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Die Häufigkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis

DOI: 10.1055/s-2007-968157

Die Häufigkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis

102 Originalarbeit Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis Prevalence of Health Problems in a Family Practice Observed Over 10 Years Autoren Institute W. Fink1, G. Haidinger2 1 2 Ärztin für Allgemeinmedizin, Straning Abteilung für Epidemiologie, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien Schlüsselwörter Allgemeinmedizin Epidemiologie Gesundheitssystem Prävalenz Key words family practice primary care epidemiology health care system prevalence Zusammenfassung & Hintergrund/Ziele: Für die Planung im Gesundheitswesen ist es wichtig, die Häu?gkeit von Beschwerden, Gesundheitsstörungen und Krankheiten zu erfassen. In der vorliegenden Arbeit wird eine Auswertung von einer über 10 Jahre geführten Fälle-Erhebung in einer allgemeinärztlichen Praxis präsentiert. Methoden: Zwischen 1. Oktober 1989 und 30. September 1999 wurden in einer Einzel-Allgemeinpraxis (WF) in Niederösterreich alle Behandlungsfälle personenbezogen registriert. Die Klassi?zierung und Benennung der Beratungsergebnisse erfolgte nach den De?nitionen der Kasugraphie. Die Daten wurden, entsprechend einer Prävalenzzählung, sowohl nach einzelnen Jahren als auch nach Zeitperioden gegliedert und ausgewertet. Ergebnisse: Im Beobachtungszeitraum von 10 Jahren wurden 24.532 Behandlungsfälle bei 1591 Männern und 1980 Frauen (n = 3571) registriert. Nach Zeitperioden unterteilt gab es konsistent um etwa zwei Drittel mehr Behandlungsfälle bei Frauen. Im Durchschnitt wurden pro Patient 2,34 Gesundheitsstörungen pro Jahr beobachtet; bei 84,5 % aller Beratungsergebnisse handelte es sich um neue Fälle. Neue Gesundheitsstörungen, die im jeweilig vorangegangenen Statistikjahr anbehandelt und im folgenden Jahr nochmals vorgestellt wurden, machten 1,6 % aus. Die übrigen Behandlungsfälle betrafen chronische Leiden (13,9 %). Für rund die Hälfte aller Fälle wird mit 25 Bezeichnungen für Gesundheitsstörungen das Auslangen gefunden, insgesamt 50 Begriffe reichen zur Beschreibung von rund zwei Drittel der Fälle. Bei einer Klassi?zierung hinsichtlich diagnostischer Sicherheit müssen 49 % der Beratungsergebnisse Symptomen und Symptomgruppen zugeordnet werden, 40 % entsprechen dem Bild einer Krankheit und 11 % einer Diagnose. Abstract & Objectives: Reasonable planning within the health care system requires knowledge about the prevalence of health problems in the community. We present the results of a 10 year longitudinal study in a family practice located in rural Lower Austria. Patients and Methods: Between 1 October 1989 and 30 September 1999, all health problems presented in patient contacts were recorded and categorized by using de?nitions of the Kasugraphy. Prevalence data were broken down into single years as well as into 3 periods of observation. Results: The study period of 10 years involved 3571 patients (1591 men and 1980 women) and 24,532 episodes of care. In terms of presented health problems, females exceeded males consistently by two thirds. On an average, 2.34 episodes were recorded per patient per year. New health problems accounted for 84.5 % of the episodes, and 1.6 % were new cases which were continued to be treated in the respective following observation year. The rest was due to chronic conditions (13.9 %). Only 25 terms of illnesses were needed to label around 50 % of all the patient encounters; two thirds of all episodes could be labelled using 50 terms. Concerning the ?rmness of categorizing a complaint 49 % of the episodes of care had to be attributed to „symptoms and groups of symptoms“ (without any con?rmed diagnosis), 40 % to „picture of a classic disease, but not con?rmed“ and