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Wohin mit Tamiflu?

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Manche Leserinnen und Leser fragen sich zu Beginn der Winter- und Grippesaison, was mit den bereits vor Jahren angelegten Vorräten an oralen Grippemitteln geschehen ist.

„Wohin mit Tamiflu“ lautete ein kurzer Kommentar im Arzneimittelbrief, der sich mit der abgelaufenen Haltbarkeitsdauer des (ziemlich unwirksamen) Anti-Influenza-Mittels Oseltamivir beschäftigt.

Die 2005 von deutschen Politikern für Millionenbeträge angeschafften Vorräte müssen nämlich – wenn man den deklarierten Haltbarkeitskriterien Glauben schenken will – noch bis zum Ende des Jahres 2012 entsorgt werden. Und da macht die Herstellerfirma Roche das großzügige Angebot, die abgelaufenen Packungen „unentgeltlich“ zurückzunehmen ... wenn die Behörden im Austausch ihre Vorräte erneuern. Ja, Sie haben richtig gelesen und müssen Ihre Lesebrille nicht erneuern …

Der Arzneimittelbrief vermutet, dass nur Roche allein die wirkliche Haltbarkeitsdauer kennt, und könnte sich vorstellen, dass die Firma die zurückgenommenen Kapseln nach einer „Auffrischkur“ wieder an die Länder verkauft: das „Roche Recycling-Geschäftsmodell“.

Die Schweiz hat diese Spekulation bereits ad acta gelegt und ihre Bestände restlos verbrannt.

NN. Wohin mit Tamiflu? AMB 2012; 46: 40DB01

Foto: fotolia/Sandra Antunez


(Stand: 14.12.2012)

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