Loading...

ZFA-Logo

Zusammenhang von Citalopram und Escitalopram (Cipralex®) mit dosisabhängiger QT-Intervall-Verlängerung

PDF

Die AkdÄ hat auf Risikoinformationen über Verlängerungen des QT-Intervalls im Zusammenhang mit Citalopram aufmerksam gemacht. In einem aktuellen Rote-Hand-Brief wies der Hersteller Lundbeck auf das gleiche Problem bei Escitalopram hin, dem S-Enantiomer von Citalopram.

Escitalopram ist zugelassen zur Behandlung einer Major Depression, bei Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, bei sozialer und generalisierter Angststörung sowie bei Zwangsstörung. Aufgrund einer möglichen dosisabhängigen QT-Intervall-Verlängerung im Zusammenhang mit Escitalopram wird die Maximaldosis bei älteren Patienten ( 65 Jahre) auf 10 mg täglich reduziert. Bei erwachsenen Patienten unter 65 Jahren bleibt die Maximaldosis bei 20 mg täglich.

Escitalopram ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter QT-Intervall-Verlängerung oder angeborenem Long-QT-Syndrom sowie bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Arzneimitteln, die bekannterweise das QT-Intervall verlängern. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Torsade-de-Pointes-Tachykardie (z.B. bei dekompensierter Herzinsuffizienz, kürzlich aufgetretenem Myokardinfarkt, Bradyarrhythmie oder bei Neigung zu Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie).

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Herbert-Lewin-Platz 1

10623 Berlin

www.akdae.de

Foto: fotolia /zphoto


(Stand: 15.05.2012)

Als Abonnent können Sie die vollständigen Artikel gezielt über das Inhaltsverzeichnis der jeweiligen Ausgabe aufrufen. Jeder Artikel lässt sich dann komplett auf der Webseite anzeigen oder als PDF herunterladen.