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Blockpraktikum Allgemeinmedizin in Hausarztpraxen auf dem Land

DOI: 10.3238/zfa.2015.0084-0088

Empfehlungen zur Entwicklung einer „Landpartie“

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Ferdinand Michael Gerlach, Erika Baum, Hans-Michael Schäfer, Gisela Taeuber, Jutta Bleidorn, Nils Schneider, Susanne Sommer, Rolf Stegemann, Benita Mangold

Schlüsselwörter: Blockpraktikum Allgemeinmedizin Lehrpraxen ländliche Regionen kommunale Beteiligung

Zusammenfassung: Maßnahmen zur Förderung der Allgemeinmedizin in ländlichen Regionen werden aktuell vielfach diskutiert. Um bereits Medizinstudierenden die hausärztliche Tätigkeit auf dem Land nahezubringen, bietet es sich an, Studierende im Blockpraktikum Allgemeinmedizin in Lehrpraxen in ländlichen Regionen zu vermitteln. Dies wird vielerorts bereits berücksichtigt, scheitert aber nicht selten an äußeren Umständen wie fehlenden Unterkunftsmöglichkeiten, hohen Fahrtkosten, langen Wegezeiten oder mangelnder Attraktivität. Hier setzt das Konzept „Landpartie“ an: Ländlich geprägte Kommunen organisieren in Kooperation mit universitären allgemeinmedizinischen Instituten und den entsprechenden Hausarztpraxen erfolgreiche „Rundum“-Angebote für das Blockpraktikum Allgemeinmedizin. Entwickelt und mit der „Landpartie Fulda“ erstmalig durchgeführt wurde das Konzept vom Institut für Allgemeinmedizin Frankfurt/Main, aufgegriffen und inzwischen etabliert mit der „Landpartie Zeven-Bremervörde“ vom Institut für Allgemeinmedizin der MH Hannover. In Planung ist die „Landpartie Vogelsberg“ (Abteilung Allgemeinmedizin Marburg). Im Rahmen eines Workshops auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) 2014 wurden die bisherigen „Landpartie“-Projekte vorgestellt. Im Plenum stellten die Teilnehmer Aspekte zu Vorbereitung, Durchführung, Verstetigung und Evaluation zusammen. Diese Ergebnisse sind im vorliegenden Beitrag zusammengefasst und können interessierten Ärzten, Kommunen und Instituten als Leitfaden dienen.

Hintergrund

Angesichts des sich abzeichnenden Hausärztemangels werden Maßnahmen zur Stärkung der allgemeinmedizinischen Ausbildung zurzeit auf vielen Ebenen diskutiert. Besondere Berücksichtigung erfahren dabei gezielte Maßnahmen zur Förderung der Allgemeinmedizin in ländlichen Regionen [1].

Aus verschiedenen internationalen Studien ist bekannt, dass die Erfahrungen, die während der praktischen Ausbildung bspw. in Blockpraktika gesammelt werden, im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren die spätere Wahl einer medizinischen Fachdisziplin beeinflussen können [2–4]. An vielen deutschen medizinischen Fakultäten werden – vom Wahlfach bis zum Modellstudiengang – zusätzliche Initiativen zur Förderung des allgemeinmedizinischen Nachwuchses angeboten [5].