only 11 % were „de?nite diagnoses“ (con?rmed). Conclusions: The prevalence of health problems in a general practice represents a large part of the morbidity in a population. In a ten-yearsperiod in a single-handed practice, trends in frequency could already be observed. Continuous Bibliogra?e DOI 10.1055/s-2007-968157 Online-Publikation: 2007 Z Allg Med 2007; 83: 102–108 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York · ISSN 1433-6251 Korrespondenzadresse Prof. Dr med. G. Haidinger Abteilung für Epidemiologie Zentrum für Public Health Medizinische Universität Wien Borschkegasse 8a 1090 Wien · Österreich gerald.haidinger@meduniwien. ac.at Fink W, Haidinger G. Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen … Z Allg Med 2007; 83: 102–108 Originalarbeit 103 Schlussfolgerungen: Eine Erhebung von Gesundheitsstörungen auf Ebene einer Allgemeinpraxis erfasst einen quantitativ bedeutsamen Teil der Morbidität in der Bevölkerung. Während 10 Jahren lassen sich in einer einzelnen Praxis bereits Häu?gkeitstrends beobachten. Umso aussagekräftiger könnte eine kontinuierliche Fälle-Registrierung in repräsentativen Praxisnetzwerken sein. recording of episodes through networks of representative general practices could even be more predicative. Einleitung & Die Ordination des Allgemeinarztes stellt in den meisten Ländern die erste ärztliche Linie dar, wo Gesundheitsstörungen erstmals einem Arzt oder einer Ärztin präsentiert werden. Für die gesamte Gesundheitsversorgung, sowie für Planung von Kapazitäten und Kosten, ist es wichtig, über die Häu?gkeit des Auftretens verschiedener Gesundheitsstörungen in der Bevölkerung Bescheid zu wissen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, über Häu?gkeiten von in der Allgemeinpraxis präsentierten Gesundheitsstörungen während 10 Beobachtungsjahren zu berichten. Die Allgemeinpraxis wird hier als Spiegel der Störungen „vor Ort“ genommen. alle Behandlungsfälle im Wochenenddienst und bei Urlaubsvertretungen (von 4 bis 6 KollegInnen im medizinischen Versorgungs-Sprengel) mit erhoben wurden. In den vier Jahren dazwischen wurden nur die Fälle des Nachbarkollegen gezählt, mit dem die Vertretung an ordinationsfreien Tagen und im Urlaub geregelt ist. Nach 10 Jahren wurden die Karteikarten aller 3571 Einzelpersonen nochmals durchgearbeitet: Auf diese Weise kamen 24.532 Behandlungsfälle ( = Beratungsergebnisse) zustande, welche personenbezogen, gemeinsam mit den Variablen Geburtsjahr, Geschlecht, Kalenderwoche und -jahr der (Erst-)Konsultation, elektronisch erfasst wurden. Hierbei wurde jeder Fall (selbst bei mehrmaliger Konsultation wegen des selben Problems) nur einmal registriert. Die weitere Auswertung erfolgte mittels Statistik-Programm SPSS. Methoden & Zwischen 1. Oktober 1989 und 30. September 1999 wurden in einer Einzel-Allgemeinpraxis (WF) im ländlichen Raum in Niederösterreich alle Behandlungsfälle [1] (engl. „episodes of care“ [2]) personenbezogen registriert. Abweichend vom Kalenderjahr wurde die Beobachtungszeit in 10 Statistikjahre (1. Statistikjahr: 1. Oktober 1989 bis 30. September 1990 usw.) unterteilt. Die Behandlungsfälle wurden entweder als neue Fälle (N), oder als „Prozess“-Fälle (P = neue Fälle, die bis ins folgende Statistikjahr andauerten) oder – einmal pro Statistikjahr – als Dauerfälle (Z = behandlungsbedürftige, chronische Zustände) in einem Protokollbuch notiert. Am Ende des Arbeitstages erfolgte handschriftlich das Übertragen der Beratungsergebnisse in die, eigens für die Erhebung angelegten Patienten-Karteikarten [3]. Die Klassi?zierung und Benennung der Beratungsergebnisse erfolgte nach den De?nitionen der Kasugraphie [4]. Es handelt sich hierbei um Benennungen von Beschwerden, welche sich in mehrjährigen Fälle-Aufzeichnungen in mehreren Allgemeinpraxen als differenzierbar herauskristallisiert haben. Eine