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Harald Abholz – Dank für 24 Jahre Arbeit als Herausgeber der ZFA

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Michael M. Kochen

Harald Abholz, seit 1991 als Herausgeber unserer Zeitschrift tätig, hat sich kürzlich mit einem sehr persönlichen Text von den Leser/innen der ZFA verabschiedet.

Nun ist es an uns verbleibenden Herausgebern, Harald zu danken.

1945 geboren, hat er bis 1971 in Berlin Medizin studiert und dort auch die Weiterbildungen zunächst zum Facharzt für Innere Medizin, danach zum Facharzt für Allgemeinmedizin absolviert.

Sein erster Arbeitsplatz war für 13 Jahre die Innere Medizin des Klinikums Benjamin Franklin der Charité, die damals noch als Klinikum Steglitz der Freien Universität (FU) firmierte. Von 1980 bis 1984 war er dort Oberarzt. 1984 folgte die Niederlassung als Allgemeinarzt in Berlin-Schöneberg.

Diese nüchterne Aufzählung lässt wichtige Stationen aus, die Harald entscheidend beeinflusste und die ihn wiederum maßgeblich prägten. Zu nennen sind

seine Lehraufträge für Sozialmedizin und Public Health, bzw. Klinische Epidemiologie, die er mehr als 20 Jahre sowohl an der FU (später an der Charité) als auch an der Technischen Universität Berlin wahrnahm.

Sein Lehrauftrag für Allgemeinmedizin (von 1987 bis 1998; FU bzw. Charité).

Seine Tätigkeit als Herausgeber des „Jahrbuchs für Kritische Medizin“ (einer im ganzen Land bekannten, sozialmedizinischen Zeitschrift), die er 1971 begann und 26 Jahre (!) lang beibehielt.

Er war viele Jahre lang für die Weiterbildung Allgemeinmedizin an der Ärztekammer Berlin verantwortlich, hat den Bundesverband der Betriebskrankenkassen beraten, im Herausgeberkreis des European Journal of General Practice gewirkt und war wissenschaftlicher Leiter der „Südtiroler Akademie für Allgemeinmedizin“.

1998 erfolgte der Ruf als Professor für Allgemeinmedizin an die Universität Düsseldorf (Emeritierung 2012). Im selben Jahr wurde Harald zum Präsidenten der DEGAM gewählt, was er für zwei Legislaturperioden blieb, gefolgt von sechs Jahren als Vizepräsident und aktuell als Alterspräsident.

Wenn man sich diesen eindrucksvollen Lebenslauf ansieht, versteht man auch, was Harald thematisch immer fasziniert und was er in einer sehr individuellen Weise den Leser/innen der ZFA übermittelt hat. Hier eine begrenzte, subjektiv gefärbte Auswahl:

Gesundheitspolitik und ihre Auswirkung auf hausärztliches Handeln;

Gemeinwohl versus Wohl des Einzelnen;

Fragen nach den Besonderheiten, der Notwendigkeit und der Berechtigung unseres Faches;

Qualitätsindikatoren in der hausärztlichen Versorgung;

Nutzen und Schaden von Screeninguntersuchungen;

Diabetes mellitus.

Trotz Beendigung seiner Herausgeberschaft bei der ZFA wird Harald Abholz der Allgemeinmedizin weiter mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Zunächst einmal kann er sich der hausärztlichen Patientenversorgung (in einer Gemeinschaftspraxis) jetzt mit noch mehr Energie widmen als zu Zeiten vieler paralleler Belastungen. Der ZFA bleibt er als Berater und Gutachter erhalten und die DEGAM wird er weiterhin als Leitlinienautor unterstützen.

Die Herausgeber der ZFA danken Harald Abholz für fast ein Vierteljahrhundert intensiver Arbeit in der Zeitschrift unserer Fachgesellschaft, für seine Kreativität, seine kritischen Reflexionen, seinen geschärften, zukunftsorientierten Blick und seine das Fach prägenden Spuren.

Wir verbinden unseren Dank mit allen guten Wünschen für persönliches Wohlergehen und stabile Gesundheit!

für die Herausgeber der Zeitschrift für Allgemeinmedizin

Abbildungen:

Prof. Dr. med. Heinz-Harald Abholz


(Stand: 18.11.2015)

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