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Kostner S. Finasterid bei der Benignen Prostata Hypertrophie (BPH)/Lokale Antimykotika bei Onychomykose. Z Allg Med 2011; 87: 390–392/398–399

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Leserbrief von Dr. med. Bernhard Lache

Zu den beiden Artikeln von Herrn Kostner über „Finasterid“ sowie die „Therapie der Onychomykose“ möchte ich kritisch anmerken, dass unerwünschte Wirkungen bzw. Risiken der Pharmakotherapie gar nicht bzw. nur unspezifisch („perorale Langzeitbehandlungen (mit Antimykotika) ... mit deutlich mehr Risiken verbunden“) erwähnt werden. Um eine Pharmakotherapie beurteilen zu können, müssen die Risiken jedoch zwingend bekannt sein (die Information darüber ist ja auch in allen unabhängigen Pharma-Bulletins so üblich). Die Darstellungen von Hr. Kostner sind hier bei sonst guter Darstellung defizitär.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Bernhard Lache

Buntentorsteinweg 42

28201 Bremen

E-Mail: bernhard.lache@gmx.de

Antwort von Simon Kostner

Jede Therapie hat Risiken und jede Pharmakotherapie unerwünschte Wirkungen, da hat Dr. Lache vollkommen recht. Bei den Fragen im EbM-Service haben wir uns zum Ziel gesetzt, eine präzise Frage zu beantworten. Die Antwort auf die Frage, ob „Finasterid die Notwendigkeit operativer Eingriffe auf die Prostata vermindert“, beschränkt sich auf die Ergebnisse zu dieser spezifischen Fragestellung. Eine komplette Abhandlung zu Nutzen und Risiken des Medikamentes Finasterid würde den Rahmen der Zielsetzung sprengen, und wir gehen davon aus, dass der verschreibende Arzt um die unerwünschten Wirkungen und Risiken der Therapie weiß. Bei der Frage, ob „lokale Antimykotika bei der Onychomykose wirksam sind“, wird auf die besonderen Nebenwirkungen und Risiken einer systemischen Antimykotika-Therapie eigens hingewiesen, obwohl die systemische Therapie nicht Gegenstand der Fragestellung ist. Eine systematische Übersichtsarbeit zur Onychomykose, zu deren Behandlungen und daraus folgenden Nutzen, Wirksamkeit, unerwünschten Wirkungen und Risiken, trauen wir uns im Rahmen des EbM-Services weder zu, noch möchten wir den Lesern die Länge der Abhandlungen zumuten. In den Leitlinien der Quellenangabe – denn wir stützen uns vorrangig auf Leitlinienempfehlungen, und nur wenn diese fehlen, suchen wir in der Sekundär- oder Primärliteratur – kann der interessierte Leser sämtliche Aspekte zum Thema vertiefen.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Simon Kostner

Südtiroler Akademie für Allgemeinmedizin

Wangergasse 18, I-39100 Bozen

E-Mail: simon.kostner@tin.it


(Stand: 15.12.2011)

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