zusätzliche Klassi?zierung erfolgte nach den Kriterien „Symptom“ (A), „Symptomgruppe“ (B), „Bild einer Krankheit“ (ohne bewiesene Diagnose) (C), und „Diagnose“ (D) [4]. Klassi?ziert wurden alle gesundheitlichen Probleme die eine Beratung durch den Arzt notwendig machten, bei mehreren unterschiedlichen Beschwerden wurden alle gleichrangig notiert. Sollte sich im Verlauf der Erkrankung eine Änderung eines Beratungsergebnisses ergeben haben, wurde das ursprünglich eingetragene korrigiert, die Klassi?zierung entsprechend geändert, und nur mehr dieses korrigierte geführt und in die vorliegende Auswertung aufgenommen (z. B.: Präkordialschmerzen mit Müdigkeit [„B“] lassen sich nach koronar-angiogra?scher Abklärung eindeutig einer koronaren Herzkrankheit [„D“] zuordnen; aus dem Symptom „Dermatitis“ [„A“] wird nach Überweisung und Rückmeldung des Dermatologen das „Bild eines Herpes zoster“ [„C“] klassi?ziert). Neben der Einteilung in Statistikjahre können die Daten auch in drei Erhebungsperioden unterteilt werden (3 Jahre, 4 Jahre, 3 Jahre), wobei in den ersten und in den letzten drei Jahren auch Ergebnisse & Im Beobachtungszeitraum von 10 Jahren wurden 24. 532 Behandlungsfälle registriert (62,4 % von Frauen, 37,6 % von Männern). Sie wurden von insgesamt 3571 Personen (55,4 % weiblich, n = 1980; 44,6 % männlich, n = 1591) an die Allgemeinärztin herangetragen. Auf Erhebungsperioden verteilt, gab es in der ersten und dritten Periode (bestehend aus je drei Jahren) etwa genauso viele Behandlungsfälle pro Jahr wie in den vier Jahren dazwischen, in denen de facto nur Erkrankungsfälle bei eigenen Patienten erfasst wurden ( Abb. 1). In allen drei Perioden gab es konsistent wesentlich mehr Behandlungsfälle bei Frauen (Periode 1: Frauen 167 % der männlichen Behandlungsfälle; Periode 2: 165 %; Periode 3: 166 %). Betrachtet man einzelne Statistikjahre (1., 5. und 10. Jahr), so wurden sowohl im ersten als auch im letzten Statistikjahr im Durchschnitt pro Patient 2,34 Gesundheitsstörungen pro Jahr beobachtet, mit einem Maximum von durchschnittlich 9 Problemen ( Tab. 1). Im 5. Statistikjahr (Teil der mittleren Erhebungsperiode) lag der Durchschnitt mit 2,53 etwas höher. Unterteilt man die 24.532 Behandlungsfälle in neue Fälle (N), Prozess-Fälle (P) und in Zustandsfälle (Z) , so zeigt sich, dass es sich bei 84,5 % aller Beratungsergebnisse um neue Fälle handelt (N = 20.728). So genannte Prozess-Fälle, i.e. Fälle, die bereits im jeweiligen vorangegangenen Statistikjahr als neue Fälle anbehandelt wurden, machen 1,6 % aus (P = 394). 13,9 % der Behandlungsfälle (Z = 3410) betreffen chronische Zustände /Leiden. Tab. 2 werden die 50 häu?gsten Beratungsergebnisse, In gereiht nach der durchschnittlichen Häu?gkeit ihres Vorkommens in der Praxis, aufgelistet. Außer im Statistikjahr 4 dominiert immer das „Uncharakteristische Fieber“ (rund 70‰ aller Beratungsergebnisse), gefolgt von „Hypertonie (wahrscheinlich essentiell)“ (48‰). Die Affektionen des Bewegungsapparates: „Kreuzschmerz“, „Myalgie“, „Arthropathie-Periarthropathie“ konkurrieren mit der „afebrilen Allgemeinreaktion“, den Katarr- Fink W, Haidinger G. Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen … Z Allg Med 2007; 83: 102–108 104 Originalarbeit hen der oberen Luftwege (Tonsillitiden eingeschlossen) und gastrointestinalen Akuterkrankungen um die Ränge unter den ersten Zehn. Bemerkenswert ist, dass bei den, unter allgemeinärztlichen Bedingungen zu differenzierenden Beratungsergebnisse bei der Hälfte (50,6 %) aller Fälle mit 25 Bezeichnungen für Gesundheitsstörungen das Auslangen gefunden wird. Insgesamt 50 Begriffe reichen zur Beschreibung von rund zwei Drittel der Fälle (63,5 %) und 100 Begriffe zur Beschreibung von rund drei Viertel der Fälle (78,5 %). Die 250 häu?gsten Beratungsergebnisse decken rund 95 % der Fälle ab, die 300 häu?gsten