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Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin im Spiegel ihrer Zeitschriftenliteratur (1998-2007)

DOI: 10.1055/s-2007-1022562

Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin im Spiegel ihrer Zeitschriftenliteratur (1998-2007)

44 Übersicht Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin im Spiegel ihrer Zeitschriftenliteratur (1998–2007)* Germanys Academic Family Medicine Re?ected in Its Publications (1998–2007) Autor Institut D. Borgers Abteilung für Allgemeinmedizin, Universitatsklinikum Düsseldorf Schlüsselwörter Allgemeinmedizin Publikationen Bibliometrie Zitatanalyse Scopus Deutschland Key words General Practice Germany Citation Analysis Scopus Bibliometric Data Zusammenfassung & Hintergrund: Wissenschaftlicher Erfolg wird heute wesentlich durch die Reputation von Beiträgen in Zeitschriften mit hohem Impact-Faktor erreicht. Diese Methode beinhaltet jedoch einen Bias zugunsten der angloamerikanischen Wissenschaftsgemeinde. Die Existenz neuer Datenbanksysteme wie Scopus gibt die Möglichkeit einer universelleren Betrachtung jenseits des Science Citation Index. Daher wird eine Analyse der wissenschaftlichen Zeitschriften-Veröffentlichungen der universitären deutschen Allgemeinmedizin der Jahre 1998–2007 mithilfe des Scopus-Systems vorgenommen. Methoden: Es werden Recherchen innerhalb der Möglichkeiten des Scopus-Systems für die 33 allgemeinmedizinischen Abteilungen oder Lehrbereiche durchgeführt, inklusive einer Zitat-Analyse in Bezug auf meistzitierte Arbeiten, Zeitschriften usw. Mit Hilfe des Suchfeldes „Af?liation“ wird dabei eine Zuordnung der Arbeiten mit mehreren Wortvarianten vorgenommen. Ergebnisse: Innerhalb des untersuchten Zeitraums von 1998–2007 wurden 714 Orignalarbeiten, Übersichten und Kurzberichte veröffentlicht und sind in Scopus repräsentiert, davon 425 Originalarbeiten, 206 Übersichten, 83 Kurzberichte und 193 Editorials usw. Diese Beiträge werden inklusive der Selbstzitate 1820-mal zitiert, unter Ausschluß der Selbstzitate 1414-mal. Die 714 Arbeiten beinha1ten 11987 Referenzen. Das Hauptpublikationsorgan ist die Zeitschrift für Allgemeinmedizin gefolgt von anderen deutschen und englischen Zeitschriften. * gewidmet Prof. Dr. med. Otto Nacke (1915-2006) dem Gründer und Schriftleiter der Zeitschrift “Methods of Information in Medicine” bzw. ihrer Vorläufer. Gründer des Institutes für Dokumentation und Information über Sozialmedizin und Öffentliches Gesundheitswesen (IDIS) in Bielefeld, aus dem die erste Fakultät für Gesundheitwissenschaft hervorging, sowie der Datenbank SOMED. Abstract & Background: Scienti?c success today depends to a large part on the reputation of articles in prestigious journals. The system of impact-factors however is biased towards anglo-american scienti?c circles. The introduction of a new databank-systems like Scopus, aside from the Science Citation Index, gives the opportunity to a more universal approach. Therefore an analysis of the scienti?c output of the German primary care research between 1998–2007 is performed with the new Scopus-system. Methods: Several queries in the Scopus-system with regard to the 33 university departments/ teaching units of general practice are performed, including a citation analysis with regard to journals, citations, authors, most cited papers etc. The af?liation-?eld of the Scopus-system is used with regard to the appropriate terms in German and English wording. Results: Within the time-frame 1998–2008 714 original articles, reviews and short surveys have been published and are represented in Scopus. 