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Auswirkungen der neuen Hochdruck-Leitlinien auf die Zahl behandlungsbedürftiger Hypertoniker

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Kürzlich wurden die Folgen der neuen amerikanischen Cholesterin-Leitlinien berechnet: eine massive Indikationsausweitung für die kardiovaskuläre Primärprävention mit Statinen.

Ähnliche Berechnungen hat jetzt eine amerikanisch-kanadische Arbeitsgruppe für die neuen, 2014 erschienenen Hypertonie-Leitlinien angestellt. Die Daten stammen aus dem National Health and Nutrition Examination Survey, an dem zwischen den Jahren 2005 und 2010 16.372 Erwachsene teilnahmen.

Die Zahlen zeigen, dass es beim Hochdruck in eine andere Richtung geht als bei erhöhten Cholesterinwerten:

  • Der Anteil jüngerer Erwachsener (18–59 Jahre) mit theoretisch behandlungsbedürftiger Hypertonie sank demnach von 20,3 % auf 19,2 %.
  • Bei älteren Erwachsenen 60 Jahre (medikamentöse Therapie nur dann erwägen, wenn der Blutdruck über 150/90 mm Hg beträgt) verminderte sich dieser Anteil noch deutlich stärker, nämlich von 68,9 % auf 61,2 %.
  • Bei bereits behandelten Patienten oder denjenigen, welche die Behandlungsgrenzen überschritten, stieg hingegen die Zahl im Vergleich zu den alten Leitlinien.

Die Abbildung 1 gibt ein zusammenfassendes Bild der angestellten Berechnungen.

Navar-Boggan AM, et al. Proportion of US adults potentially affected by the 2014 hypertension guideline. JAMA 2014; 311: 1424–1429. Frei unter jama.jamanetwork.com/article.aspx

Abbildungen:

Abbildung 1 Treatment-eligible hypertension and adults with above-goal BP according to JNC 7 and the 2014 blood pressure guideline


(Stand: 19.02.2015)

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