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Hausarztzentrierte Versorgung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen – Ergebnisse aus Baden-Württemberg

DOI: 10.3238/zfa.2018.0454-0460

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Felix Wicke, Kateryna Karimova, Petra Kaufmann-Kolle, Ferdinand M. Gerlach, Martin Beyer

Schlüsselwörter: Primärversorgung Versorgungsforschung hausarztzentrierte Versorgung kardiovaskuläre Krankheiten


Flussdiagramm Gruppenzuordnung. Nach der Anwendung der Ausschlusskriterien und der Plausibilitätskontrolle wurden aus den Hauptvergleichsgruppen (HZV/Regelversorgung) alle Patientinnen und Patienten mit den jeweiligen kardiologischen Diagnosen ausgewählt.

Hintergrund: Die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) soll als Versorgungsmodell die Rolle der hausärztlichen Primärversorgung stärken. Durch eine optimierte hausärztliche Versorgung sind Verbesserungen bei Behandlungsqualität und Behandlungsergebnissen, insbesondere bei chronischen Krankheiten, zu erwarten. Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der HZV in Baden-Württemberg auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen zu untersuchen.

Methoden: Die Auswertung basiert auf einer retrospektiven Kohortenstudie bei Patientinnen und Patienten mit kardiovaskulären Krankheiten (koronare Herzkrankheit, chronische Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern oder Myokardinfarkt) auf Grundlage von Routinedaten der AOK Baden-Württemberg. Es werden HZV-Versicherte mit Regelversorgungsversicherten verglichen. Dazu werden verschiedene Qualitäts- und Ergebnisindikatoren verwendet. Die Auswertung erfolgt deskriptiv und mittels multivariater Regressionsmodelle zur Adjustierung von relevanten Einflussfaktoren.

Ergebnisse: Bei der Versorgung chronischer kardiovaskulärer Erkrankungen (koronare Herzkrankheit, chronische Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern) zeigen sich Vorteile in der HZV-Gruppe gegenüber der Regelversorgungsgruppe. Lediglich für Patientinnen und Patienten nach akutem Myokardinfarkt fand sich kein Vorteil in der HVZ-Gruppe.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass eine optimierte hausärztliche Versorgung im Rahmen der HZV zu Verbesserungen von Behandlungsqualität und Behandlungsergebnissen bei chronischen kardiovaskulären Krankheiten führen kann.

1 Institut für Allgemeinmedizin , Goethe-Universität Frankfurt am Main 2 Institut für Angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen, AQUA-Institut, Göttingen Peer-reviewed article eingereicht: 07.06.2018, akzeptiert: 25.07.2018 DOI 10.3238/zfa.2018.0454–0460

Hintergrund

Die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) wurde zur Stärkung der Rolle der hausärztlichen Primärversorgung durch den deutschen Gesetzgeber eingeführt (§73b SGB V). Dabei wurde die HZV an die Besonderheiten des...


(Stand: 19.11.2018)

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