425 original texts, 206 reviews, 83 short surveys and in addition 193 editorials, letters etc. 22 % are in English-language journals. These articles are cited 1414 times without self-citations and 1820 times when self-citations are included. The 714 articles are citing 11987 references. Main journal of publication is the Zeitschrift für Allgemeinmedizin followed by other German and to a lesser degree English journals. Conclusions: The Scopus-system is well-suited to overcome the anglo-american citation bias and is better depicting German academic General practice. Peer reviewed article eingereicht: 19.12.2007 akzeptiert: 31.12.2007 Bibliogra?e DOI 10.1055/s-2007-1022562 Online-Publikation: 2008 Z Allg Med 2008; 84: 44–50 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York ISSN 1433-6251 Korrespondenzadresse Prof. Dr. D. Borgers Abteilung für Allgemeinmedizin Universitätsklinikum Düsseldorf Moorenstraße 5 40225 Düsseldorf dieter@borgers.info Borgers D. Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin … Z Allg Med 2008; 84: 44–50 Übersicht 45 Schlussfolgerungen: Das Scopus-System ist gut geeignet den Bias in bibliometrischen Analysen mit europäischem wissenschaftlichen Hintergrund zu überwinden. Einleitung & Der formale Nachweis wissenschaftlicher Literatur ist heute zu einem der wesentlichsten Kriterien für wissenschaftlichen Erfolg geworden und die evidenzbasierte Medizin hat die umfassende, systematische Literatursuche für Reviews zur P?icht gemacht. Der „Nachweis“ von Literatur und die Zuordnung zu bestimmten Autoren oder Institutionen ist durch die Weiterentwicklung von Datenbanken (Medline, Embase, Science Citation Index und neuerdings Scopus) sehr vereinfacht worden. Der angloamerikanische Selektions- und Sprach-Bias von Medline und des Science Citation Index führte bisher zu einer Teil-Ausblendung nicht nur der europäischen Wissenschaften, sondern insbesondere in den kulturell determinierten Domänen wie der Allgemeinmedizin zu fast einer Nicht-Sichtbarkeit derselben [1]. Zudem ist es über diese Datenbanken zu einer Verschiebung im Bild des Spektrums der publizierten Arbeiten gekommen: Arbeiten waren um so eher „sichtbar“, d. h. über die genannten Datenbanken auf?ndbar, je mehr sie „spezialistisch“ oder „medizinisch“ (allerdings nicht allgemeinmedizinisch) orientiert waren und in englischsprachigen Zeitschriften publiziert waren. Die deutsche wissenschaftliche Allgemeinmedizin bestand zu Anfang der hier untersuchten Zeitperiode aus einem halben Dutzend Abteilungen mit Forschungspotenz – selbst wenn es durchgehend nur kleine Abteilungen mit 1 bis 2 Assistentenstellen waren. Zu Ende der Zeitperiode sind es ein Dutzend Abteilungen mit jeweils zwischen 2 und 3 Assistentenstellen – Drittmittelstellen nicht mitgerechnet. Eine internationale Orientierung bei den Publikationen ist zu Beginn der hier gewählten Untersuchungsperiode bestenfalls von 2 Abteilungen erfolgt; heute betrifft dies alle Abteilungen. Die Bibliometrie ist selbst erst in dieser Zeit zur Blüte gekommen und sie beein?usst heute entscheidend wissenschaftliche Reputation und die Verteilung von Ressourcen an den Hochschulen, bei Förderern und in der wissenschaftspolitischen Prioritätensetzung [1]. Mit Scopus (weiterentwickelt aus Excerpta medica und Embase) steht seit einem Jahr ein auf Europa zugeschnittenes Nachweissystem für alle Wissenschaften zur Verfügung. Die Datenbank Scopus gehört dem Verlag Reed-Elsevier und muss kostenp?ichtig abonniert werden. Scopus enthält alle Excerpta-medica-Dokumente, alle Medline-Dokumente und viele zusätzliche Informationen aus allen Wissenschaften. In Scopus sind ca. 700 wissenschaftliche Beiträge der deutschen universitären Allgemeinmedizin aufzu?nden. Dies sind sicher nicht alle wissenschaftliche Arbeiten, aber für eine bibliometrisch-quantitative Analyse ist eine annähernde Vollständigkeit (z. B. >90 % aller Arbeiten) ausreichend. Nicht vertreten sind andere Publikationen außerhalb von Zeitschriften, also Bücher, Dissertationen, Forschungsberichte und Habilitationen. Auch sind in den Datenbanken nicht alle Zeitschriften vertreten, die das Adjektiv „wissenschaftlich“ tragen; dies gilt z. B. für eher sozialwissenschaftliche Zeitschriften. Umgekehrt