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3 Fragen an ...Dr. Michael Thomas Becker

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1. Sie und die DEGAM haben am 12. Februar 2016 einen runden Geburtstag gefeiert. Seit wann sind Sie schon Mitglied und was schätzen Sie an der DEGAM besonders?

Ich bin Mitglied, seit ich von Prof. Klimm vor ca. 15 Jahren auf die DEGAM aufmerksam gemacht wurde. „Der Berufsverband ist wichtig, die DEGAM möchte ich Ihnen auch empfehlen.“ Ich habe es nie bereut, dieser richtungsweisenden Empfehlung gefolgt zu sein. Ich erinnere mich an alle DEGAM-Kongresse seit 2004. Die Erfahrungen der Forschungskurse in Freiburg, die Teilnahme am Professionalisierungskurs V und der sich anschließende Auslandsaufenthalt in der Schweiz eröffneten mir bleibende Eindrücke und immer neue Betrachtungsweisen. Allgemeinmedizinisches Handeln braucht eine theoretische Begründung und eine Überprüfung der Ergebnisse, die wir erzielen.

Immer wieder begeistert mich die Offenheit und Freundschaft, die ich in der DEGAM erlebe, mit Klarheit und genauer Zielrichtung werden Lösungswege erschlossen und wirklich lohnenswerte Ziele erreicht. Wer medizinisch mitdenken und selbst auch Lösungen entwickeln will, für den gibt es keinen geeigneteren Ort in der Medizin. Niemand sollte zögern, sondern beginnen mitzugestalten, und daher in die DEGAM eintreten.

2. Sie sind nicht nur praktizierender Hausarzt, sondern auch begeisterter Fotograf. Was haben diese Professionen aus Ihrer Sicht gemeinsam?

Ein Fotograf muss wesentliche und charakteristische Details im Augenblick erkennen und im Foto festhalten. Wichtig sind der Blickwinkel, die Belichtung und die Wahl des Szenenausschnittes. Die Objektive und die Brennweite müssen richtig gewählt werden. Oft reichen automatische Kameraeinstellungen. Für spezielle Situationen allerdings wird es nötig, manuelle Einstellungen zu verwenden und manchmal müssen auch Filter eingesetzt oder Objektive getauscht werden.

Geht es uns als (Haus)Ärzten nicht ähnlich? Oft hat man nur einen Augenblick, um charakteristische Details wahrzunehmen, die uns auf mögliche Erkrankungen hinweisen. Wir müssen dann genauer hinschauen und betrachten, um aus den geeigneten Blickwinkeln und Perspektiven diese Details an unseren Patienten zu einem schlüssigen Bild zusammenzufügen. Und entsprechen dabei die unterschiedlichen diagnostischen Methoden nicht in irgendeiner Weise den verschiedenen Kameraeinstellungen, den unterschiedlichen Objektiven oder auch den einsetzbaren Filtern?

3. Sie erfüllen innerhalb der DEGAM die Funktion des Kassenprüfers. Was zeichnet einen guten Kassenprüfer aus?

Kassenprüfer müssen genau hinschauen. Vertrautheit mit den Zielen seines Vereines ist Voraussetzung. Grundsätze der Buchführung sollten vorhanden sein, ebenso grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Kassenprüfer tragen Mitverantwortung für das Gelingen und den Erfolg eines Vereines. Deswegen sollten bedarfsweise der Mut und das Geschick vorhanden sein, gegenzusteuern, wenn es nötig wäre. Letzteres war aber bisher erfreulicherweise nie notwendig.

Abbildungen:

Dr. med. Michael Thomas Becker


(Stand: 16.03.2016)

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