Innerhalb der curricularen allgemeinmedizinischen Lehre stellt das Blockpraktikum Allgemeinmedizin, das inzwischen mit einer Mindestdauer von zwei Wochen in der Approbationsordnung fest verankert ist [6], einen wesentlichen Baustein dar. Verschiedene Untersuchungen konnten zeigen, dass das Blockpraktikum Allgemeinmedizin zu einer positiveren Bewertung des Berufsbildes „Allgemeinmedizin“ führt [7–9]. Eine Umfrage unter Medizinstudierenden zufolge sind jedoch Ortschaften unter 10.000 Einwohnern weniger attraktiv für die spätere ärztliche Tätigkeit [10]. Um vor diesem Hintergrund angehenden Ärztinnen und Ärzten ein realistisches Bild der vielfältigen hausärztlichen Tätigkeit auf dem Land nahezubringen, bietet es sich an, Studierende bereits im Blockpraktikum Allgemeinmedizin in Lehrpraxen in ländlichen Regionen zu vermitteln. Dies wird bei der Verteilung der Studierenden in die Praxen vielerorts bereits berücksichtigt, scheitert aber nicht selten an fehlenden Unterkunftsmöglichkeiten, hohen Fahrtkosten, langen Wegezeiten oder mangelnder Bereitschaft der Studierenden, ihr Blockpraktikum außerhalb von Universitätsstädten bzw. der näheren Umgebung zu absolvieren. Werden bisher Blockpraktika in ländlichen Praxen absolviert, handelt es sich deswegen häufig um die Herkunftsregion der Studierenden. Da in der Regel nur wenig Studierende aus einer bestimmten ländlichen Region kommen, sind die Studierenden-Zahlen in den wenigen vorhandenen Lehrpraxen gering und Praxen werden mitunter nur einmal in mehreren Jahren frequentiert. Hier setzt die Initiative „Landpartie“ an: In Zusammenarbeit mit ländlich geprägten Kommunen und universitären Instituten für Allgemeinmedizin wird den Studierenden im Blockpraktikum Allgemeinmedizin ein attraktives Rundum-Paket geboten, das insbesondere auch Unterbringung, Betreuung und Programm beinhaltet. Entwickelt wurde dieses Konzept vom Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt mit dem Projekt „Landpartie Fulda“ in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Fulda, aufgegriffen und modifiziert durch die „Landpartien Zeven-Bremervörde“ (Hannover) und Vogelsberg (Marburg, in Vorbereitung). Der vorliegende Beitrag soll Ärzten, Kommunen und Instituten eine Hilfestellung bieten und als Leitfaden zu Vorbereitung, Durchführung und Verstetigung des Konzepts „Landpartie“ dienen.

Methoden

Im Rahmen eines Workshops auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) 2014 stellten Mitarbeiter der Institute für Allgemeinmedizin aus Frankfurt, Hannover und Marburg, die bereits eine „Landpartie“ anbieten oder kurz davor stehen, ihre Erfahrungen vor. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden mit der Methode des „World-Café“ auf Flip-Charts weitere Aspekte zu Vorbereitung, Durchführung, Verstetigung und Evaluation gesammelt und diskutiert. Diese Aspekte wurden ebenso wie die bisherigen Erfahrungen bei der Vorbereitung des Leitfadens berücksichtigt. Auch Rückmeldungen der Teilnehmer bisheriger „Landpartien“ gingen durch Zitation innerhalb des Workshops in die Empfehlungen ein.

Leitfaden

Vorbereitung/Durchführung

Der erste Schritt ist eine Kontaktaufnahme der Initiatoren mit den weiteren Beteiligten. Nach bisherigen Erfahrungen gehören hierzu die lokale Ärzteschaft, das entsprechende universitäre Institut für Allgemeinmedizin, Vertreter der lokalen Kommunen (Landkreis, Gemeinde o.ä.) und ggf. die Landesärztekammer. Die Initiative kann dabei von allen drei Beteiligten ausgehen. Folgende Punkte sind gemeinsam zu klären:

Organisation des Blockpraktikums (BP) Allgemeinmedizin

  • Suchen Studierende ihre Praxisplätze oder werden sie zugeteilt?
  • In welchem Zeitraum wird das BP absolviert – sind die Studierenden frei, diesen nach Belieben zu wählen, oder gibt es ein festgelegtes Zeitfenster?
  • Wichtig: Ist jeweils nur ein Studierender in der Region oder mehrere gleichzeitig? (Hat Einfluss auf die Anzahl erforderlicher Lehrpraxen und auf eventuelle Motivationsfaktoren.)

Finanzierung

Die Praxen der „Landpartie“ werden wie alle anderen Lehrpraxen durch die Fakultät vergütet. Für die zusätzlichen Kosten des Programms ist zu klären:

  • Wer kommt als Geldgeber infrage? Wie wird diese Institution kontaktiert und informiert? Bspw. Kommunen, KV, Ärzteverein, Hausärzteverband … und lokale Krankenhäuser.
  • Welche Kosten entstehen? Abhängig vom geplanten Inhalt sind Kosten einzuplanen für: Übernachtung, Fahrtkosten, Verpflegung, Begleitprogramm wie z.B. Event-Tag zum Abschluss (je nachdem wie die Unterbringung erfolgt, ist von 500–1000,- Euro pro Studierendem auszugehen).

