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Rostocker Hausärzte im Visier - Vergleich der Berufszufriedenheit 2004 und 2006

DOI: 10.1055/s-2007-970135

Rostocker Hausärzte im Visier - Vergleich der Berufszufriedenheit 2004 und 2006

98 Originalarbeit Rostocker Hausärzte im Visier – Vergleich der Berufszufriedenheit 2004 und 2006 A View on General Practitioners in Rostock – Comparison of GP’s job satisfaction 2004 and 2006 Autoren Institute H.-M. Schäfer1, A. Becker3, H. Krentz2, R. Harloff1 1 2 3 Lehrbereich Allgemeinmedizin der Universität Rostock Institut für Medizinische Informatik und Biometrie der Universität Rostock Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin, Philipps-Universität Marburg Schlüsselwörter Fragebogen Berufszufriedenheit Hausärzte Key words questionnaire professional satisfaction General Practitioners Zusammenfassung & Hintergrund: In den letzten zwei Jahren haben deutsche Ärzte mit Streiks und Demonstrationen gegen ihre Arbeitsbedingungen protestiert. In diesem Zeitraum wurden eine neue Gebührenordnung, strukturierte Behandlungsprogramme und Verträge zur integrativen Versorgung eingeführt. Im Mai 2004 war erstmalig die Berufszufriedenheit Rostocker Hausärzte mit einem von Bovier et al. 1999 entwickelten arztspezi?schen Fragebogen untersucht worden. Nach 18 Monaten erfolgte nun eine erneute Befragung in dieser Region mit demselben Instrument. Methoden: In einer Querschnittsuntersuchung wurde mit dem von Bovier entwickelten Fragebogen die Berufszufriedenheit von Hausärzten in Rostock erhoben und mit den Daten einer 18 Monate zuvor erfolgten Messung verglichen. Ergebnisse: Bei einer Rücklaufquote von 60,2 % der befragten 113 Ärzte zeigt sich hinsichtlich der Gesamtbeurteilung der Berufszufriedenheit keine signi?kante Veränderung. Die Betrachtung der Einzeldimensionen der Berufszufriedenheit ergibt jedoch eine signi?kant schlechtere Beurteilung des derzeitigen Einkommens als vor 2 Jahren. Die Bereiche Patientenbetreuung, persönlicher Gewinn und beru?iche Beziehungen werden weiterhin positiv bewertet, während Verwaltungsarbeit und Freizeit als unbefriedigend eingestuft werden. Diskussion: Zwar hat sich die Gesamtzufriedenheit der Hausärzte nicht geändert, doch deckt sich das signi?kant schlechter bewertete Einkommen mit der von Hausärzten vorgebrachten Forderung nach einer besseren Leistungsvergütung. Erwartungsgemäß haben sich die Zufriedenheit mit Verwaltungsarbeit und Freizeit nicht verbessert, die Zufriedenheit mit originär ärztlichen Tätigkeiten ist gleich geblieben. Abstract & Background: During the last two years German physicians went on strike and protested against bad working conditions. During this time doctors´ reimbursement changed and disease management programs as well as contracts for integrated health care have been introduced. In May 2004 we used the physicians’ questionnaire for professional satisfaction developed by Bovier et al in 1999 to study general practitioners’ job satisfaction in Rostock. Now 18 months later we did a second study in this region using the same instrument. Methods: We performed a cross sectional study to evaluate the professional job satisfaction of general practitioners in Rostock using Bovier’s questionnaire. Data were compared to the ?rst study 18 months back. Results: There was no signi?cant change in overall job satisfaction regarding 113 physicians (response rate 60,2 %). Looking at the different dimensions of job satisfaction there is a signi?cant dicrease in satisfaction with the present income compared to results two years back. Again a high degree of satisfaction was reported with regard to patient care, “personal satisfaction”, and professional relationships. Topics like administrative tasks and leisure time were rated as dissatisfying. Discussion: Overall job satisfaction has not changed. However the low satisfaction with income corresponds with general practitioners’ claim for better reimbursement. As expected satisfaction with administrative tasks and leisure time has not changed; satisfaction with the speci?cs of general practice remained constant. Bibliogra?e DOI 10.1055/s-2007-970135 Online-Publikation: 2007 Z Allg Med 2007; 83: 98–101 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York · ISSN 1433-6251 Korrespondenzadresse Dr. med. H.