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Abklärung erhöhter Leberwerte – Wie erleben gastroenterologische Fachärzte die Zusammenarbeit mit Hausärzten?

DOI: 10.3238/zfa.2018.0494-0499

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Michael Jansky, Julian Wangler, Marc Nguyen-Tat, Anita Arslanow, Peter R. Galle

Schlüsselwörter: Algorithmus Früherkennung Hausarzt Leber Transaminasen

Hintergrund: In der ambulanten Versorgung treten Leberwerterhöhungen als häufiger Zufallsbefund auf. Für eine effektive Diagnostik ist von Bedeutung, welche Leberwerte in welchen Konstellationen als Indikatoren Beachtung finden, wann Patienten zur weiterführenden Diagnostik überwiesen werden und inwiefern es eine funktionierende Kooperation zwischen Haus- und Facharztebene gibt. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen Haus- und Gebietsärzten hinsichtlich der Abklärung (unklar) erhöhter Leberwerte.

Methoden: In Rheinland-Pfalz und im Saarland erfolgte im Frühjahr 2018 eine Befragung gastroenterologischer Schwerpunktpraxen (N = 54). Der Beitrag fokussiert ausgewählte Ergebnisse, die insbesondere die Kooperation zwischen Haus- und Gebietsärzten betreffen.

Ergebnisse: Die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Facharztebene ist durch Herausforderungen geprägt. Gebietsärzte kritisieren die im Vorfeld von Hausärzten geleistete Abklärung und Diagnostik sowie den Überweisungszeitpunkt. Zudem erachten sie die Einführung eines strukturierten Diagnosealgorithmus in breiter Mehrheit als wichtigen Ansatz für die Verbesserung der Früherkennung und eine bessere Koordination zwischen den Versorgungsebenen.

Schlussfolgerungen: Die Befragung hat Schnittstellenprobleme zwischen Haus- und Gebietsärzten offengelegt. Ein validierter Diagnosealgorithmus zur Einordnung und Bewertung erhöhter Leberwerte kann ein wertvolles Instrument sein, um Hausärzte effektiv bei der Diagnostik zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit Gebietsärzten besser zu strukturieren.

1 Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie, Universitätsmedizin Mainz 2 I. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz 3 Cirrhose Centrum Mainz (CCM), Universitätsmedizin Mainz * Prof. Dr. Michael Jansky und Dr. Julian Wangler teilen sich die Erstautorenschaft. Peer-reviewed article eingereicht: 05.06.2018, akzeptiert: 30.06.2018 DOI 10.3238/zfa.2018.0494–0499

Hintergrund

In Deutschland sterben jährlich ca. 21.000 Menschen an den Folgen einer Lebererkrankung, davon mehr als...


(Stand: 14.12.2018)

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