Inhalte des „Pakets Landpartie“

Diese sind wiederum abhängig davon, ob die Studierenden einzeln in der Region sind (E) oder als Gruppe (G), und von den lokalen Ressourcen. Mögliche Inhalte können sein:

  • Übernahme von Fahrtkosten, ggf. Übernachtungskosten, Verpflegung (E,G)
  • Abholung vom Bahnhof, Bereitstellen von PKW, anderen Transportmöglichkeiten, Fahrrädern (E,G)
  • Begrüßungsabend mit Ärzten/Vertretern der Kommunen, Abschlussabend (G)
  • Gemeinsame Unternehmungen wie Firmenbesichtigung, Filmabend, Sport (G)
  • Gemeinsame Fortbildung (G)
  • Besichtigung eines lokalen Gesundheitszentrums oder Krankenhauses der Basisversorgung (E, G)
  • Kostenfreie Nutzung von Sportstätten, ggf. Outdoor-Aktivitäten wie Angeln oder Reiten (E, G)
  • Begrüßungspaket: Landkarte, Informationen über die Region, Eintritts-Coupons (E, G)
  • Betreuung während des BP vor Ort (E, G)
  • Event-Tag für alle Teilnehmer 1x/jährlich (E)

Organisation

Wer macht was? Wichtig sind feste Ansprechpartner sowohl unter den Lehrpraxen, im Institut für Allgemeinmedizin wie auch seitens der kommunalen Vertreter. Folgende Aufgaben sollten dabei bedacht werden:

  • Anwerben von Studierenden
  • Zuteilung zu den Lehrpraxen
  • Organisation von Unterkunft/Verpflegung/Begleitprogramm
  • Information der Studierenden über den Ablauf; ggf. Laufzettel entwerfen (sowohl für Studierende als auch für Lehrärzte/innen)
  • Ggf. Transport von Studierenden in Praxen (E, G)
  • Betreuung während des BP vor Ort
  • Studierendenstammtisch während des BP vor Ort (G)

Lehrpraxen

Falls in der entsprechenden Region noch keine Lehrpraxen existieren, sind Praxen anzufragen und ggf. zu qualifizieren. Die Anzahl erforderlicher Praxen hängt davon ab, ob die Studierenden einzeln kommen, sodass eine Praxis mehrfach nacheinander Studierende betreut, oder ob mehrere Studierende gleichzeitig untergebracht werden müssen. In den momentanen Projekten variiert die Anzahl der an der „Landpartie“ teilnehmenden Praxen zwischen 4 („Landpartie Fulda“) und 15 („Landpartie Zeven-Bremervörde“). Ein regelmäßiges Treffen mit den beteiligten Praxen ist sinnvoll, sowohl zum Erfahrungsaustausch mit dem Projekt „Landpartie“ an sich direkt als auch zur weiteren didaktischen Qualifizierung. Dies kann entweder vor Ort oder im Rahmen von Lehrärztetreffen geschehen, ggf. auch alternierend.

Motivationsfaktoren

Was könnte Studierende motivieren zu einer „Landpartie“ in einer bestimmten Region? Dies ist u.a. davon abhängig, ob die Studierenden einzeln im BP sind oder evtl. auch in Gruppen. Beispiele für Motivationsfaktoren sind:

  • Einfluss auf die Zuteilung zu einer Lehrpraxis zu haben
  • Einfluss auf den Zeitraum des Blockpraktikums zu haben (E)
  • Freiwillige Teilnahme an dem Angebot „Landpartie“
  • Das BP bei besonders engagierten Lehrärzten/innen zu absolvieren
  • Die Tätigkeit eines Hausarztes auf dem Land hautnah kennenzulernen
  • Zu mehreren aus der Uni-Stadt herauszukommen, Gemeinschaft (G)
  • Ggf. Unterbringung von zwei Studierenden in einer großen Gemeinschaftspraxis mit mehreren Lehrärzten/innen
  • Zusätzliche Angebote inhaltlicher Art/Freizeit – ohne Kosten

Anwerben von Studierenden

Wie sollen die Studierenden von der Möglichkeit der „Landpartie“ erfahren? Beispiele:

  • Rundmail über Jahrgangsverteiler vor Einteilung zum BP Allgemeinmedizin
  • Flyer (als PDF verschicken) oder per E-Mail auf entsprechende Homepage hinweisen
  • Informationen und Berichte auf der Homepage des Instituts/Lernplattform hinterlegen
  • Pflichtlehrveranstaltungen/andere allgemeinmedizinische Lehrveranstaltungen nutzen, um Studierende über „Landpartie“ zu informieren
  • Ehemalige Teilnehmer als studentische Multiplikatoren nutzen (Blogs, Internet-Plattformen)
  • Poster oder Flyer auslegen

Öffentlichkeitsarbeit

Kommt ein „Landpartie“-Projekt zustande, ist eine Information der lokalen Presse sinnvoll. Aktuelle Informationen und Berichte sollten auch auf der jeweiligen Instituts- oder Dekanatshomepage zu finden sein. Auch über den Fachschaftsrat können Informationen über das Projekt kommuniziert werden.