-M. Schäfer Lehrbeauftragter der Universität Rostock Doberaner Str. 140 18057 Rostock schaeferzingst@aol.com Schäfer H-M et al. Rostocker Hausärzte im Visier… Z Allg Med 2007; 83: 98–101 Originalarbeit 99 Einleitung & Zweifellos hat sich die ärztliche Berufsausübung in den letzten Jahren durch medizinische Fortschritte, aber auch durch politische und strukturelle Rahmenbedingungen erheblich gewandelt. Neben einer völlig neuen Gebührenordnung für Kassenärzte wurden weitere strukturierte Behandlungsprogramme (DMP) eingeführt und integrierte Versorgungsmodelle (Hausärztevertrag mit einigen Krankenkassen) vorangetrieben. Die Unzufriedenheit mit diesen Rahmenbedingungen und einer schlechten Leistungsvergütung hat in Deutschland seit Anfang 2005 zu Protestmaßnahmen und Streiks geführt. Im Juni 2005 fand der erste landesweite Ärztestreik in Mecklenburg-Vorpommern statt, dessen Ziel die Sicherung des Einkommens durch einen angemessenen Punktwert für ärztliche Leistungen war [1]. Über 200 niedergelassene Ärzte und Psychologen wollten durch Demonstration vor dem Gebäude der AOK in Schwerin einen besseren Vertragsabschluss erreichen. Bereits im Mai 2004 waren alle Hausärzte der Stadt Rostock im Rahmen eines Städtevergleichs mit Ulm und der französischen Stadt Tours anhand des von Bovier entwickelten Fragebogens zur Berufszufriedenheit untersucht worden [2]. Die Analyse ergab eine gute Beurteilung selbstständiger Patientenbetreuung, kollegialer Zusammenarbeit und des persönlichen Gewinns bei der Arbeit, während die komplexe Arbeitsbelastung und Einkommenssituation negativ beurteilt wurden. Die Gesamtbeurteilung der Berufszufriedenheit wurde mit 4,5 von 7 Punkten als mäßig eingeschätzt. In der vorliegenden Arbeit soll mit demselben Instrument untersucht werden, wie sich die Berufszufriedenheit Rostocker Hausärzte innerhalb von 18 Monaten entwickelt hat. Konsistenz für den Bereich „Patientenversorgung“ wird mit 0,76; für „Arbeitsbelastung“ mit 0,79; für „Einkommen/sozialer Status“ mit 0,83; für „persönliche Zufriedenheit“ mit 0,71 und für „beru?iche Beziehungen“ mit 0,66 angegeben. Die Beurteilung erfolgt auf einer siebenstu?gen Likertskala von 1 (sehr zufrieden) bis 7 (sehr unzufrieden). Neben der Berufszufriedenheit wurden demographische Daten wie Alter, Geschlecht und Praxisform erhoben ( Tab. 1). Drei Monate nach Anschreiben der Ärzte wurden alle eingetroffenen Fragebögen ausgewertet und mit dem Statistikprogramm SPSS (Version 13,0) analysiert. Mittelwertsvergleiche mit den Ergebnissen der früheren Befragung wurden mit dem MannWhitney-U-Test für die einzelnen Fragen getestet und auf statistische Signi?kanz geprüft. Primärfragestellung war die Veränderung der Gesamtzufriedenheit zwischen heutigem und damaligem Messzeitpunkt. Alle anderen Auswertungen der einzelnen Dimensionen sind als Sekundärfragestellungen zu betrachten. Eine Korrektur für multiples Testen wurde nicht durchgeführt. Ergebnisse & Berufszufriedenheit der Hausärzte Anfang 2006 Bei einer Rücklaufquote von 60,2 % ergibt die demographische Analyse der Stichprobe ein Durchschnittsalter von 50,4 Jahren. In der Geschlechterverteilung liegt der Frauenanteil mit 76,5 % sehr hoch, der Anteil der Gemeinschaftspraxen liegt bei 38,2 % ( Tab. 1). Die Gesamtzufriedenheit wird mit 4,5 Punkten nur als mäßig eingeschätzt. Die Bereiche „Patientenbetreuung, Persönlicher Gewinn“ und „Beru?iche Beziehungen“ werden im Durchschnitt positiv eingestuft, während „Belastung“ und „Einkommenssituation“ negativ beurteilt werden. Der niedrigste Wert wurde mit 1,97 Punkten für die „Zeit und Energie für zu leistende Verwaltungsarbeit“ vergeben, der höchste Wert mit 6,16 für die „Beziehung zu den betreuten Patienten“ ( Tab. 2). Methoden & Mittels postalischer Befragung wurden Ende Dezember 2005 erneut alle 140 Hausärzte der Stadt Rostock gebeten, den Bovier’schen Fragebogen zur Berufszufriedenheit [3] auszufüllen. Dieser Fragebogen orientiert sich an den von der „Society of General Internal Medicine Career Satisfaction Group“ charakterisierten Komponenten der Arbeits – und Berufszufriedenheit von Ärzten [4, 5]. In 17 Einzelfragen werden 5 Dimensionen der Berufszufriedenheit angesprochen. Die interne Tab. 1 Soziodemographische Daten Rostocker Hausärzte 2004 Anzahl befragter Hausärzte Rücklauf Fragebögen Durchschnittsalter In der Stichprobe Angabe der KV Mecklenburg- Vorpommern* Geschlecht In der Stichprobe Angabe der KV Mecklenburg- Vorpommern* Praxisform In der Stichprobe Angabe der KV Mecklenburg- Vorpommern* * Entwicklung der Berufszufriedenheit seit 2004 Die Rücklaufquote liegt auf etwa gleichem Niveau mit der Voruntersuchung von Mai 2004 (60,7 %). Bei der demographischen Analyse zeigt die Stichprobe eine Zunahme des 2006 n = 140 60,2 % * n = 138 61,5 % 49,1 50,2 weiblich 82,7 % 74,3 Einzelpraxis 62,7 % 68,7 % männlich 17,3 % 25,7 Gemeinsch.praxis 37,3 % 31,3 % 50,4 51,4 weiblich 76,5 % 67,9 % Einzelpraxis 61,8 % 65,7 % männlich 23,5 % 32,1 % Gemeinsch. praxis 38,2 % 34,3 % = Grundgesamtheit nach Angabe der KV Mecklenburg-Vorpommern Schäfer H-M et al. Rostocker Hausärzte im Visier… Z Allg Med 2007; 83: 98–101 100 Originalarbeit Betroffenheit der Hausärzte sein. Unter diesen Umständen kann jedoch auch von einem Selektionsbias bei der Erhebung ausgegangen werden. Wie in der Voruntersuchung von 2004 dürften insbesondere Ärzte geantwortet haben die mit der derzeitigen Situation unzufrieden sind. Die beiden Stichproben ähneln sich hinsichtlich ihrer soziodemographischen Struktur – die Responsrate ist gleichermaßen hoch. Auffällig ist der hohe Frauenanteil in der Stichprobe, der aber auf eine entsprechende Verteilung in der Grundgesamtheit der niedergelassen Ärzte zurückgeht Tab. 1). (siehe Angaben der KV Mecklenburg-Vorpommern, Dieser außerordentlich große Frauenanteil dürfte Folge einer zu DDR-Zeiten praktizierten Förderung von Frauen in sonst von Männern ausgeübten Berufen sein. Ähnliche Phänomene zeigen sich in technischen Berufen, wie Ingenieurwissenschaften oder Agrarökonomie. Der Beobachtungszeitraum ist mit 18 Monaten relativ kurz, beinhaltet aber eine Phase zahlreicher struktureller Veränderungen hausärztlicher Tätigkeit: eine neue Gebührenordnung, neue Disease-Management-Programme und Verträge zur integrierten Versorgung (z.B. Hausärztevertrag) wurden eingeführt. Eine Verlaufsbeurteilung der Berufszufriedenheit anhand der beiden Stichproben ist jedoch problematisch, da es sich um zwei Querschnittsuntersuchungen und nicht um eine Kohortenstudie handelt. Rückschlüsse auf die Entwicklung der Berufszufriedenheit sind nur indirekt, über Änderungen der prozentualen Verteilung innerhalb der Stichproben möglich. Die Bewertung der allgemeinen Berufszufriedenheit ( Tab. 2) ist nicht signi?kant. Auch spiegeln die Ergebnisse der Einzeldimensionen Sekundäranalysen ohne Korrektur für multiples Testen wider und sind so mit Vorbehalt zu betrachten. Der benutzte Fragebogen zur Berufszufriedenheit von Ärzten wurde – mit Ausnahme der eigenen Untersuchung [2] – bisher nicht für vergleichende Längsschnittuntersuchungen verwendet. Es gibt also bislang keine Angaben zur Änderungssensitivität des Fragebogens. Trotz methodischer Einschränkungen geben die Daten ein komplexes und logisch konsistentes Bild der Berufszufriedenheit von Hausärzten wider: einer unverändert guten Beurteilung interner Faktoren wie selbstständige