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Darmkrebsfrüherkennung bei familiärem Risiko

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Natalie Gründl, Andrea Siebenhofer, Corina Guethlin, Jasper Plath

Schlüsselwörter: Darmkrebs Einstellung Screening familiäres Risiko

Hintergrund: Eine familiäre Häufung von Darmkrebs ist auch ohne Vorliegen eines hereditären Syndroms mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko assoziiert. Die erste Früherkennungskoloskopie wird in diesen Fällen bereits im Alter von 40 bis 45 Jahren empfohlen. Ziel dieser Arbeit war die Analyse der Haltung von hausärztlichen Patienten mit familiärem Risiko (Angehöriger ersten Grades mit Darmkrebs) im Alter von 40 bis 54 Jahren gegenüber einer möglichen Teilnahme an der Darmkrebsfrüherkennung.

Methoden: Analyse von Daten aus der Querschnittstudie „FRIDA.Frankfurt“, in der 191 von 484 identifizierten Personen schriftlich mit einem validierten Instrument befragt wurden.

Ergebnisse: Insgesamt hatten 96,7 % (n = 175) nach dem Beratungsgespräch mit ihrem Hausarzt eine positive Haltung gegenüber einer möglichen Teilnahme an einer Darmkrebsfrüherkennungsuntersuchung. Keine deutlichen Unterschiede gab es zwischen Frauen und Männern sowie zwischen den untersuchten Altersgruppen. 136 Teilnehmer (76,4 %) gaben an, dass sie eine Nicht-Teilnahme später bereuen würden. In der Altersgruppe 40 bis 44 Jahre war diese Einschätzung geringer ausgeprägt als in der Altersgruppe 50 bis 54 Jahre (64,7 % vs. 81,7 %).

Schlussfolgerungen: Patienten mit familiärem Risiko für Darmkrebs waren gegenüber einer Teilnahme an einer Früherkennungsuntersuchung positiv eingestellt; ein Großteil würde eine Nicht-Teilnahme später bereuen. Die Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung zu einem organisierten Programm sollte auch die Rolle und das Potenzial der hausärztlichen Versorgung für Personen mit positiver Familienanamnese untersuchen .

Haltung gegenüber einer Teilnahme bei Personen unter 55 Jahren

Attitudes to Participation in Persons under 55 Years

1 Institut für Allgemeinmedizin, Goethe-Universität Frankfurt am Main 2 Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Medizinische Universität Graz, Österreich Peer-reviewed article eingereicht: 26.10.2018, akzeptiert: 09.01.2019 DOI 10.3238/zfa.2019.0126–0131

Hintergrund

Eine familiäre Häufung von Darmkrebs ist auch ohne Vorliegen eines bekannten...


(Stand: 12.03.2019)

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