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Baum E, Dören M. Erkenntnisse und Empfehlungen zur postmenopausalen Hormontherapie. Z Allg Med 2010; 86: 230–235

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Barbaros Orhon

Leserbrief von Apotheker Barbaros Orhon

Als Bezieher Ihrer Zeitschrift ZFA nehme ich Bezug auf Ihren Artikel „Erkenntnisse und Empfehlungen zur postmenopausalen Hormontherapie" mit folgenden Leserfragen:

  • 1. Ist es nicht so, dass Östrogene selber keine Krebsauslöser sind, aber das Wachstum noch nicht sichtbarer aber vorhandenen Krebszellen beschleunigen, die ohne Östrogene erst nach 3–5 Jahre zu bemerken wären?
  • 2. Ist das Asthmarisiko der Frauen bei einer postmenopausalen Östrogenmonotherapie erhöht?

Antwort von Prof. Dr. med. Erika Baum und Prof. Dr. med. Martina Dören

Herzlichen Dank für Ihre kritische Nachfrage.

In unserem Körper entstehen ständig Krebszellen und deren Vorstufen. Sie werden in den allermeisten Fällen unbemerkt eliminiert. Östrogene können beispielsweise die Entstehung von Endometriumkarzinomen begünstigen. Östrogene werden als Promotoren von Tumoren angesehen, die durch rezeptorvermittelte Wirkung die Wahrscheinlichkeit von Mutationen erhöhen. Es gibt auch Hinweise, dass Östrogenmetabolite direkt die DNA schädigen können.

Heute gibt es keine belastbaren Daten zu Asthmaerkrankungen bei Östrogenanwendung; es gibt aber einzelne Studien, die auf ein vermehrtes Risiko des Auftretens von Asthma bei Östrogenanwendung hinweisen. Bei Verschlimmerung eines bestehenden Asthmas oder neu auftretenden entsprechenden Beschwerden sollte also tatsächlich diese mögliche Ursache bedacht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Erika Baum und Martina Dören

Korrespondenzadresse:

Barbaros Orhon

Brunnen-Apotheke

St. Annen-Straße 6

49624 Löningen

Korrespondenzadresse:

Korrespondenzadresse:

Prof. Dr. med. Erika Baum

Dresdener Str. 34, 35444 Biebertal

E-Mail: Baum064092007@t-online.de


(Stand: 27.12.2010)

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