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Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei Heimbewohnern mit chronischer Niereninsuffizienz

DOI: 10.3238/zfa.2018.0058-0063

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Alexandra Pulst, Falk Hoffmann, Anne Dehlfing, Guido Schmiemann

Schlüsselwörter: Arzneimitteltherapiesicherheit Pflegeheim Versorgungsforschung chronische Niereninsuffizienz

Hintergrund: Ein hoher Anteil an Heimbewohnern leidet an einer Niereninsuffizienz. An der medikamentösen Behandlung dieser vulnerablen Patientengruppe sind viele unterschiedliche Berufsgruppen beteiligt. Maßnahmen zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) müssen dieses berücksichtigen. Ziel der Untersuchung ist es, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der AMTS für Heimbewohner mit Niereninsuffizienz zu entwickeln.

Methoden: Als Datengrundlage dienten Fokusgruppengespräche, die in der Studie „Inappropriate Medication in patients with REnal insufficiency in Nursing homes“ (IMREN) mit Hausärzten, Nephrologen, Pflegekräften und Apothekern durchgeführt wurden. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse wurden aus den Transkripten potenzielle AMTS-Maßnahmen abgeleitet. In einer Querschnittserhebung wurden diese durch Pflegekräfte, Hausärzte und Apotheker hinsichtlich ihrer Relevanz und Machbarkeit bewertet.

Ergebnisse: Es wurden zwölf potenzielle AMTS-Maßnahmen abgeleitet. An der Fragebogenerhebung nahmen Pflegekräfte (n = 9), Hausärzte (n = 8) und Apotheker (n = 5) teil (Response: 22/71 = 31 %). Neun AMTS-Maßnahmen wurden als relevant sowie sieben davon als leicht umsetzbar eingestuft. Diese betreffen die vier Oberkategorien „Verordnung und Änderung der Medikation“, die „Neuaufnahme ins Heim“, die „Gestaltung des Medikationsplans/der Bewohnerakte“ und das „systematische Reduzieren von Medikamenten“.

Schlussfolgerungen: Relevante AMTS-Maßnahmen für Heimbewohner mit chronischer Niereninsuffizienz setzen an unterschiedlichen Stellen der Versorgung an. Sie sind mehrheitlich auf alle Heimbewohner übertragbar.

Alexandra Pulst1,2, Falk Hoffmann3, Anne Dehlfing4, Guido Schmiemann1,2

1 Abteilung Versorgungsforschung, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen 2 Health Sciences, Universität Bremen 3 Department für Versorgungsforschung, Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 4 Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Peer-reviewed article eingereicht: 05.12.2017,...


(Stand: 15.02.2018)

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