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Meniskusriss bei bestehender Kniegelenksarthrose: Operation?

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Nach Schätzungen sind weltweit mehr als 250 Millionen Menschen von einer Kniegelenksarthrose betroffen. Viele davon haben (oft ohne es zu wissen) einen Meniskusriss. Obwohl es bei anhaltenden Knieschmerzen durchaus schwierig ist, den dafür verantwortlichen Faktor zu identifizieren, wird oft voreilig ein bei der Diagnostik entdeckter Meniskusriss als Anlass für arthroskopische Eingriffe genommen.

Muss man Patienten, die eine Kniearthrose milden bis moderaten Ausmaßes haben und sich einen Meniskusriss zuziehen, operieren oder reicht physikalische Therapie?

Eine amerikanische Studie (RCT: arthroskopische Teilentfernung versus physikalische Therapie, 351 Patienten über 45 Jahren, follow-up nach 6 und 12 Monaten) ergab keinen funktionellen Vorteil der operativen Behandlung. Allerdings wechselten innerhalb von sechs Monaten 30 % der Patienten des konservativen Arms zur Operation, während 9 für den chirurgischen Eingriff vorgesehene Patienten sich der Operation nicht unterzogen.

Katz JN, Brophy RH, Chaisson CE, et al. Surgery versus physical therapy for a meniscal tear and osteoarthritis. N Engl J Med 2013; 368: 1675–84

Foto: Fotolia/underdogstudios


(Stand: 11.05.2015)

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