Loading...

ZFA-Logo

Screening auf Pankreaskarzinom?

PDF

Das Pankreaskarzinom kommt in der Bevölkerung zwar selten vor, zählt jedoch zu den onkologischen Erkrankungen mit einer hohen Letalität: Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt weniger als 20 %; nur bei 30 % der betroffenen Patienten wird überhaupt noch eine Resektion versucht.

Schwedische Wissenschaftler haben erkundet, was ein Screeningprogramm in Form eines Magnetresonanztomogramms (MRT) für die 10 % der Erkrankten bringt, die ein familiär erhöhtes, meist genetisch bedingtes Risiko aufweisen. 40 Patienten (mittleres Alter 50 Jahre; 24 Frauen), in deren Familien bis zu fünf Personen betroffen waren, wurden innerhalb eines Jahres rekrutiert. Bei 16 Patienten (40 %) fanden sich pathologische Veränderungen im Pankreas, darunter drei Karzinome. Fünf Personen wurden operiert.

Die durch die Studie nicht beantwortete, entscheidende Herausforderung bleibt, für die 90 % der Personen, die ein sporadisches Pankreaskarzinom bekommen, zumutbare und bezahlbare Früherkennungsuntersuchungen zu entwickeln. Ob ein jährliches MRT oder eine Sonografie dafür von Nutzen sein können, werden künftige Untersuchungen zeigen.

Del Chiaro M, Verbeke CS, Kartalis N, et al. Short-term results of a magnetic resonance imaging-based swedish screening program for individuals at risk for pancreatic cancer. JAMA Surg 2015; 150: 512–8. Frei unter http://jamanetwork.com/journals/jamasurgery/fullarticle/2213721

Foto: Fotolia/Robert Kneschke


(Stand: 14.11.2016)

Als Abonnent können Sie die vollständigen Artikel gezielt über das Inhaltsverzeichnis der jeweiligen Ausgabe aufrufen. Jeder Artikel lässt sich dann komplett auf der Webseite anzeigen oder als PDF herunterladen.