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Norovirus: Mortalität unterschätzt

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Dass Clostridium difficile alles andere als ein harmloser Keim ist, weiß heute jede/r Medizinstudierende. Weniger bekannt ist, dass auch Norovirus-Infektionen (neben ihrem äußerst unangenehmen klinischen Bild) gefährlich sein können.

In den USA starben in der Zeitperiode 1999–2007 pro Jahr 5.440 Patienten an C. difficile und 797 Patienten an Norovirus-Infektionen. Der Vergleich der Jahre 1999–2000 und 2006–2007 zeigt, dass sich die Zahl der Norovirus-assoziierten Todesfälle mehr als verdoppelt hat.

Noroviren spielen besonders bei den oft gebrechlichen Bewohnern von Altenheimen eine zunehmende Rolle.

Amerikanische Wissenschaftler publizierten kürzlich eine Beobachtungsstudie, an der 1297 Altenheime teilnahmen. Während der zweijährigen Untersuchung wurden 268.204 Krankenhauseinweisungen mit 97.308 Todesfällen registriert. Nach Abzug der Heime, in denen keine Norovirus-Infektion berichtet wurde, verblieben 308 Altenheime mit 407 Ausbrüchen. In diesen Häusern verstarben bei 67.730 Einweisungen 26.055 Personen.

Die Autoren verglichen nun in den 308 Heimen die Todesfälle in Ausbruchsperioden mit denen, in denen keine Ausbrüche gemeldet wurden, und errechneten ein um 11 % höheres Mortalitätsrisiko, das besonders in den ersten beiden Wochen nach Ausbruchsbeginn zu Buche schlug.

Foto: fotolia/sciencedisplay


(Stand: 15.02.2013)

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