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Welchen Stellenwert hat Sitagliptin in der Behandlung von Menschen mit Typ-2-Diabetes?

DOI: 10.3238/zfa.2019.0150-0155

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Günther Egidi

Schlüsselwörter: DPP4-Hemmer Gliptine Sitagliptin Sulfonylharnstoffe Typ-2-Diabetes

Hintergrund: Die Zahl der Diabetes-Diagnosen in Deutschland steigt. Bei den Verordnungszahlen haben DPP4-Inhibitoren mittlerweile in Deutschland die Sulfonylharnstoffe überholt, darunter vorrangig Sitagliptin. Die Frage stellt sich, ob es gute Argumente für ein solches Verordnungsverhalten gibt.

Suchmethodik: Selektive Literaturrecherche zu den Themen Diabetes-Prävalenz, -Folgeerkrankungen sowie -Therapie; Recherche in Medline und Cochrane zu Sitagliptin.

Wichtigste Botschaften: Diabetes ist ein bedeutsames Gesundheitsproblem in Deutschland. Für Sitagliptin konnte kein Nutzen-Nachweis hinsichtlich der Senkung relevanter Endpunkte erbracht werden. Entsprechende Studien existieren dagegen für die deutlich preiswerteren Sulfonylharnstoffe Glibenclamid und Gliclazid. Trotz fehlender Belege für einen Nutzen von Sitagliptin im Sinn patientenrelevanter Endpunkte kann eine diesbezügliche Nutzlosigkeit mit der vorliegenden Literatur allerdings auch nicht belegt werden.

Schlussfolgerungen: Sitagliptin hat in der Behandlung von Menschen mit Typ-2-Diabetes keinen Stellenwert. Allenfalls für Menschen mit Diabetes und fortgeschrittener Niereninsuffizienz kann Sitagliptin eine Option sein, wenn Insulin kategorisch abgelehnt wird oder aus anderen Gründen nicht in Frage kommt.

Gemeinschaftspraxis Bremen-Huchting Peer-reviewed article eingereicht: 15.01.2019, akzeptiert: 11.02.2019 DOI 10.3238/zfa.2019.0150–0155

Hintergrund

 

Die Prävalenz des Typ-2-Diabetes steigt in Deutschland. Typ-2-Diabetes erhöht das Risiko für eine Vielzahl von die Lebensqualität teils erheblich einschränkenden Erkrankungen. Allerdings steigt die Lebenserwartung in Deutschland kontinuierlich [1], und die Sterberate durch kardiovaskuläre Erkrankungen sank im selben Maß. In der nationalen...


(Stand: 15.04.2019)

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