichend wahrnimmt und fand verschiedene Antworten auf seine Frage: „Was macht es so leicht, Hausärzte der fehlenden Sorgfalt zu überführen?“. Dr. Hanna Kaduszkiewicz ging auf das Spannungsfeld zwischen mangelnder Evidenz und täglichem Handeln ein. Und am Samstag erzählte PD Dr. Peter Jueni aus Bern die spannende Geschichte der Cox2-Hemmer und wie es zu der veränderten Bewertung kam. Das Seminar „PJ in der Allgemeinmedizin“ deckte offenbar einen wichtigen Bedarf, es war sehr gut besucht und die Teilnehmer fanden den Austausch hilfreich, muss doch nicht jeder das Rad neu erfinden. Hervorzuheben sind auch die Vorstellung der neuen Leitlinie Ohrenschmerzen durch Hans-Michael Mühlenfeld und Kristina Saal und die sich anschließende interaktive Fortbildung: „15 zuckersüße Lügen – Die häufigsten Fehlinformationen in der Diabetologie“ durch Günther Egidi. Für die Posterpräsentationen stand diesmal deutlich mehr Platz zur Verfügung. Auch viele Besucher, die nicht bis zu den Räumen der DEGAM durchdrangen, fanden sich im Hotelfoyer ein und studierten das ein oder andere Poster. Die Verleihung des ZFAPosterpreis erfolgte beim geselligen Abend. Hier sind die angenehme musikalische Untermalung durch die Swing Group Kiel, viele Ehrungen und die Übergabe der Zertifikate für den abge- schlossenen Professionalisierungskurs zu erwähnen. Am Anfang stand jedoch die Verleihung der Hippokratesmedaille an Dr. Mathias Gruhl. In seiner Laudatio hob Prof. Gerlach die Verdienste um die Allgemeinmedizin, aktuell sichtbar an der Mitwirkung beim Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Allgemeinmedizin hervor (ausführlicher Bericht auf Seite 512). Erfreulich war die im Vergleich zu den Vorjahren noch höhere Teilnehmerzahl von über 150 beim Abendessen. Dies lag sicher mit an der regen Beteiligung von Delegierten und Vorstandsmitgliedern des Hausarztverbandes. Auch die Zahl der Besucher der wissenschaftlichen Seminare erreichte mit 170 einen neuen Rekord, was die Veranstalter sehr freut. So waren die drei Räume, in denen das wissenschaftliche Programm in parallelen Sitzungen stattfand, meist gut gefüllt. Einen wichtigen Stellenwert hatten die kardiovaskuläre Prävention und das Konzept des Gesamtrisikos, die Kooperation mit dem Krankenhaus und anderen Berufsgruppen und evidenzbasierte Therapie. Neu war diesjährig eine Sitzung mit Kurzpräsentationen, unter dem Motto: „1 Folie in 5 Minuten“ ging es Schlag auf Schlag! Dank der Disziplin der Redner und Rednerinnen, nicht nur, aber auch in dieser Veranstaltung, konnte der Zeitplan gut eingehalten werden und die Pausen boten Gelegenheit zur Stärkung, weiteren Diskussion und zum Austausch. Wie immer war es schön, bekannte Kollegen wieder zu sehen und neue kennen zu lernen. Im nächsten Jahr steht die 40. Jahrestagung an, ein Grund zu feiern und wiederzukommen. Merken Sie sich schon mal den 21.–23.9.2006 vor! 511 Institutsangaben Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Korrespondenzadresse Dr. med. Sandra Dunkelberg · Fachärztin für Allgemeinmedizin · Institut für Allgemeinmedizin · Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf · Martinistr. 52 · 20246 Hamburg · E-mail: dunkelbe@uke.uni-hamburg.de Bibliografie Z Allg Med 2005; 81: 511 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York DOI 10.1055/s-2005-872581 ISSN 0014-336251


(Stand: 11.11.2005)

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