rund 97 %. Häu?gkeit („Delta“) zwischen der ersten und der dritten Erhebungsperiode berechnet. Die 15 am stärksten in ihrer Häu?gkeit zunehmenden, die 15 gleichbleibendsten, sowie die 15 am deutlichsten abnehmenden Beratungsergebnisse werden in der Tab. 3 aufgelistet. Klassi?zierung & Erfolgt die Zuordnung der Beratungsergebnisse entsprechend einer Klassi?zierung in Symptom (A), Symptomgruppe (B), Bilder von Krankheiten (C) und in Diagnosen (D), so zeigt sich, dass, konstant über alle drei Erhebungsperioden, Symptome und Symptomgruppen rund die Hälfte der Beratungsergebnisse ausmachen ( Abb. 2). Die durchschnittliche Verteilung über alle 10 Beobachtungsjahre beträgt 28 % für Symptome, 21 % für Symptomgruppen, 40 % für Bilder einer Krankheit und 11 % für bestätigte Diagnosen im klassischen Sinn. Folglich könnten nur bei etwa der Hälfte der Behandlungsfälle die Beschwerdebilder mit Krankheitsentitäten in Verbindung gebracht werden und damit zu den primär ätiologisch ausgerichteten ICD – Kapiteln zugeordnet werden. Die andere Hälfte der Gesundheitsstörungen (Symptome oder Symptomgruppen) müsste unbefriedigenderweise zur Gänze dem Kapitel Nr XVIII „Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die andernorts nicht klassi?ziert sind (R00-R99)“ zugeordnet, bzw. mit der Ziffer „.9“ (ohne nähere Angaben, o.n.A.) codiert werden [5]. Ergebnisse Zunahme/Abnahme & Um Veränderungen in der Inzidenz/Prävalenz über die Zeit darzustellen, erfolgte ein Vergleich der ersten mit der dritten Erhebungsperiode. Es wurden dafür jene Beratungsergebnisse (n = 287) ausgewählt, welche zumindest einmal pro Jahr in der durchschnittlich großen Allgemeinpraxis gesehen werden („regelmäßig häu?g“). Für diese wurden die Veränderungen der Diskussion & Zur Messung der Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen wären große Erhebungen in der Bevölkerung interessant. Allerdings wird nur ein Bruchteil der Gesundheitsstörungen in der Bevölkerung an die Medizin herangetragen [6]. Zudem kann eine echte Gesamtmorbidität nur aus Stichproben geschätzt werden, denn der Umfang von Felduntersuchungen, Befragungen und Auswertungen für Register wäre enorm. Eine machbare Erhebung ist eine Statistik zu den Behandlungsfällen, wie sie in der Allgemeinpraxis, als der ersten ärztlichen Linie, gesehen werden. Die Gesamtzahl von Beratungsergebnissen, weswegen das Klientel einer Praxis vorstellig wird, wird von Braun als „Kasuität“ bezeichnet [7]. Die Kasuität in der Abb. 1 Verteilung der Behandlungsfälle, getrennt nach dem Geschlecht und nach Erhebungsperiode Tab. 1 Altersverteilung in der konsultierenden Praxispopulation (Personen/Fälle) – durchschnittliche und maximale Anzahl der Beratungsprobleme pro Jahr 0–9 186 1,96 10 141 2,48 11 158 1,95 8 10–19 101 1,80 6 65 1,52 4 104 1,66 6 20–29 158 2,08 8 96 1,85 8 111 1,84 7 30–39 142 1,83 7 117 1,97 8 178 1,90 7 40–49 88 2,42 13 48 2,17 8 132 2,02 8 50–59 157 2,66 11 123 3,06 10 114 2,56 10 60–69 159 2,85 11 129 2,87 8 181 3,14 12 70–79 124 2,81 9 91 2,78 9 154 3,0 11 80–89 97 2,81 11 69 3,65 8 79 2,68 10 90 + 11 2,08 6 14 357 8 33 2,67 9 Personen 1223 2,34 9,2 893 2,53 8,2 1244 2,34 8,8 Fälle 2864 Altersgruppen 1. Statistikjahr Durchschnittl. Fällezahl „episodes“ pro Jahr/Person Maximale Fällezahl/Person 5. Statistikjahr Durchschnittl. Fällezahl „episodes“ pro Jahr/Person Maximale Fällezahl/Person 10. Statistikjahr Durchschnittl. Fällezahl „episodes“ pro Jahr/Person Maximale Fällezahl/Person 2263 2913 Fink W, Haidinger G. Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen … Z Allg Med 2007; 83: 102–108 Originalarbeit 105 Tab. 2 Rangreihung der Beratungsergebnisse nach dem durchschnittlichen Vorkommen in 10 Jahren (Angaben in Promille) (PwnoB = Polymorphe, wahrscheinlich nicht organische Beschwerden) Rang Beratungsergebnis 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 Summe der Beratungsergebnisse (n) Uncharakteristisches Fieber Hypertonie (wahrscheinlich essentiell) Myalgie Kreuzschmerz Luftwegkatarrh kombiniert Arthropathie Periarthropathie Afebrile Allgemeinreaktion Husten Tonsillitis acuta (Angina) Diabetes mellitus (Typ I Typ II) Erbrechen und/oder Durchfall Schwindel Abdomenopathie Bronchitis acuta/chronica Ekzeme sonstige Präkordialschmerz Otitis media Arthrose (Arthrosis deformans) Herzinsuf?zienz chronisch Pharyngitis Zerumen Kopfschmerz Neuralgie + Neuritis Kontusion Konjunktivitis Zystitis HWI Hautwunde Dermatitis acuta Varizen Depression Obstipation (Stuhlträgheit) Bronchitis asthmoid Pneumonien Pw noB Epigastralgie (Oberbauchschmerzen) Insektenstich Statische (Fuss)beschwerden „sonst“ Zeckenbiss Ulcus cruris Mattigkeit/Müdigkeit/allgemein Halsschmerzen Nervositas Otalgie Verruca Krämpfe (abdominelle) Thrombophlebitis super?cialis Schlafstörungen Klimakterische Beschwerden Urticaria (acuta) Schnupfen 2864 73,67 41,20 33,52 26,89 15,01 28,63 26,19 30,73 12,22 20,25 19,20 18,51 19,55 9,43 10,82 17,46 8,03 12,22 7,68 5,59 8,38 16,06 19,20 12,92 8,03 3,84 8,03 7,33 6,63 4,89 2,79 6,63 3,84 3,14 8,73 6,28 5,24 1,40 5,24 5,59 10,13 2,79 3,84 3,49 5,59 4,54 5,59 3,49 3,84 6,28 2 2800 61,43 41,07 38,57 31,43 20,71 19,64 23,21 27,14 17,86 21,43 21,43 21,43 21,79 16,07 8,57 15,36 8,57 14,64 10,36 7,86 7,86 15,36 20,00 10,00 11,07 1,79 6,07 9,29 6,43 3,57 7,50 6,43 3,57 4,64 6,43 4,29 4,29 5,36 4,64 6,43 7,50 3,21 3,93 4,64 2,14 3,21 3,93 2,86 4,29 4,64 3 2297 78,36 42,66 38,31 33,09 13,50 22,20 30,47 20,46 15,24 19,59 15,24 19,16 17,41 16,11 11,32 15,24 5,22 10,01 12,63 8,27 12,19 7,84 10,01 10,01 11,32 7,40 8,27 9,58 7,84 2,18 6,97 4,79 4,35 5,22 5,22 6,97 3,48 4,79 6,09 4,35 4,35 3,05 4,79 2,18 6,53 4,79 6,09 2,61 6,09 3,48 4 2209 52,51 56,59 39,84 39,84 32,14 25,35 11,77 16,30 23,54 20,82 16,30 20,37 12,68 15,39 13,58 19,47 8,60 9,51 14,49 11,77 10,86 10,41 7,70 10,41 9,51 3,17 3,62 7,24 4,98 6,79 10,86 4,98 4,07 5,89 5,43 2,72 4,53 6,34 6,34 4,53 3,62 4,98 4,98 4,07 4,98 4,07 5,43 5,89 4,98 5,43 5 2263 70,70 45,96 41,54 26,07 30,05 26,07 18,12 22,09 22,98 18,12 18,12 12,37 12,37 23,42 17,23 12,81 12,37 6,63 14,14 17,68 11,93 7,95 5,30 13,26 6,63 9,72 7,51 7,95 9,28 5,30 3,54 7,51 10,16 5,74 5,30 6,19 4,42 5,30 3,54 2,65 2,21 6,63 3,98 4,42 4,86 3,09 3,98 4,86 4,86 4,42 Statistikjahr 6 1925 74,29 52,99 41,56 24,94 39,48 29,61 19,22 20,78 24,94 21,30 18,18 9,87 7,79 18,18 15,06 9,35 12,47 7,79 16,10 10,91 16,62 6,75 7,79 7,27 10,39 7,27 6,75 6,23 7,27 5,71 5,19 6,23 4,68 5,19 3,64 5,19 6,75 4,68 6,23 2,60 1,04 4,68 6,75 6,75 3,12 4,16 1,56 6,23 2,60 3,12 7 2003 67,90 51,42 26,96 23,46 41,94 18,97 23,96 26,96 16,48 21,97 16,48 14,48 17,47 15,48 20,47 9,99 12,98 12,98 7,49 13,48 11,48 6,99 5,99 7,49 9,99 8,99 5,99 4,49 6,99 6,99 5,99 4,49 7,49 8,49 3,99 5,49 6,99 8,99 4,49 3,99 3,99 3,00 3,49 5,49 4,99 5,99 1,50 5,99 4,99 3,00 8 2458 76,89 50,04 32,95 26,85 31,73 30,51 27,66 26,85 13,83 18,31 13,43 15,46 14,65 16,27 15,87 16,27 13,43 13,83 11,80 9,36 12,61 8,54 5,29 7,32 8,95 10,17 7,73 5,70 5,29 6,51 5,29 4,88 5,29 4,48 5,70 6,51 5,70 5,29 4,88 4,07 4,48 5,29 3,25 4,48 2,85 2,85 3,25 2,44 2,44 2,03 9 2800 61,43 50,36 31,79 24,29 24,29 25,36 24,29 19,64 32,50 13,93 17,50 15,71 11,43 10,00 14,29 10,36 19,29 11,43 11,07 16,07 10,36 7,50 6,07 7,86 6,43 7,86 7,14 3,93 5,36 8,57 7,50 6,79 8,21 6,79 5,00 7,50 5,71 3,57 3,93 6,07 4,64 5,00 5,36 3,57 3,21 3,21 4,64 3,21 2,14 2,50 10 2913 79,64 52,18 31,58 33,64 26,09 27,46 27,46 20,25 21,28 17,16 20,60 16,48 13,39 10,99 14,76 10,64 12,70 12,36 9,27 10,30 6,87 9,96 8,24 6,18 3,43 9,96 6,18 4,81 6,87 12,02 7,55 8,93 6,52 7,90 5,49 4,46 4,81 3,43 2,06 4,81 1,03 4,46 2,40 3,78 2,75 4,46 3,09 3,43 3,78 3,78 Gesamt 24532 69,75 48,14 35,46 29,15 26,62 25,44 23,56 23,28 20,06 19,12 17,81 