Verstetigung

Strukturen vor Ort schaffen und erhalten

  • Fester Etatposten in Kommune/Landkreis
  • Ansprechpartner, organisatorische Abläufe
  • Regelmäßiger Informationsaustausch aller Beteiligten

Lehrpraxen

  • Evaluieren, schulen und fortbilden
  • Ggf. Gewinnen weiterer Praxen

Öffentlichkeitsarbeit

  • Regelmäßige Informationen in lokaler Presse
  • Ggf. direktes Anschreiben der beteiligten Kommunen, Erfolg des Projektes schildern
  • Aktuelle Informationen und Berichte von Teilnehmern auf der Institutshomepage hinterlegen
  • Berichte in überregionalen Medien (Presse, Rundfunk, TV) – sowohl öffentlich als auch arztspezifisch

Projekt evaluieren und Ergebnisse einfließen lassen

  • Was motiviert Studierende, an der „Landpartie“ teilzunehmen?
  • Welche Erfahrungen wurden gemacht?
  • Gibt es eine Veränderung der Motivation für eine spätere hausärztliche oder fachärztliche Tätigkeit in einer ländlichen Region?

Diskussion/Ausblick

Den bisherigen „Landpartie“-Projekten liegt eine ähnliche Grundstruktur zugrunde, die über den hier aufgeführten Leitfaden auch anderen Institutionen die Entwicklung eines derartigen Projektes erleichtern kann. In der Diskussion wurde jedoch auch deutlich, dass die unterschiedlichen Vorgaben der jeweiligen Fakultät zur Organisation des BP sich nicht unerheblich auf die Ausgestaltung einer „Landpartie“ auswirken. So ist es beispielsweise in Frankfurt üblich, dass pro Halbjahr mehrere Zeitfenster für das Blockpraktikum angeboten werden, sodass auch mehrere Studierende innerhalb eines Halbjahres einzeln in den Praxen untergebracht werden können. Für die „Landpartie“ ergibt sich somit, dass sich Studierende während des BP häufig allein in der Region befinden. Eine intensivere Betreuung durch den Lehrarzt/die Lehrärztin ggf. auch nach Dienstschluss gewinnt dann an Bedeutung. Damit sich alle Teilnehmer kennenlernen, bietet sich hier ein z.B. einmal jährlich stattfindender Event-Tag an. Die Frage, ob einzelne Studierende die Erstattung der täglichen Fahrtkosten zur Universitätsstadt einer Unterbringung in der Region gegenüber bevorzugen würden und dies ins Angebot aufgenommen werden sollte (falls die Entfernung tägliches Pendeln zulässt), wurde ebenfalls diskutiert.

In Hannover hingegen wird das BP jeweils dreimal jährlich in einem Zeitraum von 14 Tagen absolviert – hier können auch Gruppen in das Projekt „Landpartie“ vermittelt werden, die dann ggf. eine gemeinsame Unterbringung bevorzugen. Gruppenaktivitäten während des BP bieten sich dann eher an, ein Event-Tag erscheint weniger wichtig. Einzel- und Gruppenteilnahme können auch miteinander kombiniert werden wie in Marburg geplant. Auch die Art der Unterbringung wird unterschiedlich organisiert. Abhängig von den finanziellen Ressourcen und logistischen Erwägungen ist alles möglich, vom Gästezimmer der betreuenden Lehrärzte über Ferienwohnungen bis zu Hotels oder Pensionen. Die direkte praxisnahe Unterbringung kann für Studierende und Lehrärzte/innen ein großer Gewinn sein, andererseits aber auch als Belastung empfunden werden.

Wie viele „Landpartien“ kann ein Standort „leisten“? Diese Frage kommt spätestens dann auf, wenn andere ländliche Regionen von einer erfolgreichen „Landpartie“ gehört haben und sich melden mit der Bitte „Können wir das nicht auch in unserer Region auf die Beine stellen?“

Prinzipiell ist es möglich, dass ein Institut für Allgemeinmedizin mehrere „Landpartien“ begleitet. Zu beachten ist allerdings, dass sich die Erfahrungen der momentanen „Landpartie“-Projekte auf die Anfangsphase beschränken. Möglicherweise steigt die Anzahl der interessierten Studierenden nicht unbedingt mit der Anzahl der Angebote, sodass Konkurrenzsituationen entstehen könnten. Auch ist der organisatorische Aufwand der jeweiligen Institute durch Anwerben der Lehrpraxen, Schulung – ggf. vor Ort – und Qualitätssicherung zu bedenken.

