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Antipyretika verhindern keine kindlichen Fieberkrämpfe

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Seit mindestens 2 Jahren ist wissenschaftlich belegt, dass Antipyretika genau das nicht tun, wofür sie bei fiebernden Kindern hauptsächlich eingesetzt werden, nämlich ein Rezidiv eines bereits einmal aufgetretenen Fieberkrampfes zu verhindern. Hier ist also nicht davon die Rede, dass die Gabe dieser Arzneimittel die subjektive Situation eines kleinen Patienten ggf. verbessern kann und dass Fieber einer der häufigsten Gründe für die Beunruhigung der Eltern darstellen können. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie in 5 finnischen Krankenhäusern wurden 231 Kinder mit einem bereits früher stattgehabten Fieberkrampf bei Temperaturen über 38 Grad Celsius initial mit rektal verabreichten Diclofenac und nach 8 Stunden entweder mit oralem Ibuprofen bzw. Paracetamol oder Placebo weiterbehandelt. Rezidive von Fieberkrämpfen traten zwar bei 54 Patienten (23,4 %) auf – Interventions- und Placebogruppe unterschieden sich jedoch nicht. Zwar war die Körpertemperatur bei krampfenden Kindern gegenüber Kindern ohne Krampf signifikant erhöht, aber auch hier spielte die Medikation keinerlei Rolle.

Foto: fotolia / ia_64

Strengell T et al. Antipyretic agents for preventing recurrences of febrile seizures. Randomized controlled trial. Arch Pediatr Adolesc Med 2009; 163:799–804


(Stand: 07.02.2011)

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