16,63 15,08 14,76 13,94 13,78 11,41 11,33 11,29 10,97 10,60 10,03 9,95 9,29 8,40 6,93 6,77 6,64 6,64 6,36 6,32 6,28 5,79 5,71 5,63 5,58 5,14 4,73 4,65 4,65 4,48 4,28 4,20 4,20 4,04 3,99 3,99 3,95 3,95 3,91 Allgemeinpraxis ist folglich eine, den gesundheitlichen Problemen in der Bevölkerung sehr nahe kommende, fassbare Größe und damit bedeutend für die Gesundheitsplanung. Durch die Registrierung und den nachfolgenden Vergleich von Jahresergebnissen in seiner Allgemeinpraxis stellte Braun eine Regelmäßig- keit dieser Kasuität fest, welche er „Fälleverteilungsgesetz“ nannte [8]. Demnach lassen sich bereits aus der Erhebung in einer Durchschnittspraxis Rückschlüsse über die Verteilung der Fälle in den anderen Durchschnittspraxen ziehen. Fink W, Haidinger G. Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen … Z Allg Med 2007; 83: 102–108 106 Originalarbeit Tab. 3 Jeweils 15 Beratungsergebnisse mit der stärksten Zunahme (Delta negativ) und Abnahme (Delta positiv) der Prävalenz, sowie 15 Beratungsergebnisse mit gleichbleibender Häu?gkeit, berechnet nach der Häu?gkeit in den Erhebungsperioden I und III (in Promille) Periode Statistikjahre 1?3 Luftwegkatarrh kombiniert Hypertonie (wahrscheinlich essentiell) Tonsillitis acuta (Angina) Otitis media Uncharakteristisches Fieber Depression Zystitis HWI Pharyngitis Ekzeme sonstige Arthropathie Periarthropathie Sinusitis PanPneumonien Polymorphe wahrscheinl. nicht organ. Beschwerden Koronare Herzkrankheit (ERGO u/o ANGIO) Marasmus senilis Arthrose (Arthrosis deformans) Klimakterische Beschwerden Distorsio genus Verletzungen leicht kombiniert Polyarthritis chronica (Rheumatoide Arthritis) Sexualprobleme (außer Probleme durch Kontrazeptiva) Tremor Hyperkeratose sonstige Ulcus pepticum ventriculi/duodeni Reisekrankheit Eßsucht (Bulimie-Phasen) Hypoglykämie Mononucleosis infectiosa Meniskusläsion Mucoviszidose Abmagerung (Gewichtsverlust) Herzklopfen Schwangerschaft und Geburt Schwindel Präkordialschmerz Dermatitis acuta Konjunktivitis Kontusion Diabetes mellitus (Typ I Typ II) Halsschmerzen Husten Myalgie Kopfschmerz 16,6 41,6 15,1 7,4 1,1 3,6 4,1 7,2 10,2 23,6 1,9 3,9 4,3 0,9 2,6 12,4 3,0 1,3 1,3 1,0 0,9 0,8 0,8 0,8 0,6 0,5 0,5 0,4 0,4 0,4 2,8 3,6 5,0 19,7 16,1 8,7 10,0 11,1 20,5 7,5 26,5 36,7 13,4 Statistikjahre 4?7 35,6 51,7 22,0 11,5 2,9 6,2 7,3 13,6 16,5 25,0 3,2 6,7 6,3 2,4 4,0 9,2 5,7 1,5 0,5 1,1 1,0 0,0 1,0 1,0 1,0 0,6 0,1 0,2 0,2 0,5 1,5 1,1 3,7 14,4 13,1 6,5 9,0 9,8 20,5 2,7 21,4 37,6 8,1 Statistikjahre 8 ? 10 27,2 50,9 22,9 15,2 6,9 9,2 9,3 12,0 14,9 27,7 5,9 6,7 6,5 2,9 4,7 12,5 3,1 1,2 1,2 1,0 0,9 0,7 0,7 0,7 0,6 0,5 0,5 0,4 0,4 0,4 0,6 1,2 2,2 15,9 12,2 4,8 6,1 7,1 16,4 3,3 22,0 32,1 8,7 26,6 48,1 20,1 11,4 3,6 6,4 6,9 11,0 13,9 25,4 3,7 5,8 5,7 2,1 3,8 11,3 4,0 1,3 1,0 1,0 0,9 0,5 0,8 0,8 0,7 0,5 0,4 0,3 0,3 0,4 1,6 2,0 3,6 16,6 13,8 6,6 8,4 9,3 19,1 4,5 23,3 35,5 10,0 ? 10,6 ? 9,3 ? 7,8 ? 7,8 ? 5,7 ? 5,5 ? 5,2 ? 4,8 ? 4,8 ? 4,0 ? 4,0 ? 2,8 ? 2,2 ? 2,1 ? 2,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 2,2 2,4 2,8 3,8 3,8 3,9 3,9 4,0 4,1 4,2 4,5 4,6 4,8 Gesamt Delta Besser wäre jedoch die Registrierung von Beratungsergebnissen in einem Netzwerk von Sentinel-Allgemeinpraxen. Nach Art eines Registers könnten Schätzungen über die Morbidität in der Bevölkerung angestellt und vermutete regionale, aber auch arztspezi?sche Unterschiede (zum Beispiel durch Sub-Spezialisierung, Prosenc’sches Phänomen [9]) mit verlässlichen und vergleichbaren Daten abgestützt werden. Anstrengungen zur Errichtung solcher Netzwerke gibt es in einzelnen europäischen Ländern bereits seit Jahren [10], in Österreich erst seit kurzer Zeit [11]. Veränderungen der Häu?gkeit & Werden einzelne Beratungsergebnisse in den drei Erhebungsperioden der 10 Praxisjahre im Zeitraum 1989–1999 betrachtet, so ?nden sich diese in ihrer Häu?gkeit ähnlich gerangreiht, und es bestätigte sich erwartungsgemäß, dass Häu?ges immer häu?g gesehen wurde, und Seltenes selten [12]: Viele Beratungsergebnisse schwankten in ihrer Häu?gkeit nur unwesentlich, so sind Schwindel, Abdomenopathie, Husten, Erbrechen und/oder Durchfall, Ekzem und Präkordialschmerz immer in den ersten 20 Rängen zu ?nden, während zum Beispiel Fink W, Haidinger G. Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen … Z Allg Med 2007; 83: 102–108 Originalarbeit 107 ist, da deren entsprechende Delta-Werte gegensätzlich verlaufen ( Tab. 3). Bemerkenswert ist jedenfalls die sehr konstante Zahl von Beratungsergebnissen wie „Arthrose“, „klimakterische Beschwerden“, „Distorsio genus“, „Verletzungen leicht/kombiniert“ und „Polyarthritis chronica“. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich in 10 Jahren sowohl eine Konstanz als auch eine Variabilität der beobachteten Beratungsergebnisse in einer einzelnen Allgemeinpraxis zeigt. Um Aussagen über die Häu?gkeit von Krankheiten in der Bevölkerung und/oder über Teilaspekte der Kasuität treffen zu können, wäre es wünschenswert, durch Erhebungen in Praxisnetzwerken Daten größerer Populationen zu sammeln und auszuwerten. Abb. 2 Verteilung der Klassi?zierungsarten von Beratungsergebnissen: Symptom (A), Symptomgruppe (B), Bilder von Krankheiten (C) und Diagnosen (D) in den Erhebungsperioden Danksagung & Diese Fälle-Auswertung hätte nie ohne Herrn Walter Frank realisiert werden können, der an die Machbarkeit der nachträglichen Eingabe in den Computer geglaubt hat, und der die Eingabe dann sorgfältigst durchgeführt hat. Glossodynie, Balanitis oder Vaskulitis immer auf Plätzen zwischen 200 und 350 rangieren. Auch hatte es auf die Kasuität keinen besonderen Ein?uss, dass in der ersten und letzten Erhebungsperiode alle Vertretungsfälle mitgezählt wurden. Einzelne Beratungsergebnisse zeigen über die Beobachtungszeit zunehmende, andere wiederum abnehmende Häu?gkeiten ( Tab. 2). Diese Schwankungen der Häu?gkeit können beein?usst werden durch: demographische Veränderungen der Population [13], echte Veränderung der Inzidenz (z. B. pyogene Infektionen [14]), geändertes Konsultationsverhalten der Patienten [13], Werbung und dadurch gestiegene Aufmerksamkeit gegenüber bestimmten Beschwerden in der Bevölkerung [15], gesteigerte Awareness bei Ärzten [15], Verbesserung diagnostischer Möglichkeiten (z. B. Neoplasien, koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt), häu?gere Klassi?zierung wegen optimierter Therapie durch besser verträgliche, wirksamere Arzneimittel (z. B. Einsatz von SSRI bei Depressionen, von PPI bei abdominellen Beschwerden). Gerade bei Schwankungen der Häu?gkeit wäre es lohnend, Beobachtungen in einer größeren Anzahl von Praxen durchzuführen und Trends zu erfassen. Um die Verzerrung durch individuelle Benennungsvorlieben zu minimieren, muss dabei sichergestellt werden, dass einerseits eine einheitliche Nomenklatur verwendet wird, und dass andererseits gleiche Beschwerdebilder von verschiedenen Ärzten gleich kategorisiert werden. Zu diesem Thema konnte Booth [10] zeigen, wie allein eine Transcodierung Häu?gkeiten verzerren kann. Bei Erhebungen und Auswertungen mehrerer Arztpraxen ist also darauf zu achten, dass einerseits eine gleiche Benennung durch die Allgemeinärzte erfolgt, und dass andererseits die Auswertungen durch Clusterbildung eine gewisse Granularität nicht unterschreiten [16]. Nimmt man eine regelmäßige Häu?gkeit in der Fälleverteilung als gegeben an, dann lässt sich vermuten, dass die unterschiedlichen Häu?gkeiten von „Luftwegekatarrh“ und „Husten“, oder von „Halsschmerz“ und „Pharyngitis“ in der ersten und in der dritten Erhebungsperiode sogar auf eine intra-individuelle Variabilität der Benennung der Beratungsergebnisse zurückzuführen Interessenskon?ikt: keine angegeben. Literatur 1 WONCA International Classi?cation Committee (Hrsg) Internationale Klassi?zierung der medizinischen Primärversorgung ICPC-2, Ein Codierungssystem der Allgemeinmedizin. Wien, New York: Springer, 2001 2 WONCA International Classi?cation Committee (eds) An International Glossary for General Family Practice Reprinted from Family Practice, Vol.12,No.3. Oxford: Oxford University Press, 1995 3 Braun RN: Wissenschaftliches Arbeiten in der Allgemeinmedizin. Einführung in die eigenständige Forschungsmethode. Berlin, Heidelberg, New York, London, Paris: Springer, 1988. 