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Hausärztliche Praxen für Varizella-zoster-Virus-Sentinel gesucht

Das Robert Koch-Institut bittet um Ihre Mitarbeit

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In einem bundesweiten Netzwerk niedergelassener Ärzte erhebt das Robert Koch-Institut (RKI) Daten zu Varizellen und Herpes zoster in der Bevölkerung und setzt damit die bisherige erfolgreiche Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV) fort.

Das Varizellensentinel der AGV nahm im April 2005 seine Arbeit auf mit dem Ziel, die Umsetzung der allgemeinen Varizellen-Impfempfehlung im Kindesalter zu begleiten und ihre Auswirkungen auf die Krankheitshäufigkeit von Varizellen und Herpes zoster festzustellen. Erste Ergebnisse zeigten eine zunehmende Akzeptanz der Impfung sowie sinkende Fallzahlen von Varizellen und Varizellen-Komplikationen. Auch wurden im Sentinel zunehmend Durchbruchserkrankungen nach einer Varizellen-Impfung registriert, deren Zahl jedoch nach Anpassung der Impfempfehlung durch eine 2. Impfdosis rückläufig ist. Im Gegensatz dazu zeigten sich bisher noch keine klaren Trends bei Herpes-zoster-Erkrankungen (siehe Referenzen dazu unten).

Um Trends auch weiterhin zuverlässig feststellen zu können und um rechtzeitig zu erkennen, ob durch die Varizellen-Impfung im Kindesalter eine Verschiebung der Varizellen-Erkrankungen in höhere Altersgruppen stattfindet, müssen insbesondere noch mehr Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten für die Mitarbeit im Sentinel gewonnen werden. Auch soll in diesem Netzwerk die Epidemiologie von Herpes zoster bei Erwachsenen aufmerksam beobachtet werden, um für die Vorbereitung einer möglichen Empfehlung zur Herpes-zoster-Impfung (die bereits in Deutschland zugelassen aber noch nicht auf dem Markt verfügbar ist) über eine verlässliche Datenbasis zu verfügen.

Das Sentinel ist derzeit die einzige Datenquelle, mit der regelmäßig und aktuell bundesweite Daten zu Varizellen und Herpes zoster erhoben und bereitgestellt werden (siehe auch www.rki.de/Infektionsschutz/Sentinels/Varizellen-Sentinel). Seit April 2012 wird das Sentinel allein durch das RKI und finanziert durch Bundesmittel betrieben. Sie können mit Ihrer monatlichen Meldung (Fragebögen mit aggregierten Fallzahlen inkl. „Nullmeldungen“ sowie kurzen anonymen Einzelfallbeschreibungen für Varizellen bei Geimpften und für Herpes zoster) dazu beitragen, dass dieses Surveillance-System erhalten und verbessert wird. Wir werden Sie dafür ständig aktuell über die Varizellen- und Herpes-zoster-Epidemiologie in Deutschland und das Neueste bei den Impfempfehlungen informieren.

Bitte helfen Sie uns und melden sich im Studiensekretariat der AGV an. Ihre Ansprechpartnerinnen sind Frau Dr. Anette Siedler und Frau Marion Marx im

Robert Koch Institut

DGZ-Ring 1

13086 Berlin

Tel.: 030/18754 3452

Fax: 030/1810 754 3514

E-Mail: agv@rki.de

Referenzen:

1. Siedler A, Arndt U. Impact of the Routine Varicella Vaccination Programme on Varicella Epidemiology in Germany.

Eurosurveillance 2010 vol. 15, issue 13. (http://www.eurosurveillance.org)

2. RKI: Epid Bull 8/2010 (unter

www.rki.de/Infektionsschutz/

Epidemiologisches Bulletin)

3. Spackova et al. Complications of varicella evaluated within four years of German Varicella Sentinel Surveillance System 2005–2009. Pediatric Infectious Disease Journal 2010 (29):884–886


(Stand: 15.05.2012)

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