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Zukunftsposition Nr. 19: „Fortbildung für Hausärztinnen und Hausärzte und ihre Praxisteams ist frei von Herstellerinteressen, evidenz- und fallbasiert, interaktiv und interkollegial“

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Die DEGAM-Zukunftspositionen wollen ein positiv besetztes Profil des Fachs Allgemeinmedizin schaffen und skizzieren, wie sich die wissenschaftliche Fachgesellschaft die Zukunft des hausärztlichen Berufsbildes vorstellt. Als wichtiger Bestandteil findet darin natürlich auch das Thema Fortbildung seinen Platz. Die entsprechende Position (Nr. 19) soll im Folgenden vorgestellt werden:

Da die Allgemein- und Familienmedizin sehr spezifische Merkmale aufweist wie z.B. Multimorbidität der Patienten, Arbeit im Niedrig-Prävalenzbereich oder biopsychosoziales Krankheitsmodell, sind traditionelle Fortbildungsformate mit Vorträgen fachfremder „Spezialisten“ nur bedingt geeignet, die hausärztlichen Kompetenzen zu erhalten oder zu verbessern.

Aus diesem Grund sollte das bereits in ärztlichen Qualitätszirkeln erfolgreich etablierte evidenzbasierte Lernen untereinander und voneinander („peer-learning“, Hospitationen) auch in der Fortbildung vermehrt genutzt werden. Zusätzlich müssen mit einer wachsenden Verantwortung der nicht-ärztlichen Professionen diese stärker in die Fortbildungsstrukturen integriert werden.

Die DEGAM tritt nach dem Vorbild amerikanischer und australischer Ärztevereinigungen dafür ein, dass im Rahmen von Fortbildungsverpflichtungen generell keine pharma-gesponserten Fortbildungsveranstaltungen anerkannt werden.

Die ausführliche Herleitung dieser Position inklusive der Literaturangaben kann den DEGAM-Zukunftspositionen entnommen werden, die über die Startseite der Fachgesellschaft, www.degam.de, zugänglich sind.


(Stand: 14.05.2013)

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