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Kardiovaskuläre Arzneimittel: kein Unterschied in Bioäquivalenz und therapeutischer Äquivalenz

Dass sich die Bioäquivalenz von kardiovaskulären Arzneimitteln wie Betablockern, Calciumantagonisten, Thrombozytenaggregationshemmern oder ACE-Hemmern als Originalpräparat oder Generikum nicht unterscheidet, ist eine Binsenwahrheit.

Autoren aus Boston untersuchten nun auch Studien zur klinisch-/therapeutischen Äquivalenz dieser Medikamente – und fanden ebenso wenig Unterschiede.

Bemerkenswert ist allerdings, dass sich die Wissenschaftler auch noch einer „kleinen Nebenaufgabe“ stellten: In derselben Zeit, in der die besagten Studien liefen, überprüften sie, welche Meinung denn in diversen Editorials zum Austausch von Originalpräparaten gegen Generika vertreten wurde. Von 43 Editorials wurde in mehr als der Hälfte (53 %) die Ansicht kundgetan, dass ein solches Vorgehen Teufelszeug sei (ich übertreibe sprachlich ein wenig ...).

Vergleicht man wissenschaftliche Belege und Mehrzahl der (bezahlten?) Meinungen, ergeben sich gute Argumente für die Schwäche der sogenannten „Eminenzbasierten Medizin“.

Kesselheim AS et al. Clinical equivalence of generic and brand-name drugs used in cardiovascular disease: A systematic review and meta-analysis. JAMA 2008; 300: 2514–2526


(Stand: 07.06.2011)

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