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Magnesiummangel durch chronische PPI-Therapie

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Nicht so selten kommen Patienten in die Praxis und klagen über vorwiegend nächtliche Wadenkrämpfe. Viele KollegInnen empfehlen in dieser Situation die Einnahme von Magnesiumpräparaten, die – oh Wunder – auch häufig helfen. Oh Wunder deswegen, weil die wissenschaftlichen Belege für einen Muskelkrämpfe verursachenden Magnesiummangel recht mager sind und Serummagnesiumbestimmungen häufig einen Normalwert ergeben.

Unabhängig von der Problematik, inwiefern Serumwerte das gesamte Körpermagnesium repräsentieren, sollte bei Patienten mit derlei Beschwerden eine Frage nicht fehlen: Nehmen Sie Protonenpumpeninhibitoren ein?

Zwei Publikationen bringen einige Fallberichte über den Zusammenhang, der offenbar auf PPI beschränkt ist und bei Gabe von H2-Blockern nicht auftritt. Werden PPI abgesetzt, verschwinden die Beschwerden.

Mackay D, Bladon PT. Hypomagnesaemia due to proton-pump inhibitor therapy: a clinical case series. Q J Med 2010; 103: 387–395

Weber Furlanetto T, Moreira Faulhaber GA. Hypomagnesemia and proton pump inhibitors. Below the tip of the iceberg. Arch Intern Med 2011; 171: 1391–1392

Foto: fotolia / concept w


(Stand: 19.03.2012)

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