drücken sich in den „wissenschaftlichen Literaturdatenbanken“ auch historisch und kulturell gewachsene Verhältnisse aus, etwa wenn bestimmte Zeitschriften registriert bleiben, die vor Jahren noch wissenschaftlicher waren, inzwischen aber an Niveau verloren haben. Teilweise haben sich die Maßstäbe für Wissenschaftlich- keit gewandelt – zum Vorteil für Zeitschriften, die aufgenommen wurden, als noch ein niedrigerer Maßstab galt. Der Ruf eines Wissenschaftlers (der eventuell auch zur Berufung führte) oder der einer Abteilung beruhte vor noch nicht allzu langer Zeit auf einem kommunikativ sich herstellenden Urteil, manchmal nur einer Meinung bzw. einem Gerücht mit allenfalls partieller Evidenz-Unterfütterung. Der heutige Impact-Formalismus kulminiert zwar in einer harten Ziffer, die aber ebenfalls einen extremen Bias haben kann, weil Zeitschriften und PeerReviews selbst historisch gewachsene Strukturen beinhalten, die zur Exklusion tendieren [2]. Je weiter sich jemand sprachlich, kulturell und habituell außerhalb dieser Strukturen be?ndet, desto höher werden die Mauern. Der Eintritt wird mit einer Art pervertierter Fixierung auf den Erwerb von „Punkten“ erkauft, welcher die Innovationskraft von Wissenschaft lahm zu legen droht [3]. Wie es das Gutachten zur Hochschulmedizin in NRW 2006 belegt, ist der geforderte Untergang der Allgemeinmedizin die logische Folge, wenn ein formaler, dann zudem nicht der deutschen Situation angemessener Maßstab, wie die Impact-Punkte-Bewertung, angelegt wird [4]. Methoden & Mithilfe der seit kurzem verfügbaren Datenbank Scopus werden im folgenden die Publikationstätigkeit, der Zitationserfolg und andere Kennzahlen der deutschen universitären Allgemeinmedizin in einer bibliometrischen Analyse der letzten 10 Jahre quantitativ dargestellt. Die Methodik der Untersuchung ist dabei auf die formalen Auswertungsmöglichkeiten der Datenbank angewiesen. Nur die Eintragungen der dort vorhandenen Felder können sortiert werden. De?nitionsgemäß ist der Artikel selbst als Text nicht enthalten, da dieser dem Copyright einzelner Verlage unterliegt und nur auf deren Webseiten oder in deren Heften gefunden und gelesen werden kann. Damit ist klar: Es geht nicht um die Inhalte und Themen der aufgefundenen Arbeiten, sondern nur um Autoren, Abteilungen, Zitathäu?gkeiten etc. Besonders relevant für die Beurteilung ist die – in der aktuellen Verbesserung von Literaturnachweis-Datenbanken mögliche – Verknüpfung von einzelnen Artikeln mit den sie (in den Jahren nach ihrer Veröffentlichung) zitierenden Arbeiten. Die Datenbank muss dafür nicht nur Abstracts, Autoren, Abteilungen usw. abspeichern, sondern auch alle Referenzen des Beitrages. Damit kann die an der Zitierhäu?gkeit gemessene Bedeutung ( = Impact-Faktor) eines Artikels herausgefunden werden. Die Vollständigkeit der Ergebnisse einer Recherche in Bezug auf das intendierte Ziel ist entscheidend von den verwendeten Suchalgorithmen abhängig. Sie sollten in bibliometrischen Untersuchungen deshalb immer angegeben werden. Dabei ist unbedingt ein Vorwissen über die einschlägigen Begrif?ichkeiten nötig. Einrichtungen der Allgemeinmedizin kommen in verschiedener sprachlicher Form daher, als Abteilung, Institut, Lehrbereich, mit den Fachbezeichnungen Allgemein- bzw. Familienmedizin oder Primärversorgung. In englischen Veröffentlichungen werden deutsche Angaben oder ins Englische gebrachte Bezeichnungen benutzt (general practice, family medicine oder primary care). Im Folgenden werden die einzelnen verwendeten Suchalgorithmen dokumentiert und es wird jeweils auf Schwierigkeiten, d. h. ein mögliches Übersehen von Arbeiten oder deren Zuordnung hingewiesen. Eine Unschärfe am Rande, mit wenigen falschen Funden ist hinzunehmen. Borgers D. Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin … Z Allg Med 2008; 84: 44–50 46 Übersicht Veröffentlichungen allgemeinmedizinischer Universitätsabteilungen 1998–2007 & Um alle Veröffentlichungen der deutschen universitären Allgemeinmedizin in der Datenbank im 10-jährigen Zeitraum 1998– 2007 zu ?nden, wurde mit dem Feld „af?liation“, das die Adressen aller Autoren verwendet, gesucht. Wenn immer eine Abteilung/Lehrbereich unter den Autoren aufgeführt ist, wird diese Arbeit für die Abteilung/Lehrbereich gezählt; es wird keine Unterscheidung von Erstautor und anderen Autoren gemacht. Suchstrategie: AFFIL (Allgemeinmedizin Stadt) or (general practice Stadt) or (family medicine Stadt) or (primary care Stadt). Für München wurden die Ergebnisse einzeln und manuell den zwei dort existierenden Institutionen zugeordnet. Die Gesamtsuche verknüpft die einzelne Suchformeln mit „or“. Die Addition von Funden in Bezug auf die separate Suche für die einzelnen Abteilungen ergibt mehr Arbeiten als die mit „and“ verknüpfte Gesamtsuche. Bei über mehrere Abteilungen verteilter Autorenschaft wird die Arbeit bei der getrennten Suche entsprechend der Zahl beteiligter Abteilungen mehrfach aufgeführt. In wenigen Fällen führt dies dazu, dass ein Autor mitgezählt wird, ohne zu einer Universitätsabteilung zu gehören. Zusätzliche einschränkende Begriffe, wie Universität, führen zu dem Problem unterschiedlicher Begriffe derselben, wie Hochschule, Universitätsklinikum, Universitätsmedizin, Lehrauftrag aber auch department, unit usw. Die Nichtverwendung derartiger „einschränkender Begriffe“ erhöht die Sensitivität und senkt die Spezi?tät, d. h. sie führt zur Inkaufnahme einiger weniger falsch positiver Funde ( Tab. 1). 33 Abteilungen bzw. Lehrbereiche und Lehraufträge in Deutschland werden in die Analyse einbezogen. Ca. 700 Zeitschriftenbeiträge (Originalarbeiten, Übersichten, Kurzbeiträge) wurden von diesen 33 Einheiten publiziert, davon 177 in englischer und ganz wenige in französischer oder anderer Sprache. Hinzu kommen andere Beiträge wie Editorials, Briefe usw. mit 193 Nennungen. Üblicherweise werden für bibliometrische Analysen nur Originalbeiträge, Übersichten und Kurzberichte berücksichtigt. Der Anteil von 22 % ausländischen Arbeiten ist bemerkenswert und spiegelt die angloamerikanische Präferenz der Publizierenden wieder. Denn diese haben sich bei Publikation mit hoher Wahrscheinlichkeit an dem angloamerikanischen Erfassungssystem – Medline etc. – orientiert, weil hierüber „impact“ zu erwerben war und ist ( Tab. 2). Der dahinter steckende Kon?ikt ist bekannt: Publiziert man für die „eigene“ Allgemeinmedizinerschaft, dann bringt dies keinen Tab. 1 Bibliometrische Kennzahlen der deutschen wissenschaftlichen Allgemeinmedizin 1998–2007 714 Arbeiten 155 (22 %) in englischsprachigen Zeitschriften 425 Originalarbeiten 206 Reviews 83 Kurzberichte 193 Editorials etc. 1414 Zitierungen ohne Selbstzitate, 1820 mit Selbstzitaten 11987 angeführte Referenzen (in den 714 Veröffentlichungen) Zahl der Veröffentlichungen nach Zeitschriften Publikationsorgan Zeitschrift fur Allgemeinmedizin MMW Fortschritte der Medizin Zeitschrift fur Ärztliche Fortbildung u. Qualitatssicherung Notfall und Hausarztmedizin Deutsches Ärzteblatt Family Practice Gesundheitswesen Deutsche Medizinische Wochenschrift Forschende Komplementärmedizin u. klassische Naturheilkunde Medizinische Klinik Medical Science Monitor Patient Education and Counseling British Journal of General Practice Internistische Praxis Biologische Medizin Deutsche Zeitschrift fur Akupunktur European Journal of Clinical Pharmacology BMC Family Practice European Journal of General Practice International Journal of Clinical Pharmacology and Therapeutics Zeitschrift fur Gerontologie und Geriatrie Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren Neuroendocrinology Letters Suchtmedizin in Forschung und Praxis Fortschritte Der Neurologie und Psychiatrie Sozial und Präventivmedizin Atemwegs und Lungenkrankheiten BMC Health Services Research usw. Zahl der Veröff. 