Wenngleich die im Leitfaden genannten organisatorischen Leistungen und ein interessantes Rahmenprogramm das Paket „Landpartie“ attraktiv machen, so erreicht das Angebot letztlich sein Ziel durch engagierte Lehrärzte und Lehrärztinnen, die Freude daran haben, Studierende auszubilden und ihnen ein umfassendes Bild von der Tätigkeit eines Hausarztes in ländlichen Regionen zu vermitteln.

Fazit

Die bisherigen „Landpartie“-Projekte scheinen gut geeignet, um Studierenden die Tätigkeit eines Hausarztes auf dem Land wirklich hautnah zu vermitteln. Inwieweit sie auch ein nachhaltiges Interesse an einer Tätigkeit als Landarzt vermitteln, bleibt abzuwarten. Der vorliegende, aus bisherigen „Landpartie“-Projekten entstandene Leitfaden kann weiteren Initiativen als Hilfestellung dienen und ist ebenso wie die Evaluation auch über die DEGAM-Homepage zu erhalten.

Die Autoren stehen unter den u.g. Kontaktadressen jederzeit für Fragen zur Verfügung.

  • Landpartie Zeven-Bremervörde/Hannover:
  • Landpartie Vogelsberg/Marburg: sommersu@staff.uni-marburg.de

Interessenkonflikte: keine angegeben.

Korrespondenzadresse

Dr. med. Jutta Bleidorn

Institut für Allgemeinmedizin

Medizinische Hochschule Hannover

Carl-Neuberg-Straße 1

30625 Hannover

Tel.: 0511 5322744

bleidorn.jutta@mh-hannover.de

Literatur

1. Gutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2014 „Bedarfsgerechte Versorgung – Perspektiven für ländliche Regionen und ausgewählte Leistungsbereiche“. www.svr-gesundheit.de/index.php (letzter Zugriff am 09.12.2014)

2. Senf JH, Campos-Outcalt D, Kutob R. Factors related to the choice of family medicine: a reassessment and literature review. J Am Board Fam Pract 2003; 16: 502–12

3. Thistlethwaite J, Kidd MR, Leeder S, Shaw T, Corcoran K. Enhancing the choice of general practice as a career. Aust Fam Physician 2008; 37: 964–8

4. Olid SA, Zurro AM, Villa JJ, et al. Medical students’ perceptions and attitudes about family practice: a qualitative research synthesis. BMC Med Educ 2012; 12: 81

5. Blozik E, Ehrhardt M, Scherer M. Förderung des allgemeinmedizinischen Nachwuchses. Bundesgesundheitsbl 2014; 7: 892–902

6. Approbationsordnung für Ärzte. http:// www.gesetze-im-internet.de/_appro_ 2002/BJNR240500002 (letzter Zugriff 23.12.2014)

7. Schäfer HM, Sennekamp M, Güthlin C, Krentz H, Gerlach FM. Kann das Blockpraktikum Allgemeinmedizin zum Beruf des Hausarztes motivieren? Z Allg Med 2009; 85: 206–9

8. Dunker-Schmidt C, Breetholt A, Gesenhues S. Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin: 15 Jahre Erfahrung an der Universität Duisburg-Essen. Z Allg Med 2009; 85: 171–6

9. Kruschinski C, Wiese B, Eberhard J, Hummers-Pradier E. Einstellungen von Studierenden zur Allgemeinmedizin: Einflüsse von Geschlecht, Blockpraktikum und Gesamtcurriculum. GMS Z Med Ausbild 2011; 28: Doc16

10. Berufsmonitoring Medizinstudenten 2014. www.kbv.de/html/5724.php (letzter Zugriff am 09.12.2014)

Tabelle 1 Übersicht über die bisherigen „Landpartie“-Projekte

1 Institut für Allgemeinmedizin, Medizinische Hochschule Hannover

2 Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin, Philipps-Universität Marburg

3 Institut für Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Peer reviewed article eingereicht: 13.11.2014, akzeptiert: 08.01.2015

DOI 10.3238/zfa.2015.0084–0088


(Stand: 19.02.2015)

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