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EbM: L-Thyroxin-Substitution bei subklinischer Hypothyreose

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Andreas Sönnichsen

Frage

Es wird immer wieder behauptet, dass auch die subklinische Hypothyreose mit L-Thyroxin substituiert werden soll, weil diese mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden ist. Aus diesem Grunde sollte ein TSH-Screening und eine entsprechende Behandlung bei TSH-Werten > 4 mU/l erfolgen. Gibt es Studien, die hier eine zuverlässige, evidenzbasierte Empfehlung erlauben?

 

Antwort

Nach derzeitiger Studienlage ist ein routinemäßiges Screening auf Vorliegen einer subklinischen Hypothyreose durch Bestimmung des TSH-Werts bei asymptomatischen Personen nicht gerechtfertigt. Auch für den Nutzen einer Substitutionstherapie der subklinischen Hypothyreose mit L-Thyroxin gibt es keine belastbare Studienevidenz, vor allem nicht bei älteren Menschen und bei TSH-Werten < 10 mU/l.

Hintergrund

L-Thyroxin gehört zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln in Deutschland. Laut Arzneimittelreport 2017 der Barmer GEK erhielten im Jahr 2016 10,5 % der Versicherten regelmäßig L-Thyroxin [1]. Zum Vergleich beträgt die Prävalenz der L-Thyroxin-Behandlung in einer englischen Bevölkerungsstudie nur 4,5 % [2]. In der Gesundheitsberichterstattung des RKI wird die Prävalenz der manifesten, sicher behandlungsbedürftigen Hypothyreose mit nur 0,9 % angegeben [3]. Dies bedeutet, dass...


(Stand: 15.02.2018)

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