326 101 50 20 19 17 17 15 10 9 7 6 6 6 5 5 5 5 5 5 5 5 4 4 4 4 4 4 Impact-Faktor (2006) 1.6 0.6 1.4 0.3 1.6 1.8 1.9 0.2 2.0 0.6 0.5 0.9 0.5 1.0 1.2 Borgers D. Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin … Z Allg Med 2008; 84: 44–50 Übersicht 47 „impact“, publiziert man in den von Medline gelisteten Journalen, dann bringt es „impact“, isoliert aber tendenziell von den „eigenen“ Allgemeinmedizinern. Und: Es ist immer schwierig, Autoren zu einer Publikation in den nicht von Medline gelisteten deutschen Zeitschriften zu gewinnen, was das Bild der akademischen Allgemeinmedizin in Deutschland selbst blasser erscheinen lässt als es ist. Impact-Faktor: Die Berechnung des Impact-Faktors erfolgt auf Grundlage der in den vergangenen beiden Jahren veröffentlichten Artikel. Wenn also der Impact-Faktor einer Zeitschrift, nicht eines Autors, für das Jahr 2006 berechnet werden soll, erfolgt dies auf der Basis der in den Jahren 2005 und 2004 veröffentlichten und eben zitierten Artikel. Autoren, die in dieser Zeitschrift publiziert haben, können dann die der Zeitschrift zugeordneten Impact-Punkte für sich reklamieren. Es wird hier auf eine Hitliste der produktivsten Autoren – despektierlich manchmal auch Vielschreiber genannt – verzichtet. Weil in den Abteilungen häu?g – aber nicht immer und zwischen den Abteilungen zudem unterschiedlich – der jeweilige „Chef“ als Autor auftaucht, muss dieser allein schon deswegen ein „Vielschreiber“ sein. 13 Autoren haben in den 10 Jahren jeweils über 20 Arbeiten veröffentlicht, einschließlich solcher, in denen sie „nur“ Koautoren sind. Die dokumentierten Zahlen sind nur ein sehr ober?ächliches Maß für die Leistungsfähigkeit der Abteilungen und Lehrbereiche, zu unterschiedlich sind die Ressourcen und Bedingungen. Einige existieren erst seit erheblich weniger als 10 Jahren, andere bestehen nur aus quasi ehrenamtlichen Allgemeinmedizinern. Die wenigsten – waren und sind – ein Dutzend heute – Abteilungen mit 1 bis 3 Wissenschaftlerstellen. Ohne diese differenzierten internen Kenntnisse ist daher eine sachgerechte Interpretation der hier vorgelegten Befunde nicht möglich. Wenn in Deutsch publiziert wurde, dann geschah dies bevorzugt in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin (ZfA), dem nationalen Kommunikationsorgan der akademischen Allgemeinmedizin. Weit abgeschlagen folgen andere deutsche Zeitschriften aber auch allgemeinmedizinische englische Fachorgane und andere englische Zeitschriften ( Tab. 1). Die ZfA im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit & Die große Zahl und der hohe Prozentsatz aller Veröffentlichungen in der ZfA spiegelt ihre Rolle als Hausorgan der wissenschaftlichen Fachgesellschaft in Deutschland wider. Daneben existieren ausländische – fast ausschließlich angloamerika- Tab. 2 Die Abteilungen und Lehrbereiche der Allgemeinmedizin, ihre Veröffentlichungen und Zitierungen Originalarbeiten 63 47 62 53 31 29 19 17 22 8 16 7 11 6 9 7 3 6 3 3 2 4 3 3 2 3 2 1 0 0 0 Übersichten 36 48 16 20 11 15 22 14 11 5 5 9 4 2 2 2 3 2 1 1 1 2 0 0 1 0 0 1 0 0 0 Editorials/ Kurzbericht 43 44 14 15 28 15 8 12 8 27 4 3 2 3 2 4 2 5 4 5 1 4 1 1 0 1 0 1 0 0 Alle Arbeiten (3) 142 139 92 88 70 59 49 43 41 40 25 19 17 11 11 11 10 10 9 8 8 7 7 4 4 3 3 2 1 0 0 Englische Arbeiten 40 9 34 14 7 10 11 6 17 2 3 1 4 0 0 0 0 1 3 0 0 1 5 0 0 0 0 0 0 0 0 Zitierungen (2) 257 110 294 204 195 70 24 64 157 0 43 38 10 12 0 8 1 8 16 0 0 6 34 0 0 0 0 0 0 0 0 Abteilung/ Lehrbereich(1) Göttingen Düsseldorf Heidelberg Hannover Hamburg Marburg Frankfurt Freiburg Berlin Charité Leipzig Ulm Kiel Witten Aachen München LMU Bochum Münster Tübingen Essen Lübeck Mainz Bonn Köln Dresden Halle München TU Greifswald Magdeburg Saarland Giessen Würzburg (1) Abteilungen: Fettdruck (2) Zahl der Aufsätze, in denen Arbeiten der Abteilung zitiert wurden. Selbstzitate aller Autoren ausgeschlossen (3) Nach diesem Feld sortiert Borgers D. Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin … Z Allg Med 2008; 84: 44–50 48 Übersicht Tab. 3 Referenzen der publizierten Arbeiten und ihre häu?gsten Zeitschriften Häu?gkeit 422 219 216 205 196 169 147 138 123 116 86 85 74 69 63 59 59 58 53 53 49 Tab. 4 Häu?gkeit von Zitierungen nach zitierenden Zeitschriften Zeitschrift (zitierend) Zeitschrift für Allgemeinmedizin Zeitschrift für Ärztliche Fortbildung und Qualitatssicherung Medical Science Monitor Deutsche Medizinische Wochenschrift Gesundheitswesen British Journal of General Practice Psychiatrische Praxis Family Practice European Journal of Clinical Pharmacology Primary Care Respiratory Journal Medizinische Klinik Zeitschrift Fur Gerontologie Und Geriatrie Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz Patient Education and Counseling Internist Internistische Praxis European Journal of General Practice Neuroendocrinology Letters Nervenarzt Phytomedicine usw. Anzahl Zitierungen 102 49 25 23 21 17 14 14 13 11 11 11 10 10 9 9 9 9 9 9 Zeitschrift British Medical Journal Lancet Zeitschrift für Allgemeinmedizin Journal of the American Medical Association New England Journal of Medicine Strahlentherapie und Onkologie Family Practice British Journal of General Practice Annals of Internal Medicine Archives of Internal Medicine Circulation Zeitschrift fur Ärztliche Fortbildung und Qualitatssicherung Gesundheitswesen Deutsche Medizinische Wochenschrift Social Science and Medicine Cochrane Library Medical Care Journal of the American Geriatrics Society Journal of General Internal Medicine Journal of Family Practice Deutsches Ärzteblatt usw. usw. nische – Veröffentlichungen und Veröffentlichungen in anderen deutschen Zeitschriften. Bei den Arbeiten in englischer Sprache ist relevant, wie häu?g die Journale Family Medicine, BJGP und EJGP gewählt worden sind. Da ein großer Druck existiert, Impact-Punkte zu sammeln und in entsprechenden Zeitschriften Tab. 1 mit hohem Impact-Wert zu veröffentlichen, sind in auch die Impact-Faktoren aufgeführt. Veröffentlichungen in anderen deutschen Zeitschriften, die in Medline bzw. im Science Citation Index gelistet sind, werden selbstverständlich schon allein deswegen bevorzugt, weil hier eben auch „Impact“ zu erlangen ist. Am Rande sei bemerkt, dass die ZfA nach dem System der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) 0,2 Impact-Punkte künstlich zugeordnet bekommt. Referenzen und Zitatanalysen & Damit eine wissenschaftliche Arbeit eine reale Bedeutung erlangt, muss sie gelesen werden. Dazu ist die Zahl der Abonnenenten einer Zeitschrift relevant, wenngleich kaum jemand alles liest, was ihm die abonnierte Zeitschrift bietet. Weniger in der Medizin, als in anderen Wissenschaften sind die „Abonnenenten“ oft in der Mehrzahl Bibliotheken, so dass diese Zahl nicht (mehr) viel aussagt. Mit dem „Science Citation Index“ wurde es in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts populär, die Anzahl der Zitierungen einer Arbeit als Maßstab ihrer Bedeutung zu benutzen. Die Problematik dieses Ansatzes kann hier nicht im einzelnen dargelegt werden. Nur so viel sei gesagt: Texte, die viele benutzen müssen, weil sie z. B. epidemiologische Aussagen enthalten, werden häu?g in einleitenden Bemerkungen zitiert, ohne dass sie für die weiteren Ausführungen von Bedeutung sind. Und es gibt Zitier-Kartelle. Dennoch ist die Frage, wie häu?g ein Text zitiert wird, von großer Bedeutung. Es sagt etwas über gewecktes Interesse aus. Und umgekehrt sind auch die Zitate, die in Artikeln gewählt werden, von Interesse: Es sagt etwas zur Orientierung der diese Zeitschriften zitierenden Autoren aus. Daher ist es interessant zu sehen, welche Referenzen in den Literaturlisten deutscher allgemeinmedizinischer Arbeiten selbst auftauchen. In den 714 veröffentlichten Arbeiten der deutschen universitären Allgemeinmedizin, die in Scopus vertreten sind, werden 11987 Quellen zitiert. Diese verteilen sich auf die Zeitschriften wie folgt ( Tab. 3). Die eigenen Referenzen