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IGeL: Glaukomscreening durch Augenärzte nach wie vor unbelegt

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Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) hat – nicht zum ersten Mal, aber in eindeutiger Weise – zum Problem Glaukomscreening durch Augenärzte Stellung bezogen.

Am 20. September schreibt das Institut unter der Überschrift „Glaukomfrüherkennung: Wissenslücken eingestehen“:

„IQWiG tritt irreführenden Behauptungen der Deutschen Opthalmologischen Gesellschaft entgegen / Nutzen und Schaden der Früherkennung leider nicht gut untersucht

Aktuellen Presseberichten zufolge soll das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) unsinnige und unethische Studien zum Nutzen der Glaukomfrüherkennung gefordert haben. Das Institut weist diese Behauptung als falsch zurück. Auf der IQWiG-Website veröffentlichte Informationen zum ,Grünen Star‘ und seiner Früherkennung stellen vielmehr fest, dass Studien fehlen, aus denen sich zuverlässig ableiten lässt, für wen welche ,Glaukomvorsorge‘ mehr Vor- als Nachteile hat.

In den vergangenen Tagen hatten Tageszeitungen eine Pressemitteilung der wissenschaftlichen Fachgesellschaft der Augenheilkunde ungeprüft und unkommentiert übernommen. Sie enthielt die Behauptung, das IQWiG fordere, ,dass zunächst durch Vergleich mit unbehandelten Glaukompatienten belegt werden müsse, dass (mit der ‚Glaukomvorsorge’) Erblindungen verhindert werden’. Eine solche Forderung hat das Institut jedoch nie erhoben“.

Den ganzen Text inkl. Links zu den (nicht)bestehenden wissenschaftlichen Belegen für das Glaukomscreening können Sie nachlesen unter www.iqwig.de/index.1496.html

Infos für Patienten finden Sie unter www.gesundheitsinformation.de/glaukom-was-kann-eine-frueherkennungsuntersuchung-leisten.980.de.html

Foto: fotolia/jyleken


(Stand: 18.03.2013)

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