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Jahreskongress lockt Medizinstudierende nach Düsseldorf

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Laura Lunden


Jung, motiviert, wissenschaftlich interessiert: Rund 120 Medizinstudierende prägten das Bild auf dem 51. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin in Düsseldorf. 40 dieser Studierenden sind Mitglieder der DESAM-Nachwuchsakademie (DESAM = Deutsche Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) und nahmen im Rahmen Ihrer dreijährigen Förderung durch die Stiftung am Kongress teil. Dabei profitierten Sie von den abwechslungsreichen Themen des Kongresses und zum Beispiel einer eigens auf sie zugeschnittenen Themenreihe „Junge Allgemeinmedizin“.

Während der im Mai aufgenommene neue Jahrgang wieder an einem exklusiven Workshop zum Thema „Forschung in der Allgemeinmedizin“ teilnehmen durfte, organisierten einige Teilnehmer der älteren Jahrgänge wieder selbstständig Workshops: Laura Lunden leitete das beliebte „Studentenplenum“ und Philipp Skatulla bot einen Studenten-Workshop zum Thema „Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeit – Wissen, Erkennen, Handeln“ an. Lesen Sie im Folgenden den Erfahrungsbericht von Laura Lunden*.

Studentenplenum – Fünf Sterne für die Willkommenskultur

120 Studierende nahmen dieses Jahr am DEGAM-Kongress teil. Was genau war es, das sie aus ganz Deutschland nach Düsseldorf gelockt hat? Was macht die Allgemeinmedizin besonders und warum interessieren sich Studierende dafür? Das haben wir die knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Studentenplenums in einer offenen Diskussion gefragt.

Zunächst wurde den Studierenden kurz erklärt, was genau die DEGAM ist und wie sich die DESAM von ihr unterscheidet. Außerdem wurde darüber gesprochen, wie die DEGAM interessierte Medizinstudierende unterstützt und wo man sich über Famulatur und Weiterbildung informieren kann. Sebastian Möller (Medizinstudent im 12. Semester an der TU Dresden, Mitglied der DESAM-Nachwuchsakademie) berichtete anschaulich über seinen sehr persönlichen Weg mit der DEGAM und seine dadurch gewonnenen Erfahrungen.

Im Anschluss fragten wir die Studierenden: Warum nehmt ihr eigentlich am Kongress teil? Viele sagten, er gäbe einen Motivationsschub für das oft theoretische Studium. Auf dem Kongress könnten sie ohne den Druck einer Prüfung lernen. Sie träfen Bekannte, zum Beispiel Mentoren aus vergangenen Famulaturen und vernetzten sich mit zunächst Unbekannten, etwa Studierenden mit ähnlichem Interesse an der Allgemeinmedizin und Fachärzten, die Tipps zu ihrem Karriereweg geben könnten.

Was macht das Fach Allgemeinmedizin attraktiv? Einige Studierende meinten, das Fach Allgemeinmedizin hebe sich von anderen ab, weil es sie als Längsschnittfach über viele Semester hinweg begleite. Es thematisiere nicht nur die Nähe zum Patienten, sondern mache sie im praktischen Unterricht erlebbar. Andere merkten an, es schrecke viele Kommilitonen ab, dass das Fach vor allem durch politische Interessen sehr präsent sei und aggressiv beworben werde. Auf eine Feststellung einigten sich alle Teilnehmer des Plenums: Das Besondere an der Allgemeinmedizin sei die Willkommenskultur, die auch auf dem Kongress zu spüren sei. Man sei als Studierender eine Person, der kollegial auf Augenhöhe begegnet werde, deren individuelle Fähigkeiten geschätzt und gefördert werden.

Als Fazit lässt sich feststellen: Allgemeinmedizin kann begeistern! Die Studierenden schreiben ihren Mentoren in Famulaturen und den Dozenten in der Uni einen ganz wichtigen Stellenwert bei der Motivation für das Fach zu – und diese Vorbildfunktion sollte genutzt werden. Das Interesse an ihrem eigenen Fach und das positive Auftreten auf Augenhöhe locken mehr als alle anderen Qualitäten des Fachgebiets.

* Ein Video von ihr zu ihrem Workshop finden Sie auf dem YouTube-Kanal der DESAM: www.youtube.com/channel/UCB1BpM1Rbc4O9LJTChzJOGQ


(Stand: 15.11.2017)

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