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Der Nutzen von Augenhintergrund-Screening bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2

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Nik Koneczny, Andreas Sönnichsen

Frage

Das DMP Diabetes mellitus Typ 2 gibt eine regelmäßige augenärztliche Routineuntersuchung bei hinsichtlich des Visus asymptomatischen Patienten vor. Gibt es Evidenz für den Nutzen dieser Untersuchung?

Antwort

Studien und Leitlinien zeigen: Das Screening trägt dazu bei, krankhafte Netzhautveränderungen bei Patienten mit Diabetes mellitus frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die frühzeitige Behandlung verhindert bzw. verzögert nachweislich Sehverschlechterung und Erblindung. Es gibt keine direkte Evidenz aus randomisiert kontrollierten Studien für die Screeninguntersuchung. In Anbetracht der indirekten Evidenz würde sich allerdings eine randomisiert kontrollierte Studie aus ethischen Gründen verbieten. Eine kritische Evaluation des Screening-Intervalls ist bei eingeschränkter Spezifität der Untersuchung vor allem im Frühstadium des Diabetes mellitus geboten, um falsch positive Befunde zu reduzieren.

1 Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Universität Witten/Herdecke 2 Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien

Hintergrund und Epidemiologie

Die diabetische Retinopathie ist eine der Spätkomplikationen des Diabetes mellitus, sowohl bei Typ 1 als auch bei Typ 2. Sie ist die häufigste Ursache für eine Erblindung in der arbeitsfähigen Bevölkerung in den Industriestaaten. Patholphysiologisch sind eine Mikroangiopathie...


(Stand: 19.11.2018)

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