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Dysmenorrhö: Wärme besser als Schmerzmittel?

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Eine 16 Jahre junge Frau kommt monatlich wegen dysmenorrhoischer Beschwerden und begleitendem Erbrechen zu ihrem Hausarzt. Ihre Mutter möchte wissen, ob es für diese Beschwerden auch eine nichtmedikamentöse Behandlung gibt. Was würden Sie ihr raten?

Die ehrliche Antwort wäre (aus dem Bayerischen übersetzt): „Nichts Gewisses weiß man nicht“. Der erfahrene Hausarzt aber würde vielleicht sagen: „Probieren sie mal Wärme auf den Bauch“.

Eine beim belgischen Roten Kreuz arbeitende Autorin hat in den einschlägigen Datenbanken (Medline 1966–7.4.2012; EMBASE 1947–7.4.2012) nachgesehen und genau zwei randomisierte Studien gefunden, die Wärme mit Arzneimitteln verglichen:

  • In der einen Arbeit (2001; 79 Teilnehmerinnen [Auswahl unter Freiwilligen]) erbrachten sowohl Wärme als auch 3x400 mg Ibuprofen vergleichbare Erleichterung.
  • In der anderen Arbeit (2004; 344 Teilnehmerinnen) waren Wärme bzw. 3x1000mg Paracetamol gleich wirksam.

Würde man das Verhältnis zwischen dieser winzigen Zahl von evidenzbasierten Veröffentlichungen und der Häufigkeit der Dysmenorrhö benennen wollen, fiele einem spontan das Wort „Armutszeugnis“ ein.

Dieltjens T. Is heat application as good as painkillers in dysmenorrhea? Emerg Med J 2012: 29: 853–54

Foto: fotolia/Ideenkoch


(Stand: 16.04.2013)

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