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Vorbeugende Maßnahmen bei chronischer, unkomplizierter Divertikulose/ Divertikelkrankheit

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Nik Koneczny, Andreas Sönnichsen

Frage

Eine 64-jährige adipöse Patientin klagt über rezidivierende linksabdominale Schmerzschübe. Die körperliche Untersuchung, Entzündungsdiagnostik und die Abdomensonografie sprechen für eine chronische, unkomplizierte Divertikelkrankheit. Sie fragt, was sie selber tun könne, um den immer wieder auftretenden entzündlichen Schüben und Beschwerden vorzubeugen, oder ob es eine medikamentöse Behandlung gäbe.

Antwort

Eine belastbare Evidenzbasis für vorbeugende Maßnahmen bei Divertikulose liegt nicht vor. Zur Primärprophylaxe der Divertikulitis werden regelmäßige körperliche Aktivität, Anstreben von Normalgewicht und ballaststoffreiche, vegetarische Kost empfohlen. Auch für eine Sekundärprophylaxe der rekurrierenden Divertikulitis (Ernährung, Lebensstil, körperliche Aktivität, Ballaststoffe, Medikamente [Mesalazin, Probiotika, Rifaximin]) fehlt belastbare Studienevidenz. Dennoch können diese Interventionen individuell und probatorisch im hausärztlichen Bereich angewandt werden, insbesondere, bevor eine chirurgische Behandlung in Erwägung gezogen wird.

1 Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Universität Witten/Herdecke 2 Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien

Hintergrund

Die Prävalenz der Divertikulose scheint zuzunehmen. Auch jüngere Menschen sind häufiger betroffen als früher. In den westlichen Industrienationen sind zwischen 28–45 % der Gesamtbevölkerung und über 60 % der über 70-Jährigen betroffen [1]. Die S2k-Leitlinie Divertikelkrankheit/Divertikulitis...


(Stand: 19.11.2018)

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