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Frohe Kunde – Antibiotika frei verfügbar

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Alle Welt redete 2010 von der griechischen Staatspleite und dem gigantischen Rettungsschirm der Euro–Staaten. Dabei gäbe es (Spaß beiseite ...) noch eine weitere Besonderheit aus diesem südeuropäischen Land zu berichten, die – allerdings auf einem etwas anderen Feld – ebenfalls zu erheblichen Problemen, nämlich der Verstärkung der weltweiten Resistenzen, führen wird. Es geht um den Kauf von Antibiotika ohne Rezept in Apotheken der griechischen Hauptstadt. In der von Autoren der Universität Athen publizierten Studie wurden 174 Apotheken aufgesucht und um die Abgabe entweder von Amoxicillin / Clavulansäure oder Ciprofloxacin gebeten und zwar ohne Angabe von Gründen. Amoxiclav wurde in keinem einzigen Falle verweigert, bei Ciprofloxacin waren die simulierten Käufer „nur“ in 53 % erfolgreich. Dies hatte einen klaren Grund: Seit 2003 ist in Griechenland für die Abgabe von Fluorchinolonen nicht nur ein ärztliches Rezept nötig, sondern auch noch ein Formular, in dem der Verordnende spezifische Angaben machen muss, warum er kein anderes Medikament ausgewählt hat.

Foto: fotolia / Lakhesis

Plachouras D et al. Dispensing of antibiotics without prescription in Greece, 2008: another link in the antibiotic resistance chain. Euro Surveill 2010;15: 19488

(www.eurosurveillance.org/images/dynamic/EE/V15N07/art19488.pdf)


(Stand: 07.02.2011)

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