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3 Fragen an ...Prof. Dr. Waltraut Kruse

„Wir müssen die Bedürfnisse der jungen Ärztinnen und Ärzte respektieren“

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1. Welche Rolle messen Sie der DEGAM bei der Entwicklung der wissenschaftlichen Allgemeinmedizin in Deutschland bei und was sind aus Ihrer Sicht die Meilensteine der letzten 50 Jahre?

Die DEGAM hat gemeinsam mit der GHA (ehemals VHLA) viel für die wissenschaftliche Allgemeinmedizin geleistet, sie war sozusagen ihr Wegbereiter. Ein Meilenstein war die Anerkennung des Allgemeinmediziners als Facharzt. Außerdem öffneten sich die Medizinischen Fakultäten an den Universitäten und Hochschulen für die Allgemeinmedizin, was für die Entwicklung des Fachs von außerordentlicher Bedeutung war.

2. Wie schätzen Sie die aktuellen Entwicklungen in der Allgemeinmedizin ein?

Es ist offensichtlich, dass es immer noch zu wenige junge Ärztinnen und Ärzte gibt, die Hausarzt werden wollen. Das liegt auch an ihren Bedürfnissen, zum Beispiel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die leider immer noch nicht berücksichtigt werden. Wir müssen auch dem zunehmenden Frauenanteil in der Medizin gerecht werden und letztlich dafür sorgen, dass der Lebensstandard dieser jungen Generation gesichert ist.

3. Was wünschen Sie sich für die Zukunft unseres Faches?

Mittlerweile hat auch die Politik erkannt, dass die Allgemeinmedizin gefördert werden muss. Der Allgemeinarzt ist der erste Ansprechpartner des Patienten.

Das Ansehen des Allgemeinmediziners (Hausarzt/Familienarzt) bei den Patienten ist groß, aber darüber hinaus erwartet auch jeder Patient, dass er einen Spezialisten aufsuchen kann.

Darüber hinaus wünsche ich mir eine Stärkung der allgemeinmedizinischen Forschung, insbesondere der Versorgungsforschung.

Abbildungen:

Prof. Dr. med. Waltraut Kruse


(Stand: 10.02.2016)

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