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Bleckwenn M, Dinkel K, Weckbecker K, Mücke M. Einsatz der Neuen oralen Antikoagulanzien in Hausarztpraxen. Z Allg Med 2016; 92: 28–32

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Leserbrief von Dr. Armin Mainz

Der Verdienst von Markus Bleckwenn besteht darin, am Beispiel der Antikoagulation die Irrationalitäten im Verordnungsverhalten offenzulegen. Diese Gelegenheit möchte ich zum Anlass nehmen, auf einen leider auch im Artikel nicht ausgeräumten Irrtum aufmerksam zu machen: Intra- und interindividuelle pharmakologische Wirkungsschwankungen sind keinesfalls Phänomene, die nur bei den Vitamin-K-Antagonisten auftreten. Es ist anzunehmen, dass sie in der gleichen Art und Weise auch bei den sog. neuen oder direkten Antikoagulantien (NOAK) auftreten. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass wir die Einstellungsqualität bei den NOAK in der Routinesituation nicht konsequent messen (können). In den Fällen in denen gemessen wurde, waren die Effekte – wen wundert´s – stark schwankend!

Daher gilt abgesehen von der seltenen Cumarinunverträglichkeit und der Patientenpräferenz: Finger weg von den NOAK und diesem riskanten Blindflug im Nebel.


(Stand: 16.03.2016)

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