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Fast 10 % aller hausärztlichen Patienten lösen verordnete Medikamente in der Apotheke nicht ein

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Jeder praktizierende Hausarzt hat so seine Vermutungen, wie ausgeprägt die Adhärenz (früher sagte man dazu Compliance) bei seinen medikamentös behandelten Patienten ist.

Unter primärer Non-Adhärenz (PNA) versteht man, wenn eine Person die empfohlene Behandlung gar nicht erst beginnt und sekundäre Non-Adhärenz liegt vor, wenn ein Patient (absichtlich oder nicht) z.B. eine Behandlung unterbricht oder Dosen auslässt bzw. reduziert.

In Dänemark, aber auch in Schweden und anderen skandinavischen Ländern, existiert eine Vielzahl von Registern, in denen alle möglichen Daten gesammelt werden (das macht diese Länder auch – wie schon öfter angemerkt – zur Traumregion epidemiologischer Forscher). Die Auto ren der nachfolgend vorgestellten Arbeit nutzten Zahlen sowohl des dänischen Registers für verschriebene Arzneimittel (Danish National Prescription Register) als auch die landesweite allgemeinmedizinische Datenbank (Danish General Practice Database) und berechneten daraus die Rate an primärer Non-Adhärenz (PNA) zwischen Januar 2011 und August 2012.

In diesem Zeitraum erhielten 146.959 hausärztliche Patienten 307.678 neue Verordnungen rezeptiert. Die Gesamtrate an PNA betrug dabei 9,3 % – besonders wenig adhärent waren Personen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren.

Pottegård A, Christensen Rd, Houji A, et al. Primary non-adherence in general practice: a Danish register study. Eur J Clin Pharmacol 2014; 70: 757–763

Foto: fotolia/william87


(Stand: 18.11.2015)

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