4 Landolt-Theus P, Danninger H, Braun RN: Kasugraphie. Benennung der regelmäßig häu?gen Fälle in der Allgemeinmedizin. Mainz: Kirchheim, 2. Au?age 1994 5 Deutsches Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation (Hrsg) Internationale statistische Klassi?kation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme 10. Revision. Bern: Hans Huber, 1994 6 Braun RN, Temml Ch: Die sogenannte Morbidität. Wien Med Wochenschr 2002; 152: 618–623 7 Braun RN, Haber P, Das Fälleverteilungsgesetz: Entdeckung, Fortschreibung und Konsequenzen – Praktisches Vorgehen bei Fällestatistiken–Korrelationsanalytische Signi?kanzberechnungen. Allgemeinarzt 1998; 19: 1848–1860 8 Braun RN: Die gezielte Diagnostik in der Praxis. Grundlagen und Krankheitshäu?gkeit. Stuttgart: Schattauer, 1957 9 Prosenc F: Über bemerkenswerte Variationen bei der Fälleverteilung in einer Allgemeinpraxis. Medizinische Welt 1967; 18: 2647–2648 10 Lagasse R, Desmet M, Jamoulle M, et al European situation of the routine medical data collection and their utilisation for health monitoring. Final Report. December 2001. Bruxelles: Université Libre de Bruxelles, 2001; www.ulb.ac.be/esp/emd/Emd_rep.pdf (accessed on Jan 16, 2007) 11 Haidinger G, Vutuc C, Maier M: Registries and informed consent. New England Journal of Medicine 2004; 351/6: 613 12 Braun RN: Lehrbuch der Allgemeinmedizin - Theorie, Fachsprache und Praxis. Mainz: Kirchheim, 1986 13 Crombie DL, Cross KW, Fleming DM: The problem of diagnostic variability in general practice. J Epidemiology and Community Health 1992; 46: 447–454 14 Fink WV: Fällestatistiken und Lebenserwartung. Wien Med Wschr 2001; 151: 240–244 15 Asher MI, Montefort S, Björkstén B, et al, and the ISAAC Phase Three Study Group: Worldwide time trends in the prevalence of symptoms of asthma, allergic rhinoconjunctivitis, and eczema in childhood: Fink W, Haidinger G. Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen … Z Allg Med 2007; 83: 102–108 108 Originalarbeit ISAAC Phases One and Three repeat multicountry cross-sectional surveys. Lancet 2006; 368: 733–743 16 Sonnleitner A, Über die Bedeutung der derzeit individuellen Benennung der Beratungsergebnisse. Wien, Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, 1986. Zur Person Dr. med. univ. Waltraud Fink, ist seit 1982 in einer Landpraxis in Niederösterreich als Allgemeinärztin niedergelassen. Bereits während des Studiums galt ihr Interesse der Allgemeinmedizin. Sie besuchte die Vorlesungen von Robert N. Braun und absolvierte ein Lehrpraktikum bei ihm. Ab 1990 erhielt sie Lehraufträge für allgemeinmedizinische Lehrveranstaltungen an der medizinischen Fakultät der Universität Wien. Zur Vorbereitung und als Anschauungsmaterial für die Studenten und Studentinnen dienten ihr eigene kontinuierliche Aufzeichnungen der unausgelesenen Gesundheitsstörungen in ihrem Patientengut. Diese Registrierung war dann auch Ausgangspunkt für Forschungsarbeiten in der Allgemeinmedizin. Fink ist National Representative Österreichs im European General Practice Research Network (EGPRN) und Mitglied der Arbeitsgruppe Researching Electronic Patient Records. Fink W, Haidinger G. Die Häu?gkeit von Gesundheitsstörungen … Z Allg Med 2007; 83: 102–108


(Stand: 03.03.2007)

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