Patientenbetreuung, Kollegialität und Teamgeist stehen eine negative Bewertung von Arbeitsanfall (Verwaltungsarbeit, wenig Freizeit) und Vergütung/ Einkommen gegenüber. Dabei ist die Bewertung des Einkommens signi?kant von 4,3 auf 3,8 Punkte gefallen (p = 0,05) ( Tab. 2). Eine Zusammenhangsanalyse aller Dimensionen und soziodemographischer Ein?ussfaktoren wird an einer größeren Stichprobe, der Hauptstudie (bezogen auf alle Hausärzte Mecklenburg-Vorpommerns) durchgeführt werden. Die Ergebnisse stimmen im Wesentlichen auch mit den vom Deutschen Ärzteblatt im Februar/März 2003 durchgeführten Survey zur Zufriedenheit deutscher Ärzte überein [6]. 7000 zufällig ausgewählte Ärzte wurden zu 65 Bereichen ihres Lebens befragt, u.a. auch zu ihrer Berufszufriedenheit. Von den 31 % Respondern war mehr als die Hälfte mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden. Bei hoher Bewertung von Zufriedenheit mit der Patientenversorgung (58,6 %) urteilten die Ärztinnen und Ärzte negativ über die hohe Arbeitszeitbelastung, ständig wachsenden Verwaltungsaufwand und nicht leistungsgerechte Vergütung. Zudem wurde das Arztbild in den Publikumsmedien von der überwiegenden Zahl der Ärzte (65,8 %) negativ beurteilt. Auch in dieser Studie muss jedoch bei niedriger Responsrate ein erheblicher Selektionsbias angenommen werden. Tab. 2 Mittlere Berufszufriedenheit in Einzeldimension (Skala von 1–7 mit 7 = sehr zufrieden, 1 = sehr unzufrieden), Vergleich der beiden Rostocker Erhebungen 2004 und 2006. Inhalte der Befragung Patientenbetreuung Beziehung zu den betreuten Patienten Möglichkeit die Patienten nach eigener Ansicht zu behandeln Möglichkeit der Vorstellung bei einem Spezialisten Qualität der selbst angebotenen Patientenversorgung Belastung Arbeitsbelastung Zeit für Familie, Freunde und Freizeitaktivität Stressniveau bei der Arbeit Zeit und Energie für zu leistende Verwaltungsarbeit Einkommenssituation/Sozialer Status Derzeitiges Einkommen* aktuelle Vergütung für primärärztliches Handeln Ansehen in der Bevölkerung Persönlicher Gewinn intellektuelle Herausforderung bei der Arbeit Weiterbildungsmöglichkeiten Freude bei der Arbeit Beru?iche Beziehungen beru?iche Beziehung und Austausch mit Kollegen Beziehung zu nichtärztlichem Personal Allgemeine Beurteilung zusammenfassende Beurteilung der momentanen beru?ichen Situation * 2004 5.94 4.72 5.05 5.25 2006 6.16 4.60 5.06 5.31 3.25 3.00 3.05 1.97 3.13 2.82 2.96 1.97 4,31* 3.59 5.03 5.23 5.49 5.08 5.21 5.91 3,81* 3.27 5.34 5.36 5.53 5.02 5.24 5.91 4.50 4.49 = statistisch signi?kant, p = 0.05 Durchschnittsalters von 49,1 auf 50,4 Jahre, in der Geschlechterverteilung eine geringe Zunahme der männlichen Kollegen – bei weitaus überwiegendem Frauenanteil (76,5 %) – und Anstieg des Anteils der Gemeinschaftspraxen von 37,3 % auf 38,2 %. Die Gesamtbeurteilung der Berufszufriedenheit hat sich im Beobachtungszeitraum nicht verändert. Allerdings zeigt die Bewertung des „derzeitigen Einkommens“ (C1) eine signi?kante Verschlechterung mit 3,8 gegenüber 4,3 Punkten im Jahr 2004 (p = 0,05). Eine positivere Bewertung einzelner Fragen wie „Beziehung zu betreuten Patienten“ (A1, p = 0,156), „Qualität der selbst angebotenen Patientenversorgung“ (A4, p = 0,735), „Ansehen in der Bevölkerung“ (C3, p = 0,139), „intelektuelle Herausforderung bei der Arbeit“ (D1, p = 0,535) und „Weiterbildungsmöglichkeiten“ (D2, p = 0,512) war nicht signi?kant. Diskussion Nachdem bereits im Mai 2004 eine Untersuchung aller Rostocker Hausärzte zur Berufszufriedenheit durchgeführt worden war, erfolgte im Dezember 2005 ein erneuter Survey mit dem gleichen Instrument. Der Vergleich zwischen den erhobenen Daten zeigte zwar keine Änderung der Gesamtberufszufriedenheit, jedoch eine signi?kante Abnahme der Zufriedenheit mit dem Einkommen. Die Responsrate war mit 60,2 % für eine schriftliche Befragung ohne direkte Ansprache sehr hoch. Ursache dürfte