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„Azetylsalizylsäure plus Dipyridamol (Aggrenox) –kein Mittel der ersten Wahl!“

Mit dieser noch zurückhaltenden Überschrift analysiert der letzte „Arzneimittelbrief“ die (fehlenden) wissenschaftlichen Grundlagen für die Leitlinien-Empfehlung der Deutschen Neurologischen Gesellschaft und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, die Kombination zur Sekundärprophylaxe nach erlittenem Schlaganfall zu verordnen, wenn das Rezidivrisiko bei 4 %/Jahr liegt.

Der Artikel geht auch auf die kürzlich im „New England Journal of Medicine“ publizierte PRoFESS-Studie ein, bei der rund 20.000 Patienten randomisiert mit ASS plus Dipyridamol gegen Clopidogrel behandelt wurden, ohne dass sich signifikante Unterschiede ergaben. Ein Editorial im selben Heft, das in einer Netzwerk-Metaanalyse alle Studien zu den drei verfügbaren Thrombozytenaggregationshemmer-Präparaten ASS, ASS plus Dipyridamol und Clopidogrel unter die Lupe nimmt, kommt zur einfachen Schlussfolgerung, dass es zwischen diesen Optionen weder klinisch relevante noch statistisch signifikante Wirkungsunterschiede bei der Sekundärprophylaxe nach akutem Schlaganfall gibt. Im Übrigen existieren auch keine Untersuchungen, die es als sinnvoll erscheinen lassen, nach einem unter Thrombozytenaggregationshemmung aufgetretenen Rezidivinsult auf ein anderes Medikament zu wechseln.

N.N. Azetylsalizylsäure plus Dipyridamol (Aggrenox) – kein Mittel der ersten Wahl. AMB 2008; 42: 93–96


(Stand: 07.06.2011)

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