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Neue orale Antikoagulanzien bei Vorhofflimmern: Ist Nichtverordnung ein Behandlungsfehler?

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Die massive Bewerbung der neuen Antikoagulanzien hat bei einigen Kolleg/innen Verunsicherungen ausgelöst: Es wird gemutmaßt, dass Ärzte, die bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern „immer noch“ Phenprocoumon (Marcumar®, Generika) verordnen, im Fall eines Rechtsstreits Probleme bekommen könnten. Das arznei-telegramm geht auf diese Sorgen ein (1–2014: „Neue orale Antikoagulanzien bei Vorhofflimmern – ist Nichtverordnung ein Behandlungsfehler?“) und kommt zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • „Wir halten Cumarine weiter für den Standard, wenn bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern eine orale Antikoagulation indiziert ist.
  • Wenn unter Cumarinen nachweislich keine gute INR-Einstellung gelingt, regelmäßige INR-Kontrollen nicht möglich sind oder spezifische Kontraindikationen oder Interaktionsrisiken für Cumarine vorliegen, sehen wir in Apixaban (Eliquis®) derzeit die beste Alternative.
  • Rivaroxaban (Xarelto®) empfehlen wir aufgrund der Datenlage nicht. Für uns ist unverständlich und nur durch das forcierte Marketing erklärbar, dass es unter den neuen Mitteln die höchsten Verordnungszahlen aufweist.
  • Behauptungen, dass die neuen oralen Antikoagulanzien neuer Standard seien, erachten wir als Kampagne zur Verunsicherung der Ärzte, die den Absatz der teuren neuen Mittel fördern soll“.

NN. Neue orale Antikoagulanzien bei Vorhofflimmern – ist Nichtverordnung ein Behandlungsfehler? Arznei-telegramm 2014; 45: 13–14


(Stand: 11.12.2014)

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