zeigen, auf wen man seine Argumente stützt, woher das Vorwissen kommt und in welcher Kommunikationsgemeinschaft man sich mit der Arbeit überhaupt be?ndet. Hier wird die angloamerikanische Präferenz nochmals deutlich. Dass die ZfA bei den Zitierungen den ersten Platz einnimmt, braucht nicht weiter erklärt werden: sie ist der natürliche und angemessene Kommunikationsmittelpunkt – leider ohne of?zielle Impact-Punkte ( Tab. 4). Wie ist es aber mit der eigenen Arbeit? Wenn sie zitiert wird, dann natürlich erst mit einigem zeitlichen Abstand nach der Veröffentlichung. Hier gilt die Regel, dass das, was nicht im ersten Jahr zitiert wird, kaum noch Chancen auf eine Zitierung hat – zum Glück nicht ganz so krass, wie das bei Hollywood-Filmen der Fall ist, die im ersten Monat ihre Zuschauer ?nden müssen oder ein ?nanzieller Flop sind. Relevant ist insbesondere, wie viele Zitierungen in englischsprachigen Journalen erfolgen. Das ist offensichtlich selten der Fall. Damit sind verallgemeinernde Aussagen fast nicht möglich. Noch seltener werden englischsprachige Arbeiten der deutschen Allgemeinmedizin in ausländischen Arbeiten nichtdeutscher Autoren zitiert. Diese Zitate würden aber nach allgemeiner Auffassung die „Strahlkraft“ eines deutschen internationalen Beitrages ausmachen ( Tab. 4). Schaut man sich die Titel der 25 häu?gst zitierten Arbeiten an, so wird noch etwas deutlich: Es sind nur zum einem verschwindend kleinen Anteil Arbeiten, die man zum „Kern“ der allgemeinmedizinischen Themen zählen würde. Es sind sogar einige darunter, die ganz eindeutig anderen Fächern zugeordnet wer- Borgers D. Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin … Z Allg Med 2008; 84: 44–50 Übersicht 49 Tab. 5 Die 25 meistzitierten Arbeiten (1998–2007) Zahl 102 61 Autor Kaduszkiewicz, H., Zimmermann, T., Beck-Bornholdt, H.-P., Van Bussche, H.D. Cholinesterase inhibitors for patients with Alzheimer’s disease: Systematic review of randomised clinicals. 2005 British Medical Journal 331 (7512), pp. 321–323. Veninga, C.C.M., Lagerløv, P., Wahlström, R., Muskova, M., Denig, P., Berkhof, J., Kochen, M.M. Evaluating an educational intervention to improve the treatment of asthma in four european countries. 1999 American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 160 (4), pp. 1254–1262. Esch, T., Stefano, G.B. The neurobiology of pleasure, reward processes, addiction and their health implications. 2004 Neuroendocrinology Letters 25 (4), pp. 235–251. Esch, T., Guarna, M., Bianchi, E., Zhu, W., Stefano, G.B. Commonalities in the central nervous system’s involvement with complementary medical therapies: Limbic morphinergic processes. 2004 Medical Science Monitor 10 (6), pp. MS6–MS17. Hummers-Pradier, E.,Kochen, M.M. Urinary tract infections in adult general practice. Patients. 2002 British Journal of General Practice 52 (482), pp. 752–761. Stoppe, G., Sandholzer, H., Huppertz, C., Duwe, H., Staedt, J. Gender differences in the recognition of depression in old age. 1999 Maturitas 32 (3), pp. 205–212. De Ponti, F., Poluzzi, E.,Vaccheri, A., Bergman, U.,Bjerrum, L., Ferguson, J.,Frenz, K.J., Schubert, I., Montanaro, N. Non-antiarrhythmic drugs prolonging the QT interval: Considerable use in seven countries. 2002 British Journal of Clinical Pharmacology 54 (2), pp.171–177 Esch, T., Stefano, G.B. The neurobiology of love. 2005 Neuroendocrinology Letters 26 (3), p. 175–192. Kaduszkiewicz, H., Beck-Bornholdt, H.-P., Van Den Bussche, H., Zimmermann, T. 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Das sich hierüber andeutende inhaltliche Bild der deutschen Allgemeinmedizin ist irritierend – was jedoch auch sehr viel mit der Quelle, aus der das Bild entsteht, zu tun hat, nämlich den Zitaten anderer ( Tab. 5). Schlussfolgerungen & Henri Lafontaine erhielt 1913 den Friedensnobelpreis für seine Idee einer Weltbibliographie im Dienste des Weltfriedens. Während sich die Idee des Weltfriedens eher als Idealismus entpuppte, ist die Utopie der Weltbibliothek in der Form des Internet, von Google usw. heute auf jedem Schreibtisch Realität geworden. Scopus ist ein Element dieser Entwicklung. Die traumhaften Möglichkeiten des Internets verdecken aber die sozial und kul- Borgers D. Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin … Z Allg Med 2008; 84: 44–50 50 Übersicht turell determinierte Wirklichkeit der Wissenschaften. Die Benachteiligung aller nichtenglischen Kulturräume ist in der auch nur historisch zu verstehenden Impact-Welt enorm [6]. Es muss grundlegender bedacht werden, wie eine einseitige Orientierung auf „Punkte“ zu einer Verkümmerung von Wissenschaft führen kann. Die hier durchgeführte Bibliometrie zeigt auch die Grenzen einer rein formalen Betrachtung wissenschaftlicher Arbeiten ohne Bezug auf ihre Inhalte auf. Diese Art von „Tonnenideologie“ ist ja primär unwissenschaftlich. Addendum & Die Zukunft der Zitatanalyse mit Google Scholar Die Software „Publish or Perish“ kann auf dieser Adresse http:// www.harzing.com/resources.htm heruntergeladen werden. Rubrik „Publish or Perish“ anklicken und weiter unten auf „windows installer for Publish or Perish“ klicken, dann Programm herunterladen und installieren. „Citation Analysis“ öffnen und „Author Impact Analysis“ klicken. Unter „Author impact Analysis“ einen Namen eingeben und mit „Lookup“ Suche auslösen. Suchergebnisse durch Klicken von „Citations, Year usw.“ sortierbar. Interessenskon?ikte: keine angegeben. Literatur 1 Neuhaus C, Daniel HD. Data sources for performing citation analysis: An overview. e-collection.ethbib.ethz.ch/ecol-pool/bericht_490. pdf (5.01.2008) 2 Forschungszentrum Jülich GmbH Zentralbibliothek.. Qualität und Quantität wissenschaftlicher Veröffentlichungen – Bibliometrische Aspekte der Wissenschaftskommunikation. Jülich 2007; www.bibliometrie.de/Bibliothek_15.pdf (5.01.2008) 3 Kochen MM, Fischer GC, Abholz HH. Bewertung wissenschaftlicher Veröffentlichungen: ein Vorschlag (nicht nur) für die Allgemeinmedizin. Das Gesundheitswesen 1998; 60: 113–119 4 Brown H. How impact factors changed medical publishing – and science. BMJ 2007; 334: 561–564 5 Hoschschulministerium NRW Innovation.nrw.de/Service/broschueren/ BroschuerenDownload/HochschulmedizinNRW.pdf 6 Meho LI. The Rise and Rise of Citation Analysis. dlist.sir.arizona. edu/1703/01/Physicsworld.pdf (5.01.2008) Alternative zu traditionellem Impact-Faktor In Zusammenarbeit mit Elsevier entstandenes System zur anderen „Impact-Analyse“ für Zeitschriften www.scimagojr. com/index.php Dort bei „Journal Search“ z.B. Zeitschrift fur (u statt ü) Allgemeinmedizin eingeben; siehe dann gra?sche Darstellung von Kennziffern für die Zeitschrift. Vereinfachte Suchstrategie in Scopus für Arbeiten aus Instituten (Merkmal für vorliegende Analyse noch nicht vorhanden) Scopus announced that a sought after literature research tool, the Scopus Af?liation Identi?er will be launched in January (2008). Empirische Vergleiche von Web of Science, Scopus und Google Scholar Zur Person Prof. Dr. med. Dieter Borgers, geb. 1947, Abteilung für Allgemeinmedizin, Universität Düsseldorf. Arbeitsgebiete: Kardiovaskuläre Prävention, Qualität, Primärversorgung, Public Health, soziale Ungleichheit und Versorgung. Meho LI, Yang K. Impact of Data Sources on Citation Counts and Rankings of LIS Faculty: Web of Science vs. Scopus and Google Scholar. Journal of the American Society for Information Science and Technology, Vol. 58, No. 13. (2007), pp. 2105-2125. dlist. sir.arizona.edu/1733/ (15.1.2007) Balkasi N, Bauer K, Glover J et al. Three options for citation tracking: Google Scholar, Scopus and Web of Science Biomedical Digital Libraries 2006, 3:7. www.bio-diglib.com/content/ pdf/1742-5581-3-7.pdf (15.1.2007) Borgers D. Die universitäre deutsche Allgemeinmedizin … Z Allg Med 2008; 84: 44–50


(Stand: 02.02.2008)

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