die momentane gesundheitspolitische Lage mit persönlicher Schäfer H-M et al. Rostocker Hausärzte im Visier… Z Allg Med 2007; 83: 98–101 Originalarbeit 101 4 Konrad TR, Williams ES, Linzer M, et al: Measuring physician job satisfaction in a changing workplace and a challenging environment. SGIM Career Satisfaction Study Group. Society of General Internal Medicine. Med Care 1999; 37: 1137–1182 5 McMurray JE, Williams ES, Linzer M, et al: Physician job satisfaction: developing a model using qualitative data. SGIM Career Satisfaction Study Group. Society of General Internal Medicine. Med Care 1999; 37: 1137–1182 6 Bestmann B, Rohde V, Wellmann A, et al: Zufriedenheit von Ärztinnen und Ärzten. Dtsch Arztebl 2004; 101: A28–32 [Heft 1–2] 7 Sibbald B, Enzer I, Cooper C, et al: GP job satisfaction in 1987, 1990 and 1998: lessons for the future? Fam Pract 2000; 17: 364–371 8 Sibbald B, Gravelle H: General pratitioner job satisfaction 2001 in England. Report of the Department of Health. 2001. Manchester: National Primary Care Research and Development Centre, University of Manchester 9 Landon BE, Aseltine R Jr, Shaul JA, et al: Evolving dissatisfaction among primary care physicians. Am J Manag Care 2002; 8: 890–901 10 Linzer M, Konrad TR Douglas J, et al: Management care, time pressure and job satisfaction: results from the physician worklife study. J Gen Intern Med 2000; 15: 441–450 11 Grant P: Physician job satisfaction in New Zealand versus the United Kingdom. J of the NZ Med Ass 2004; 117: 1204 Zusammenfassend zeigt unsere Studie eine gleich bleibende Gesamtbewertung zwischen 2004 und 2006. Auch in der aktuellen Untersuchung stehen einer positiven Beurteilung hausarztspezi?scher Tätigkeiten wie „Patientenbetreuung“ und „persönlicher Gewinn“ eine abnehmende Zufriedenheit mit Einkommen und Arbeitsbelastung gegenüber. Die stattgefundenen berufspolitischen Veränderungen haben zwar keine Absenkung der Gesamtzufriedenheit zur Folge, lassen aber an der Zunahme ?nanzieller Nöte der Hausärzte keinen Zweifel. Maßnahmen, die eine Stärkung der hausärztlichen Versorgung zum Ziel haben, müssen diesem Trend entgegenwirken, negativ bewertete Faktoren verbessern und die als positiv bewerteten Spezi?ka hausärztlicher Tätigkeit weiter stärken. Zukünftige Studien sollten diese Entwicklung und Differenzierung im Auge behalten. Dabei wäre für zukünftige Studien der Bezug zu konkreten Entwicklungen für die weitere Interpretation der Daten wünschenswert. Danksagung & Unser Dank gilt dem Dekan der Medizinischen Fakultät Rostock, Herrn Prof. Dr. Reisinger, Frau cand. med. Anja Börner, Rostock, der KV Mecklenburg-Vorpommern für ihre Unterstützung sowie allen Ärzten und Ärztinnen, die durch ihre Teilnahme diese Studie ermöglicht haben. Zur Person Dr. med. Hans-Michael Schäfer, Jahrgang 1957, Medizinstudium in Ulm und Mainz, 5-jährige Facharztweiterbildung mit Assistenzarztzeiten in Chirurgie, Innerer Medizin, Orthopädie und Allgemeinmedizin. 1990 Gründung einer Allgemeinarztpraxis in der Nähe von Frankfurt/Main, ab 1997 Lehrbeauftragter der Universität Frankfurt (Prof. Dr. K. Jork). Im Jahr 2002 Übersiedlung nach Mecklenburg Vorpommern, Gründung einer Allgemeinarztpraxis in Zingst/Darß, seit 2002 Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin der Universität Rostock, Moderator von Qualitätszirkeln. Hobbys: Musik, Fotogra?e. Interessenskon?ikt: keine angegeben. Literatur 1 Appen D: Arbeiten für Gotteslohn? Journal KVMV 2005; 08: 5 2 Schaefer H-M, Krentz H, Harloff R: Professional Satisfaction of General Practitioners – A comparative Analysis in 3 Large Cities. Z Allg Med 2005; 80: 284–288 3 Bovier P, Pernegger T: Predictors of work satisfaction among physicians. Europ J Pub Health 2003; 13: 299–305 Schäfer H-M et al. Rostocker Hausärzte im Visier… Z Allg Med 2007; 83: 98–101


(Stand: 03.03.2007)

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